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Rundbrief
Frühjahr 2010:
Liebe
Freunde!
Sommerfest:
30. Juli bis 22. August
Gestern sind Siddhartha und Sigari
wegen des Vulkanausbruchs in Island etwas verspätet
zu ihrer dreiwöchigen Urlaubsfahrt mit Nina,
Siddharthas „kleiner“ Schwester, nach Ägypten
aufgebrochen. Wenn ihr dies lest, sind sie wahrscheinlich
schon wieder zurück. Sigari und Nina erforschen
schnorchelnd die wunderschönen Korallenriffe
des Roten Meeres (sie haben sogar ein Fischebestimmungsbuch
mitgenommen) und Siddhartha sitzt mit Blick auf´s
Wasser auf dem Balkon und schreibt. „Ich muss
nach Ägypten!“, sagte er kurz vor der Abfahrt
zu mir, während er mich halb verschmitzt,
halb schuldbewusst von der Seite her angrinste.
Sigari, die sich ja Siddharthas körperliches
Wohlbefinden zur Aufgabe gemacht hat, setzt sich
mit bewundernswerter Geduld oft gegen seine subtilen
Widerstände durch. „Heute müssen wir
zum Orthopäden.“, annonciert sie beispielsweise
früh genug und Siddhartha, total absorbiert
in das, was er gerade tut, stimmt zu, vergisst
es aber gleich darauf. Alles, was seine Kreativität
beim Schreiben, die Angelegenheiten der Commune
oder die Veröffentlichung seiner Kunst als
Y. Fongi betrifft, interessiert ihn ungleich mehr.
(Wenn ihr übrigens unter Y. Fongi googelt,
erfahrt ihr eine Menge über ihn im Internet)
Eine halbe Stunde vorher erinnert Sigari ihn erneut
und nun wird er schon leicht ungeduldig und besteht
darauf, die wenige Zeit, die ihm noch bleibt,
nicht mit unnützen Diskussionen zu vergeuden.
Sigari schweigt. Ist dann der Zeitpunkt zum Losfahren
gekommen, muss er in der Regel noch etwas ungeheuer
Wichtiges zu Ende bringen und unsere Sigari erledigt
kleine Zwischenarbeiten , bis der Termindruck
sie zu einem etwas energischeren Durchgreifen
nötigt, was Siddhartha mit ungeduldigen Äußerungen
über ständige Ablenkungen kommentiert.
Sigari lässt diesen Wortschwall mit großer
Gelassenheit über sich ergehen, denn jetzt
müssen in aller Eile Schuhe angezogen und
zugemacht werden, müssen Brillen und der
Stock gefunden werden, müssen evtl. noch
Papiere zusammengesucht werden, die er in der
Wartezeit studieren will, bis sie dann endlich
auf den allerletzten Drücker zu Zahnärzten,
Ärzten, Fußpflege oder Optiker aufgebrochen
sind und wir Zurückgebliebenen im Büro
erleichtert aufatmen.
Der Rest der Commune rauft sich mehr und mehr
zusammen. Gestern in der Abendmeditation beantwortete
Osho die Frage: „Wie können/ sollen wir Sannyasins
am besten miteinander umgehen?“ Er sprach mit
größter Selbstverständlichkeit
darüber, dass „His People“ die Persönlichkeit
transzendiert hätten und sich demzufolge
auf der Ebene der Individualität/des being
begegnen würden, auf der es keine egoistischen
Konditionierungen mehr gäbe. Demzufolge sind
wir zumindest auf dem richtigen Weg, obwohl die
Art des Zusammenlebens, die Osho bereits als Realität
darstellt, für uns manchmal lediglich ein
hehres Ziel darstellt. Dennoch wird sie immer
stärker auch Realität, nicht zuletzt
durch die Meetings, auf denen wir uns auseinandersetzen
und an deren Ende wir immer wieder zueinander
finden. Zu einem Meeting Anfang März schrieb
auf Siddharthas Bitte hin jede/r von uns auf,
weshalb sie/er hier in Oshostadt leben möchte/n.
Im folgenden senden wir euch einige Auszüge
aus diesen Statements.
Auf der materiellen Ebene ist auch einiges los.
Wir haben einen großen Platz, viel bauliches
Potenzial, viele Ideen, viele Projekte und schaffen
es manchmal gerade, den täglichen Anforderungen
gerecht zu werden. Holzbeschaffung, Heizen, Gästebetreuung,
Putzen, Kochen, Niris Scanservice, Shunyams Sommerakademie,
neue Zimmer ausbauen, Dächer flicken, Gemüsegarten,
Park, Büro, Aufbau eines Internetverkaufs
und, und, und, und, und! Es ist uns jedoch wichtig,
dass die Arbeit Spaß macht; schließlich
ist das hier kein Arbeitslager! Jedenfalls erfordert
die Situation, dass wir uns kreativ mit ihr auseinandersetzten,
was wir auch tun. Zu diesem Thema findet ihr im
Anschluss Bernhards Bericht vom letzten Baumeeting.
Pragosh, der voller Enthusiasmus im Sommer letzten
Jahres bei uns eingezogen ist (s.letzten Rundbrief),
hat uns mittlerweile wieder verlassen. Meiner
Meinung nach hat er die Intensität unseres
Zusammenlebens und die Konfrontation mit seinem
Ego nicht ausgehalten und hat sich wieder in bequemere
Lebensumstände begeben. Aber vielleicht ist
das auch einfach nicht der richtige Platz für
ihn. Er hat uns jedenfalls seinen gesamten Hausrat
hinterlassen, den Sagar wieder durchgeschaut,
sortiert und zum Teil entsorgt hat. Viele Leute,
die hier einziehen wollten, lassen uns seltsamerweise
ihren ungewollten gesammelten Kram hier und verschwinden
wieder. Doch Pragosh hat auch viele nützliche
und wertvolle Dinge da gelassen, die wir gut gebrauchen
können.
Während einige wieder gehen, lebt sich Chris,
unser jüngstes Communemitglied, mehr und
mehr ein. Er sieht, was zu tun ist, packt von
alleine mit an, wirkt auf dem Bau, in der Küche
und überall sonst, wo er gebraucht wird und
arbeitet sich auch seit neuestem in Niris Scanservice
mit ein, um Geld zu kreieren. Es ist schön,
dass er hier ist! Eine echte Bereicherung!
Und Niri hat in den letzten Monaten mit und durch
Niseema, unsere amerikanische Freundin, viele
wertvolle und tiefe Erfahrungen mit der Liebe
gemacht. Niseema, die ein intensives Leben lebt,
orientiert sich in nächster Zeit in Richtung
Oklahoma, wird aber – wir hoffen es alle, sie
auch! – in absehbarer Zeit wieder bei uns auftauchen.
Niri erforscht den Bereich der Liebe und Aklank
den der Meditation. (Wobei sich beides, wie wir
als erfahrene Sucher ja wissen, nicht voneinander
trennen lässt!) „Damit was dabei rum kommt!“,
meinte er entschlossen zu mir, als ich ihm gegenüber
bewundernd erwähnte, dass er ja drei Meditationen
am Tag macht. Meiner Meinung nach kommt was dabei
rum. Er wird immer bewusster, lichter und leichter.
Mandir ist neben seiner anderen Arbeit nach wie
vor im Musikbereich sehr kreativ. Er organisiert
Musikworkshops, die bei uns stattfinden werden
und Trommelsessions, die jetzt schon stattfinden,
arbeitet sich in komplizierte Musiktheorien ein,
spielt immer besser Saxofon und macht Musik mit
Shunyam. Einmal in der Woche haben wir auf Initiative
der beiden jetzt Musicgroup. Für mich ist
es Liebe und Meditation, Osholieder zu singen.
Am 10. Juli werden wir Bernhards 80 Geburtstag
feiern. Er hat viele Gäste eingeladen. Das
Sommerfest wird dieses Jahr breit gestreut sein
und vom 30. Juli bis zum 15. August dauern. Am
Wochenende, den 13.-15. August wird Shantidharma
wieder da sein, mit dem wir auch immer so schön
singen. Außerdem gibt es schon Anmeldungen
für Sannyasinitiations. Wenn ihr nicht die
ganze Zeit da sein könnt, erkundigt euch
einfach telefonisch, was an den einzelnen Tagen
passiert.
Am Sa., d. 11.September findet ein ganz besonderer
Workshop bei uns statt. Silke Gonska, ausgebildete
Jazz- und Konzertsängerin, singt mit uns
dreistimmige Zigeunerlieder. Gunageet und Mandir
waren schon bei ihr und so begeistert, dass sie
sie zu uns eingeladen haben. Kosten: 60,-EUR
Es wird mittags gegen 12.30 eine warme Suppe geben
und am Nachmittag Kaffee, Tee und Kuchen. Für
das Essen berechnen wir 5,- EUR.
Fragen dazu? mandir@schrottfiguren.de anmailen
Alles Liebe von uns aus Oshostadt Agneya
Bauprotokoll von Bernhard
Meeting am 15. April wegen anstehender
Bauaufgaben
Anwesend sind alle außer Sagar (in Berlin),
Cheshta und WajidSiddhartha stellt grundsätzlich
fest, dass vieles und kostenträchtiges zu
tun ist, das aber die Reserven für die Kläranlage
nicht angegriffen werden sollen. Sigari bestätigt,
dass sie versucht, jeden Monat einen Betrag für
die Baukasse zurück zu legen. Insgesamt ist
aber die Gemeinschaft aufgerufen, Möglichkeiten
wahrzunehmen, um mehr Geld zu erwirtschaften.
Als eine der Einnahmequelle hat sich die Beherbergung
von Gästen erwiesen. Um dies für die
Besucher attraktiver zu machen, müssten vor
allem die sanitären Einrichtungen verbessert
werden, vordringlich im „Schloss". Dazu werden
sich demnächst die „Experten" treffen.
Der Internetverkauf von Siddharthas Kunstwerken,
von Antiquitäten, Steinen aus dem Laden und
sonstigen Objekten eröffnet weitere Möglichkeiten.
Nachdem die Mitglieder übereinstimmend ihre
Bereitschaft zur verstärkten Mitarbeit bei
der Geldbeschaffung deutlich gemacht haben, erklären
sich Siddhartha und Sigari bereit, die Mittel
für folgende Arbeiten frei zu geben:
Aufstellen eines Gerüsts um den Kaminturm
an der Turnhalle, Entfernen des Wasserbehälters
und des oberen Teiles des Kamins, Instandsetzen
des beschädigten Turmhelms, Errichten des
Vordachs. Das Gerüst soll 2.000 + MwSt. kosten.
Den größten Betrag beanspruchen die
Zimmererarbeiten für das Vordach mit 6000€,
1.500 € für den Turmhelm. Hinzu kommen Ausgaben
für Materialien. Bernhard stellt Einnahmen
aus der Gäste-betreuung aus Anlass seines
80. Geburtstages im Juli in Aussicht und eine
zusätzliche Spende von 1.000 €.
Auszüge aus den Statements der Communemitglieder
in Oshostadt Meeting: März 2010
Aklank
Krieg oder Frieden! Du hast die Wahl!
Vermeide das Trennende, suche das Verbindende!
Sei offen wie ein aufgeschlagenes Buch, und du
wirst das finden, was dich trägt…..
Von Anfang an……EWIGLICH…..in dir…
OSHO ist altjapanisch und meint:
„O“ --- „mit großem Respekt, großer
Liebe und Dankbarkeit“, aber auch Einklang und
Harmonie“
„SHO“ --- „multidimensionale Ausdehnung des Bewusstseins“,
aber auch „allseits von der Ewigkeit gesegnet“
Ich bin auf dem Weg von Rein-hard – Reinem Herzen
– zu Bodhi Aklank – reine Bewusstheit
Wer bin ich wirklich?
CHESHTA
Ostern werden es „Neun Jahre Hier sein“ für
mich in Oshostadt.
In den ersten Jahren hatte ich Schwierigkeiten
im „Surrendern“. Harte Arbeit auf dem Bau zeigte
mir die Grenzen meines lädierten Körpers.
Balance war die Lösung. Nach und nach fand
ich die Bereiche, in denen ich mit Freude Verantwortung
übernehmen konnte. Die Herausforderung, Tätigkeiten
auszuüben, die ich nie vorher tat, reizte
mich besonders. Zum Beispiel Rasenmähen und
die Wartung der Maschine, Elektroarbeiten, Kochen
und Backen für so viele Leute, Schlosserei,
Regale und Vordächer. Die größte
Freude hatte ich beim Bau des Feuerplatzes und
der Schwitzhütte, die allergrößte
Freude bei der Fertigstellung von der „Hütte
am Fluss“. Kuchenbacken wurde meine Leidenschaft.
Ich kann laut sagen: Ich bin gerne hier und fühle
mich wohl in meiner Funktion als Caretaker in
Oshostadt. Ich danke OSHO, dass Er mich hierher
führte. Ich danke Siddhartha und Sigari für
das Vertrauen, für die Geduld und Liebe,
die sie mir schenken und ich danke Allen, die
hier sind und diesen Platz erhalten und verschönern.
Irgendwie geht´s immer weiter!
I Love You All!
Niranjano
Carrying water to the office in the morning,
Chopping wood at afternoons,
Melting with Oshos voice in the evening.
Living with people all day. Here and now, may
be.
In Thankfullness
Gunageet
Warum ich, Gunageet, hier bin. Weil
- hier Blumen blühen
- ich oft Einssein verspüre
- hier in seltenen Momenten der Schleier weg fällt
- wir eine wunderschöne Evening-Meditation
haben
- ich streichen kann, wann ich will
- größtenteils mit meiner Energie gehen
kann
- alleine oder mit Shunyam malen kann
- davon träume, dass hier einige Kinder herkommen
- ich mich entschlossen habe, als Osho uns zuwinkte
- hier manchmal die Perlen der Liebe in mein Herz
tropfen
- es manchmal gelingt, z.B. Eifersucht sein zu
lassen
- ich erlebe, dass Verständnis Zeit braucht
- ich mich geliebt fühle……..
Es gibt hier Zen! Nicht nur in der Natur.
Leibhaftig! Lebendig!
Sharan
... was ich zu tun gedenke, was ich mir
vorstelle für mich, in Osho-Stadt hier. Siddartha
wüsste es gerne von jedem von uns.
Als ich herkam vor 7 Jahren hätte ich ihm
lange, gut mit Gründen untermauerte Erklärungen
machen können. ... 7 lange Jahre ... mein
Selbstverständnis, immer resultierte es aus
dem was ich tat, aus meinen Fähigkeiten und
den Möglichkeiten die sich damit auftaten
... das Handwerk, das kleine Geschäft, malen
und schreiben. Nichts davon habe ich halten, weiterbringen
können, und im gleichen Grade wie es auf
der Strecke blieb, verlor sich auch mein Selbstverständnis.
Wer bin ich noch?
Warum habe ich zugelassen dass es mein Geschäft
in den Sand setzt? ...Gut möglich, ich war
nicht entschieden genug, mich mit diesen Dingen
durchzubringen, gut möglich, ich bin nicht
wirklich gut dafür. ... es hat nicht sein
sollen, möchte ich denken, ... aber ich mag
nicht denken, mag dem nicht mehr nachdenken.'
Wer bin ich noch? 'Mach mal ne Liste, von dem
was noch zählt. ... denn das biste.' Wer
immer es gesagt hat, es könnte ein Zugang
sein dahingehend, Zukunft zu fassen, einzurichten
und zu organisieren. Aber ist mir das noch möglich?
Es passieren zu lassen entspräche wohl mehr
meinen Einsichten, entspräche auch dem was
Osho anbietet(?) ... ... kurz und gut, ich weiß
morgen und übermorgen nicht zu fassen, kann
darüber kaum etwas sagen.
Sagen kann ich: Zurzeit bin ich mehr als einverstanden
mit dem TaiChi, den ich frühmorgens praktiziere,
freue ich mich auf die im Mai anstehende Pilgertour,
stelle ich mir vor das Malen wieder aufzunehmen
... und das Geschäft, diese Möglichkeit,
Antiquitäten und Kunstobjekte zusammenzutragen,
möchte ich im Grunde auch nicht lassen ...
ich bin das alles. ... für uns alle, fürs
Allgemeine: was anfällt, in der Küche,
im Garten, mit Gästen ...
Sagar
Ja, was bedeutet Osho Stadt für
mich und wie kann ich helfen, OS aufzubauen?
Für mich ist Oshostadt ein seltenes Refugium
für Oshos Vision des neuen Menschen. Ich
sehe, dass jede/r hier seine/ihre eigene Agenda
hat und sich auf einer unterschiedlichen Ebene
des Bewusstseins befindet. Und so fühle ich
mich letztendlich alleine mit meinen eigenen Bestrebungen,
mich selbst zu finden. Wir hier in Osho Stadt
sind zwar in der gleichen Karavanserei, aber fahren
doch, so scheint es, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten.
Trotzdem fügt sich alles zusammen, auch wenn
vielleicht manche rückwärts fahren wollen.
In dieser bunten Mischung fühle ich mich
zuhause, da das substratum der Energy hier, also
der gemeinsame Nenner, immer noch OSHO heißt.
Wäre das nicht so, würde ich hier fehl
am Platz sein.
Oshostadt ist ein Nährboden für mich,
um meine Meditation zu vertiefen und meine Beziehung
mit Osho aufrecht zu halten, zu leben und mit
anderen zu teilen. Der „New Man“ ist keine abstrakte
und theoretische Sache für mich. Ich fühle
mich persönlich angesprochen von dieser Vision
– und zu diesem Zweck ist Oshostadt für mich
wahrscheinlich der beste Platz , in dem sich mein
inneres Licht am Besten verwirklichen kann.
Oshostadt ist ein Platz, in dem Osho´s Präsenz
immer noch intakt ist trotz aller Querelen und
Probleme. Für mich hat Oshostadt das Potential,
ein Aushängeschild für Osho´s
Vision zu sein, - aber wir müssen noch viel
mehr kollektiv daran arbeiten und jede/r sollte
die Verantwortung ernst nehmen, an einem Strang
zu ziehen.
Mit neuem Optimismus freue ich mich jeden Tag,
dabei zu sein und meine Kreativität und Energie
hier einsetzen zu können.
Mandir
An Oshostadt von Oshostadt
Liebe Freunde meiner Oshostadtfamilie!
Hier kann jede/r aus dem Ich herauswachsen. Dazu
können wir uns nützen und alles andere
auch.
ich meinerseits schaffe gerne weiterhin alles
an und setze damit stein auf stein für irgendwelche
Hütten, in denen coole Sachen ablaufen können.
Die Früchte meiner starken Arbeitszeit teile
ich überall mit jedem zu jeder Zeit.
……habe einen guten Trip……alles liebe…….Mandir
Abhishek
Hier bin ich mit meinem 100%igen Sein. Zwischen
zwei Flüssen fließe ich und keiner
kann mich halten. Keine Zeit, um nachzudenken.
„Ist das mein Platz oder nicht?“, so wie der Fluss
sich das nicht fragen kann. Ich habe, ich mache,
ich bin Geschichte. Ich freue mich, das mit euch
zu teilen in ehrlicher, berührbarer, respektvoller
Kommunikation. Weil ich mich liebe, liebe ich
euch auch.
Joshua
Ich befinde mich hier um:
- zu erfahren wer ich wirklich bin
- zu meiner eigenen Lebensweise innerhalb einer
größeren Gruppe von Individuen zu finden
- Frieden & Stille als meine wahre Natur kennen
zu lernen
- zu lernen, mich selbst so anzunehmen wie ich
bin und mich genau so zu lieben.( Denn ansonsten
kann ich nie jemand anderes akzeptieren )
- zu lernen, so bewusst wie möglich zu sein
und immer öfter zu spüren, wenn ich
es nicht bin.
- Kommuneleben zu erfahren wie es Osho in seiner
Autobiografie beschreibt :
Ja, ihr könnt eine lockere Gemeinschaft bilden,
eine Kommune. Behaltet das Wort » locker
« Jeder ist unabhängig, frei, auf seine
Weise zu leben, mich auf seine Weise zu interpretieren,
für sich das zu finden, was er will. Er kann
seine Lebensweise finden - und zwar jeder für
sich selbst. Niemand braucht zu entscheiden, was
meine Religion ist. Ich lasse es offen, ausbaufähig.
Du kannst dir selbst eine Definition ausarbeiten,
aber nur für dich selbst. Und selbst musst
du sie ständig revidieren. Wenn Du mich besser
und mehr verstehst, musst du sie wieder ändern
und dadurch wird sie auch dich ständig ändern.
Osho (Autobiografie)
Und zum Schluss schicken wir euch noch zwei
Beiträge über unsere schöne Zschachenmühle
. Viel Spaß beim Lesen!
MDR-Sendung „Links und rechts vom Rennsteigs"
Die Schönheiten der Region
Die Filmemacher zeigten das Oberland
von seiner schönsten Seite. Holger Schäfer
etwa konnte seinen Musik-Titel in dem attraktiv
gestalteten Garten der Zschachenmühle präsentieren.
Blumen waren im Verlauf der Sendung immer wieder
zu sehen. Gepflegte Außenanlagen an unterschiedlichen
Orten auch. Nun ist nicht alles Gold, was glänzt.
Die MDR-Leute hatten sich die schönsten Ecken
des Oberlandes für den Film ausgesucht. Als
ein Beispiel sei hier der Garten in der Zschachenmühle
genannt.
Auszug aus dem Buch „Es war Krieg und
alle gingen hin" von Herbert Müller
Eine gewundene schmale Straße führt
vom Tal aus sanft hügelan. Die Hügel
und die kleinen, wellig gerundeten Bergspitzen
sind Gras- und Baumbewachsen und dehnen sich weithin;
sie sind wunderschön, nie kann man sie genug
preisen und davon singen. Denn das ganze Thüringer
Land ist schön. Und an einer seiner besonders
schönen Stellen, inmitten eines Waldes gelegen,
steht die Zschachenmühle, die Landesfeuerwehrschule.
Rundbrief
Sommer 2009:
Liebe Freunde!
Heute Morgen beim Meeting haben
wir beschlossen, noch einen Rundbrief vor dem
Sommerfest zu verschicken, um euch etwas über
unser geplantes Sommerfest (7. – 16. August) zu
erzählen und etwas darüber, was so in
der letzten Zeit bei uns passiert ist, wobei man
über das, was wirklich wichtig ist, gar nicht
so richtig schreiben kann. Ich meine damit die
Transformationsprozesse, die wir alle hier erleben,
mehr oder weniger stark und intensiv. Dies ist
kein Platz, um einzuschlafen, sondern um aufzuwachen!
Kürzlich waren wir auf den Stelzenfestspielen
vertreten (Mandir mit den Figuren, Sigari mit
den Heilsteinen, Agneya mit Tarot und Siddhartha
und der Rest der Commune mit den Fongilinen, das
sind von Sidhartha und einigen anderen entwickelte
Musikinstrumente, die erstaunliche Töne kreieren
können.
Zum Sommerfest erwarten wir wieder viele Gäste
– es sind schon zahlreiche Voranmeldungen da!
- und auch für die Zeit vor und nach dem
Sommerfest haben sich mehr Gäste als gewöhnlich
angesagt. Da wir noch viele Vorarbeiten zu erledigen
haben, laden wir euch ein, am besten jetzt vor
dem Fest für einige Zeit als Summerworker
(Freie Kost und Logis gegen volle Mitarbeit) bei
uns zu sein.
Dieser Platz hat generell viel POTENTIAL für
euer POTENTIAL. Wir sind jetzt siebzehn Leute
in der Family und es ist unser aller Wunsch, dass
diese Commune größer wird, wächst
und gedeiht. Vor allem folgende Bereiche sind
ausbaubar und brauchen Zuwendung:
- Internetverkauf von Heil- und Edelsteinen und
auch sonstigen Gegenständen
- Garten; Anbau und Lagerung von eigenem Obst
und Gemüse
- Küche
- Bau; Ausbau des vorhandenen Raumes für
Gäste und Residents
- Ekstatische Waldarbeit mit Niri
Zum Fest erwarten wir Swami Shantidharma,
der uns in Heartdance und Heartsinging anleiten
wird. Es ist ein wunderbares Erlebnis! Viele Sannyasins
kennen ihn aus alten Poonazeiten und auch aus
Goa, wo er sich jetzt viel aufhält. Muneesh
aus Bremen wird kommen und jeden Morgen QuiGong
anbieten, eine Übungsfolge, die sehr gut
für die Gelenke ist und den gesamten Körper
heilt, indem sie ihn durchlässiger macht.
Es werden täglich drei bis vier Meditationen
laufen. Wir werden viel Musik machen, singen und
tanzen, Sessions austauschen, reden, zusammen
Schwitzhütte machen, am Feuer sitzen, gemeinsam
Filme anschauen, Bogenschießen und auch
auf anderen Gebieten künstlerisch tätig
sein. Unsere Sommerakademie wird für Interessierte
geöffnet sein, und es kann gemalt und gebildhauert
werden. Wir werden auch das Essen zubereiten,
Gemüse ernten, das putzen, Holz machen und
den Müll zur Kunst erheben.
Mal sehen, was sich sonst noch so ergibt!
Um Sagar zu zitieren: Lasst uns doch einfach SEIN!
Ja, also! Bis dann, liebe Freunde! See you soon!
Agneya
50 Jahre Großes
Manifest der Kunst
Hiermit erkläre ich alles, was mir in die
Quere kommt, mit Haut und Haaren, Ross und Reiter,
Mann und Maus, Onkel und Tante, über Stock
und Stein, zu Kunst. Überhaupt ist alles
was man
bewusst betrachtet Kunst: Jeder Frosch, das Gras,
die Wolken. Auch unser Leben. Y.Fongi 1970
Ich erkläre hiermit dieses Sommerfest zum
Kunstwerk.
Sommerhighlight Nr. 1 : Blue
Aunty
Freunde, besonders die jungen, ich möchte
euch an ein unvorhergesehenes Ereignis erinnern.
Ereignisse haben es so an sich, dass sie sich
einfach so ereignen:
Die „blue aunty“, die blaue Tante, Oshos erster
blauer Rolls Royce, landete bei uns und bat um
Asyl und eine Garage. Natürlich sollte diese
solide, sicher, schön und hell gebaut sein,
denn Sie, die blaue Tante, ist im Oldtimeralter
und will nicht mehr verpflanzt werden. Also wurde
geplant, an die Turnhalle eine helle große
Rolls-Villa anzubauen und zugleich ein Schutzdach
vor der Turnhalle zu errichten, um die Grundmauer
des Kellers trocken zu halten. Dieses Vorhaben
löste Begeisterung und schnelles Handeln
aus:
Niri und Aklank holten Bäume aus dem Wald
. Natürlich nicht mit Wurzel sondern abgesägt,
gelagert, mobiles Sägewerk geholt, die errechneten
Balken und Bretter gesägt, 250 qm Dachschindeln
besorgt, Kies, Zement, Ziegelstein und Sand für
Mörtel angefahren, Statik berechnet etc.
Jetzt werden die Hölzer gehobelt, abgebunden
und aufgestellt. Da Oshostadt für immer ein
Platz für Sannyasin bleiben soll haben wir
alle hier über Jahre uneigennützig Arbeit
und Geld investiert. Der Verein pflegt die Idee
und ermöglicht Kreativität. Mitglieder:
Künstler, Spinner, Esoteriker, Heilige, Hellseher,
Vegetarier, Schwiegereltern, alles Leute, die
mit Geld nicht umgehen können und Katastrophen
verursachen könnten. Wegen dieser Gefahr
haben wir zur gegenseitigen Kontrolle die Schwan-GmbH
.
Nun suchen wir Helfer für den Bau der Garage.
Auch sind wir dankbar für neue Kommunarden
und für temporäre Hilfe für Büro,
Verwaltung, Küche, Garten und überhaupt.
Ich hoffe, dass ein paar Motivierte kommen, denn
es gibt Sannyasins, die es gut finden, wenn Oshostadt
Bestand hat und Oshos Vision mit ihm teilen möchten.
Bisher ist alles unser Eigentum, wir haben keine
Schulden, eigene Quelle, eigene Gärtnerei,
Traktoren, 20 Häuser und tausend Dinge, die
eine Stadt wohl braucht.

Falls dieser Versuch einer Massenmobilisierung
nicht gezündet hat holen wir Oshos Ratschlag
ein. Auf jeden Fall wird die Atmosphäre am
Bau geprägt sein von einer einmaligen Stimmung
und munteren Fortsetzungen in nächtlichen
Träumen. Ihr könnt ja mal einen Vorschlag
machen wie wir die nötigen Helfer herbeizaubern!
Ich könnte einen kostenlosen Vortrag über
“Faulheit und Fleiß“ halten, oder zu Kaffe
mit leckrem Erdbeerkuchen einladen.
Nr. 2: Pausen sollten
so oft und so perfekt wie möglich ausgeführt
werden, denn sie sind das Spiegelbild der Arbeit,
das Spielfeld der Innovation und zeugen von der
großen, geistigen Kraft eines Meisters,
eines Sannyasin, sagt man. Oftmals werden Pausen
zum Arbeiten benutzt, und in der Arbeitszeit wird
geruht. Dies ist von Grund auf falsch, denn ein
bisschen Arbeit sollte man sich schon gönnen.
Manche sind sogar so scharf auf Arbeit, dass sie
dafür Kopf und Kragen riskieren. Man könnte
sogar Pausenluft in Tüten verkaufen. Es kommt
auf die Werbung an. Pausenbrot und Lila Pause
verkaufen sich gut. Die Menschheit braucht Pausen,
weil ihr Kreativität fehlt. Der Mensch braucht
Kreativität, weil ihm Gelassenheit fehlt.
Der Mensch braucht Gelassenheit, weil er keine
Pausen macht. Er sollte mal Pause machen um nachzudenken.
Wenn es auch gegen die Natur geschäftiger
Affen ist, wenn es auch noch so schwer und fast
unmenschlich ist: Pausen muss man selber machen,
sie werden einem nicht geschenkt. Hier hätten
wir wieder ein schönes Beispiel: Das Gras
wächst by itself. Wie schön. Aber es
macht nicht Pause by itself, die müssen wir
schon selbst machen. In der Regel sollte man darüber
hinaus die Reihenfolge von Beginn und Ende in
der folgerichtigen Reihenfolge erfolgen lassen:
Zuerst den Keller und die Fundamente, dann das
Dach, d.h. zuerst die Pause, dann der Feierabend.
Nicht umgekehrt. In der Pause könnte man
an der wichtigsten Arbeit arbeiten: mind umwandeln
in Gelassenheit und Kreativität.
Diesen Weg empfehle ich, weil die Befreiung vom
Ego sehr nützlich sein kann und Vertrauen
und Gelassenheit entsteht. Am Ausbau der Rolls
Royce Garage können viel mehr Helfer helfen,
denn es ist ja im Interesse aller Fans. Ab sofort
wünschten wir uns ganz dringend Zuwendung
und Hilfe.
Sommerhighlight Nr. 3 Kunst
Kunst Kunst
a) Oshostadt hat viele Ateliers und Werkstätten
für Gastkünstler und einen ehemaligen
Kunstprofessor Shunyam, der die Kunstseminare
begleitet.
b) Das Sommersymposium in der benachbarten Eisengießerei
welches finanziert und gesponsert wird von Banken,
Bertelsmann-Verlag. Wir stellen Unterkunft für
die internationalen Teilnehmer
Sommerhighlight Nr.4 Musik
Musik Musik
a) Noch älter als die Oshostadt ist die Erfindung
der Y-Musik, auf selbstgebauten Instrumenten,
Fongilinen genannt. Sie haben nur Edelstahlseiten
ohne Toneinteilung. Die Töne müssen
erfühlt werden. Ich habe die Fongilinen ca.
1970 gebaut. Chris Price war beteiligt und P.M.
Hamel steuerte einen schnarrenden von ihm gebauten
Bass bei. Dieses Happening wurde in vielen Museen
zur Belebung der grauen Atmosphäre aufgeführt.
3 Tage und Nächte lang ohne Unterbrechung
stiegen Besucher ein und aus, und fanden nach
ausführlicher Emotionsentladung schließlich
zu einem gemeinschaftlichen Klang. Für dieses
Happening hatte Henry Schneider und die Festspielleitung
des Gewandhausorchesters Leipzig uns einen Saal
der Schule kostenlos zur Verfügung gestellt.
Diese Fongilinen haben wir neu gebaut und bieten
sie während unseres Festivals täglich
für jedermann an !!!
b) Der Pianist Thomas Meixner spielt öfter
spontan, sooft er kann mehrere Male ohne festen
Termin. Er war hier schon oft im Steineladen und
hat schöne Steine gekauft aber nichts davon
erwähnt, dass er ein super Pianist ist. Ich
erkenne solche Genies an der Nasenspitze und bat
ihn sofort an den Flügel. Er merkte bescheiden
an, dass er seit Jahren nicht öffentlich
aufgetreten sei. Ich hielt ihm entgegen das Horowitz
sich 20 Jahre nicht hat sehen lassen. Aber dann
. . . . mein lieber Mann . . . . Er war erfreut
und spielte mich und andere in den Himmel der
Musikextase. Nie habe ich so einen rauschenden
Chopin gehört. Er wird öfter spielen
und hat große Lust dass wir davon eine CD
aufnehmen und einen Filmmitschnitt davon machen.
Wann er spielt wird spontan entschieden.
c) Auch Asupta und Bodhi sowie Vidatha aus Wien,
unsere wunderschönen Pianistinnen, kommen
und spielen auch noch ohne festen Termin. Es wird
ein rauschendes Festival. Asupta spielt Mozart
und Bach begleitet von einem Orchester vom Band.
Ich freue mich sehr.
d) Eine Überraschung gibt es schon zu Anfang
des Festivals. Eine neue interessante Musikgruppe
“die Firefly`s“ die uns sehr gut gefällt,
und die an uns interessiert sind, wird eine Art
Rock/Pop-Musik spielen .
e) Ein Überraschung für mich persönlich
: Sigari schenkte mir eine CD von Horowitz. Er
hatte doch in Hamburg sein letztes Konzert und
die CD kam gerade jetzt heraus. Die Verbindung
zu mir: Ich war in diesem Konzert und schwebte
im 12. Himmel, so brillant wie noch nie und wie
keiner spielte der alte Herr. Und hier ein Beispiel
für: der Letzte wird der Erste sein. Vor
mir war eine lange Schlange von tausend Leuten.
Ich der Letzte. Wie immer. Da kam einer, der einzige,
der eine Karte verkaufen wollte. Da war ich der
Erste. Kapito? Zum Dank schenkte ich ihm einen
Bergkristall. Monate danach verstarb er.
f) Durch Siddharthas alte Verbindungen haben wir
von der Firma Paiste ein Riesenpaket mit Schlaginstrumenten
gestiftet bekommen. Dieses wird wohl während
unseres Sommerfestes eintreffen.
Sommerhighlight Nr. 5
Unsere Parkanlage hatte ich schon vor dem
Kauf der Zschachenmühle im Geiste angelegt:
einen Fluss, einen Teich, Springbrunnen, ein Alpin-Garten,
große abgerollte Findlinge und Natur, Goldfische,
Pfauen, Perlhühner, Gemüse, Obst, Rosen
und Meditationsplätze wie “Zen-Walk, Meer
der Unbewusstheit“, Blumen, Sträucher, Bäume
. . . . Nach jetzt 15 Jahren hat sich die Anlage
zu einer paradiesischen Pracht entwickelt und
uns, unseren Freunden und Besuchern sowie Touristen,
Gruppen und Motorrad-Safaris in Entzücken
versetzt.. Hotels und Pensionen schicken ihre
Urlaubsgäste zu uns und das Beste: unser
Park ist aufgenommen unter die zehn besten Privatgärten
von Thüringen, wird in Zeitungsberichten
mit Besucherempfehlung groß empfohlen und
sogar ein Eintrittspreis, der auch vom Bund und
Gemeinde und Touristikverbänden für
uns festgelegt und voraus bezahlt wird. Der offene
Gartenschautag hatte 250 Besucher .
Sommerhighlight Nr. 6
Und hier die Sensation des Sommers: die Polizei
wird am 2. September mit über 50 Mann zu
uns kommen um die Zschachenmühlen-Wunder
anzuschauen. Das sind die Museen für Mineralien,
edle Kristalle, historische landwirtschaftliche
Geräte und die Kunstgalerie. Von hier aus
wollen sie in den Wald unseren Bahnhof anschauen
und über den Rennsteig auf den Spuren Goethes
nach Weimar.
Kuriosität: Wir waren in den 60er Jahren
harte Gegner und jetzt sind wir freundliche Menschen.
Gruß, Siddhartha
Zum Schluss möchte ich noch
über Karin schreiben. Einen Bericht von ihr
über ihren Aufenthalt in Oshostadt findet
ihr am Ende dieses Rundbriefes Sie ist die Mutter
von Mandir und alle, die sie neu kennen lernen,
wundern sich, dass Mandir so eine junge Mutter
hat, was meiner Meinung nach mit auf ihr offenes,
freundliches Wesen zurückzuführen ist.
Sie besucht diese Commune schon viele Jahre regelmäßig,
war auch gerade wieder da, mit uns in Stelzen,
bei der Gartenarbeit, in der Küche und auch
in Weitisberga schwimmen. Kennt ihr das Bad in
Weitisberga schon? Liegt ca. 5 km von hier mit
wunderschöner Aussicht auf dem Berg, hat
permanent Frischwasserzufuhr mit reinem, klaren
Bergwasser und ist nie überlaufen. Ein Genuss,
dort schwimmen zu gehen!
Hier Karins Bericht:
. . .Tapetenwechsel, in 3,5 Stunden von
Berlin für 2 Wochen in die Zschachenmühle.
Aklang steht am Bahnhof um mich abzuholen – ich
freue mich angekommen zu sein. Ich. Werde herzlich
von Siddhartha begrüßt. Alle Anderen
sind bei einem Musikfestival in Stelzen. Ein ganzes
Dorf macht da auf die eine oder andere Art mit.
Der Festival-Veranstalter Henry Schneider spielt
im Gewandhausorchester eine erste Geige und bringt
ca. 5o Kollegen mit. Am Sonntag gibt es ein Abschlusskonzert
mit Alphorn und Dudelsack. Da muss ich unbedingt
hin. Habe ein gemütliches Zimmer in der Villa,
mit einem gemütlichen Kuschelbett. Abends
freue ich mich auf Sigari und die Anderen. Mein
Sohn Mandir schläft vor Ort und bewacht die
Schätze und Instrumente. Schlafe ganz wunderbar
und fahre am Samstag mit nach Stelzen bei Reuth.
Siddhartha und zwei Besucherinnen kommen auch
mit. Vor einer ehemaligen Schule zwei riesige
Schrottfiguren - Musiker und Dirigent. In der
Schule die wunderbare Welt der Kristalle, Mandir
mit selbstgebauten Klanginstrumenten und Agnea
legt die Tarot-Karten. Der Andrang ist zeitweise
sehr groß. In der einzigen Wirtschaft in
Stelzen gibt es Wild und selbst aufgezogene Flugenten
mit Thüringer Klößen und Rotkraut
sehr köstlich - ein Bierchen dazu schmeckt
- wir können draußen sitzen und schnuppern
Biergartenatmosphäre. Nun aber rauf auf den
Berg - dort findet das eigentliche Fest statt.
Auf dem Weg nach oben, begegnen uns Mandirs Schrottfiguren.
Auf dem Festplatz dann Kaffee, Kuchen, Wurst und
Bier und viele freundlich gestimmte Menschen.
Um 15.00h spielen Zigeuner auf, in der Scheune
ein Konzert. Das Gewandhausorchester spielt Tschaikowsky.
Unten in der Schule helfe ich Sigari beim Steineverkauf.
Falle abends todmüde ins Bett. Am Sonntag
bin ich wieder dabei. Das Abschlusskonzert habe
ich sehr genossen - die Musiker mitten unter uns
( es gibt noch keine Bühne ) ein Ohrenschmaus
z.B. Tschaikowskis Violinenkonzert. Erwartet habe
ich Natur pur und jetzt auch noch Kultur....wow
!
Das Wetter wird jetzt richtig schön und ich
genieße den wunderbaren Garten.
Am Teich treffe ich auf eine kleine Wasserschlange…….habe
sie beim Sonnen gestört. Schaue den Fröschen
und Goldfischen vom Bänklein aus zu - werde
müde und strecke mich aus . In Nullkomma-nichts
bin ich eingeschlafen. Das passiert mir nicht
so oft.
Ach ja und das gute Essen - das esse ich manchmal
mehr als mir gut tut. Wenn Chesta Erdbeertorte
backt kann kein Mensch widerstehen - so köstlich
ist der. Manchmal gibt es auch selbstgebackenes
Brot - hm hm sehr lecker !
Es wird nicht so viel geplant, doch es passieren
ständig nette Dinge: wir gehen ins Schwimmbad,
am Abend ein Lagerfeuer und mehr. Ab und zu gehe
ich in die WhiteRobe - schlafe leider immer ein
bisschen ein - peinlich !
Bin danach immer sehr entspannt. Ansonsten helfe
ich in der Küche und im Garten. So sind die
10 Tage ganz schnell vergangen und der Abschied
naht. Komme erfrischt nach Berlin zurück."
Du hast dich erholt" meint Friedrich, der
mich vom Bahnhof abholt. Hätte noch einiges
zu erzählen - z.B. vom Sägewerk, doch
dann finde ich keine Ende.
Liebe Grüße Karin
PS. : ……die Glühwürmchen
habe ich vergessen – in der Zschachenmühle
tanzen die Glühwürmchen um das Lagerfeuer.
Rundbrief
Winter 2008-09:
Liebe Freunde,
schon nähern wir uns wieder mit Riesenschritten
der Wintersonnenwende und es ist Zeit für
einen Rückblick auf das alte Jahr. Wir hier
auf dem Land leben eng mit der Natur verbunden
und so möchte ich euch als erstes von Bipperlle
erzählen, unserem Pfauenbaby. Nachdem an
einem schönen Vorfrühlingstag zwei junge
Hunde, die sich in einem der nahegelegenen Dörfer
losgerissen hatten – sie erinnerten mich von der
Energie her an die indischen Wildhunde – über
unser Gelände gefegt waren und unsere Vogelschar
dezimiert hatten, war neben einer kläglichen
Anzahl von Perlhühnern von den Pfauen nur
Lucrezia übergeblieben, eine majestätische
Pfauenfrau. Mandir besorgte uns durch seine Verbindung
mit dem Zoo in Hof einen sehr jungen Pfauenmann,
der sich in seiner Anhänglichkeit an Menschen
zwar etwas gestört verhält, aber seiner
biologischen Aufgabe bereits in diesem Sommer
eifrig nachkam, sodass wir bald darauf an Lucrezia
das typische Brutverhalten beobachten konnten.
Wir waren in Sorge, dass sie nicht irgendwo im
Wald im Dickicht brütet und von Fuchs oder
Marder gerissen wird, was mit einigen ihrer Vorgängerinnen
schon passiert war, doch siehe an! Sie ließ
sich auf dem Dach des kleinen Häuschens bei
Cheshta´s Wohnwagen nieder und blieb dort
schwer und geduldig sitzen. Bei Wind und Wetter
rührte sie sich wochenlang nicht von der
Stelle; lediglich um etwas Nahrung zu sich zu
nehmen, verließ sie alle paar Tage für
einige Minuten das Nest.
Eines Tages war das Nest leer. Einige zerbrochene
Eierschalen lagen auf dem Boden und als ich Gunageet
traf , sagte sie mit leuchtenden Augen: „Hast
du schon gesehen? Wir haben ein Pfauenbaby!“ Tatsächlich
hatte eins überlebt, war wundersamerweise
aus dem andertlalb Meter hoch gelegenen Nest sicher
auf dem Boden gelandet und spazierte nun winzig
klein und unendlich zart in perfekter Symbiose
mit seiner Mutter durch die Gegend. Heute ist
sie schon fast nicht mehr von Lucrezia zu unterscheiden,
so gut hat sie sich dank Gunageet´s einfühlsamer
Betreuung entwickelt.*
Tja! Und was gibt es im Rückblick noch zu
berichten? Wir haben uns täglich zum Meeting
getroffen, haben einiges gebaut und geplanzt,
haben Holz und Musik gemacht, haben unsere Geburtstage
gefeiert und meditiert – alles, was man so macht
im Leben. Wir haben zwei neue Communemitglieder:
Jürgen und Raiyaj und Anfang nächsten
Jahres will Niseema einziehen. Das Sommerfest
war mal wieder ein echtes Highlight und kurz danach
hat uns die Existenz ein weiteres Highlight beschert:
die Ankunft der „Blue Auntie“ (s. nachfolgende
Artikel)
Jetzt, Anfang Dezember, hat der Winter bei uns
Einzug gehalten mit Schnee und Eis und Kälte.
Vorgestern abend, während des ersten großen
Scheeeinfalls, gab es einen langen Stau vor der
Villa. Ein Lastwagen war auf dem Berg hoch nach
Ruppersdorf umgekippt und überhaupt haben
die großen Holzlaster im wahrsten Sinne
des Wortes die Kurve nicht gekriegt. Es dauerte
Stunden, bis die Schneeräumer kamen und Siddhartha
taperte aufgeregt wie ein Kind hin und her - vom
Küchenfenster in´s Büro und zur
Eingangstür nach draußen - um das Geschehen
zu beobachten. „Wie gut, dass wir hier wohnen!
Wie gut, dass wir hier wohnen und nicht im Schnee
steckengeblieben sind“, jubelte er unaufhörlich
, so d ass ich lachen musste.
So, jetzt bleibt mir nur noch, euch recht zahlreich
zu Weihnachten und Sylvester einzuladen. Es haben
sich schon alte und neue Freunde angemeldet und
wir werden die Zeit wieder gemeinsam in Frieden,
Freude und Liebe verbringen. Am 31. Dezember wird
„Blue Auntie“ feierlich der Öffentlichkeit
präsentiert und am 2. Januar 2009 hat unser
Chief Geburtstag. Wer weiß, wie oft wir
das noch zusammen erleben werden!

* Die letzte News: Von Freunden haben wir heute
ein Pfauenpaar geschenkt bekommen!
Alles Liebe von uns aus Oshostadt, Agneya
Hier die Artikel von Siddhartha und Sagar
über
“Blue Auntie“ :
Ein bisschen Nostalgie kann nicht schaden
Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass ich zum
ersten Mal in USA war und Erstaunliches gesehen
und erlebt habe: Wolkenkratzer, Indianer, Wasserfälle,
Cowboys, Grand Canyon etc. Aber das Schönste
an den USA war für mich Osho’s Driveby. Das
nennt man so, wenn Osho im Rolls Royce vorbei
fährt. Dann ist die staubige Straße
nach Antelope von 10.000 Sannyasins besäumt.
Das rote Band schlängelt sich in weiten Windungen
um die Bergfüße herum. Wenn Osho kommt,
im Rolls Royce, steht man andächtig da, die
Hände vor der Nase zum Namasté aneinander
gelegt.
Eines Tages – und man kann mit Fug und Recht „eines
schönen Tages“ sagen – sah Osho jemanden,
der dezent mit einer Flöte in der Hand sich
verstecken wollte. Er hielt an, fragte, ob er
denn „Lustig ist das Zigeunerleben“ spielen könne.
Er solle es doch bitte tun, die Luft brauche Musik
und Frohsinn. Von da an war der Driveby wie ein
New Orleans – Dixieland - Festival.
Im Übrigen hebt Osho nur eine Hand, d.h.
er grüßt ein halbes Namasté.
Wenn er beide Hände vom Lenkrad nähme,
könnte er in den Straßengraben fahren.
Aber in dem Falle lenkt er wohl mit dem Geiste,
den Knien oder der dritten Hand.
Manchmal hält er spontan an, fragt, wie das
Wetter sei oder reicht ein kleines Geschenk raus.
Ein Swami bekam einen Hampelmann, ein Baby einen
Schnuller, eine alte Frau ein Kissen.
Ich bekam den schwarzen Schlapphut, den jeder
bestaunte. Osho hatte sicher gedacht, dass es
wohl besser sei, dass die Sonne meinen letzen
Rest von Hirn nicht auch noch wegbrennen könne!
Vor Schreck konnte ich nicht mal Danke sagen,
sondern nur noch verschreckt seiner Staubwolke
nachschauen.
Die Geschenke wurden ihm jeweils aus dem Fond
des Wagens von Nandan, Gyan oder wer ihn gerade
begleitete, vorgereicht. Ich hätte nur allzugern
im Fond des Wagens gesessen und die gekühlte
Luft genossen. Dann würde ich mich lässig
zurücklehnen und denen, die in lähmender
Hitze am Straßenrand stehen, Frischluft
zufächeln.
Während ich seiner Staubwolke nachschaute,
verfiel ich in einen Traum, in dem ich ein blaues
Wunder erlebte. Osho ließ das Fenster runter,
sagte: “Hallo, Siddhartha“ und fragte, ob ich
diesen Rolls Royce haben wolle. Erstaunt sagte
ich: “Yes, Osho.“ Später im Cafe Devateerth
erzählte mit Sagar von einem Traum, in welchem
er den anderen blauen Rolls Royce erhalten habe.
Weil es nun aber nur einen blauen gibt, werden
wir ihn wohl jetzt – 30 Jahre später – teilen
müssen.
Meist arbeitete ich in Antelope, im Garten Riktas.
Da waren nur etwa zehn Leute am Straßenrand.
Eine riesige Staubwolke kündigte ihn an,
er kam mit beängstigendem Tempo um die letze
Biegung des Feldweges.
Eines schönen Tages geriet er in eine Geschwindigkeitskontrolle
auf der Straße nach Bent, wohin man anfänglich
zum Telefonieren fuhr, da man auf der Ranch vom
CIA abgehört wurde. Man fragte, warum er
so schnell fahre.
Er sagte, weil sein Telefon in Bent läuten
täte!
Ich selbst empfinde mich als Fossil und stehe,
wie andere Fossilien auch, souverän über
jedem Versuch, die Zeit in drei kleine Dosen zu
pressen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft.
Als gelernter Sannyasin weiß ich, dass OSHO
never died, immer bei uns war und sein wird. Das
würde nicht bedeuten, dass er Hier und Jetzt
nicht vorhanden wäre. Er ist trotzdem da.
Ebenso wären Vergangenheit und Zukunft nicht
Nichts, bloß weil die Gegenwart Gegenwart
ist. Ist denn ein Gegenstand, z.B. ein Teelöffel
oder ein Rolls Royce in der Gegenwart verschwunden,
bloß weil er in der Vergangenheit schon
war? Kompliziert!
Nein! Es sind alle drei Seiten vereint. So ist
man was man ist und das ganz und gar, und nicht
dreiteilig. So ist die Vergangenheit zugleich
Zukunft und Gegenwart, ein Rolls Royce war, ist
und bleibt ein Rolls Royce und nicht´s weiter.
Diese Theorie ist sehr einfach, aber dennoch undurchsichtig.
Sie ist mehr praktische Philosofie, die helfen
soll, das Problem der Abhängigkeit, des Minds,
den festgerosteten Meinungen und konditionierten
Reaktionen zu begegnen. Nehmen wir jenen Teelöffel
oder jenen Rolls Royce als Beispiel. Ein Teelöffel
ist ein Teelöffel und kein Rolls Royce und
ein Rolls Royce ist kein Teelöffel, sondern
nur ein Rolls Royce.
Wir haben ein solches Auto, welches kein Teelöffel
ist, geschenkt und hergefahren bekommen. Wir waren
zwar sehr überrascht, aber auch sehr entzückt
und haben sofort begonnen, eine schöne Behausung
für sie zu planen. Er ist nämlich eine
Sie. Diese alte Dame, Baujahr 82, ist schön
blau, gut gepflegt und fährt rasant. Diese
Oldtimerin war OSHO´s erster Rolls Royce.
Wie sie zu uns kam? Auf der Autobahn. Teamarbeit
von vier alten Sannyasinfreunden: Navanit, der
für sie einen würdigen Platz suchte,
Haridas, der uns davon berichtete, Proper Sagar,
der sich dafür einsetzte und ich, der darüber
nachdachte, wie man extremen Reaktionen vorgreifen
könne.
Auf viele verschiedene Reaktionen sind wir gefasst.
Hier sind einige: „Ihr dämlichen Reliquiensammler!“,
„Oh, ich möchte in ihm schlafen…“, „Ich bete
ihn an!“, „Darf ich ihn küssen und waschen?“,
„Ihr kapitalistischen Angeber!“, „Ihr Fetischhalter!“,
„Seine Heiligkeit!“, „Sein Schrotthaufen!“.
Bitte schreibt uns, wenn euch noch andere Meinungen
einfallen. Am einfachsten ist, man sagt nur „AHA“.
Wir selbst, wir denken wie gesagt einfach: Ein
Rolls Royce ist ein Rolls Royce ist ein Rolls
Royce…. Nicht mehr und nicht weniger.
Am 31. Dez. 2008 werden wir ihn präsentieren.
Nicht vorher und nicht nachher. Siddhartha

Mit dem Waschleder in der Hand stehe ich vor dieser
gewaltigen, himmelblauen, fünfeinhalb Meter
langen Limousine, die in makellosem Zustand zu
uns gekommen ist und erlaube mir kurz, aus dem
Hier und Jetzt in die Vergangenheit zu schweifen:
Damals - vor fast exakt 25 Jahren auf der Ranch
- war ich mal wieder mit meinem großen Kipper-Truck
stecken geblieben; dieses Mal in Desetherata bei
einer scharfen Kurve auf dem Weg nach Antelope.
Es war bitterkalt. Ich fühlte mich wie ein
Häufchen Elend und fragte mich, was ich hier
über-haupt zu suchen hatte. Dann erinnerte
ich mich, dass es 14:00 Uhr war und eigentlich
Zeit für Osho´s Drive. Er musste ja
hier vorbei! So stand ich da allein, schlotternd,
wie in der Ewigkeit und wartete. Dicke Schneeflocken
reduzierten die Sicht auf 50 m. Und dann - ganz
plötzlich - war Osho da in einem Wirbel von
blau und weiß. Er fuhr langsam in die Kurve;
ein göttliches Lächeln und Winken. Eine
heiße Welle schoss durch mein Herz. Tränenüberströmt
stieg ich wieder hinauf in meinen "Red Baron"
und machte weiter mit frischem Mut und frischer
Tat.
Osho fuhr 6000 Meilen in diesem Corniche Rolls
Royce, der viel länger ist als der gewöhnliche
Rolls. Er war ja auch der einzige auf der Ranch
für lange Zeit. Als später mehr und
mehr Rolls dazukamen, hörte ich aus Sheelas
Kreisen, dass Osho gesagt haben soll, dass "Proper
Sagar", der proper Englishman, doch auch
einen proper Rolls Royce
haben sollte. Sheela soll entsetzt reagiert und
gesagt haben, dass das doch unmöglich wäre,
denn "was könnten wir Dir denn danach
noch anbieten?" Die Idee wurde nicht weiter
verfolgt und Osho hatte Seinen Spaß.
Jetzt ist der Wagen hier in Oshostadt, auf einem
"proper place". Wir werden eine gläserne
Garage bauen, so dass Besucher den Wagen besichtigen
können. Ich werde liebevoll für "Blue
Auntie" sorgen - so, als ob Osho zu jeder
Zeit rauskommen könnte, für einen kleinen
Drive durch die schöne Thüringer Landschaft,
die Er bestimmt genossen hätte. Sagar
Und als Nächstes kommt ein Beitrag
von Jürgen, der seit einem halben Jahr bei
uns wohnt:
Durch einen Regenbogen in eine neue Welt.
Ja, irgendwie begann alles damit, dass ich einen
Text von Osho gelesen habe, der von der falschen
Münze der Liebe handelte, die wir Menschen
ständig mit uns rumtragen, weil wir irrtümlicherweise
etwas für Liebe halten, was keine ist. Ich
sprach diesen Text zu einer schönen selbstkomponierten
Hintergrundmusik ein,und verschenkte diese CD
an mehrere Freunde und Bekannte in einem Single-Club.Es
war so etwas wie eine Abschieds-CD, denn ich hatte
meine letzte Lebensgefährtin durch diesen
Single-Club,den ich selbst geründet hatte,
kennengelernt. Die Beziehung war gescheitert und
meine Enttäuschung war riesengroß.
Der Text von Osho gefiel mir sehr gut, weil er
einfach die Wahrheit traf und das, was die meisten
Menschen als Liebe bezeichnen würden ad absurdum
führte. Ich fühlte schon lange so, denn
Jahre zuvor hatte ich meine eigene spirituelle
Begegnung mit einer nie zuvor gekannten oder auch
nur erahnten Form von Liebe, die alles in den
Schatten stellte, was ich bis dahin unter Liebe
verstanden, gefühlt oder erfahren habe. Die
köstlich frische neue Liebe, wenn man verliebt
ist oder den passenden Partner gefunden hat, die
Liebe zu den Eltern, den Geschwistern, guten Freunden,
die Liebe zur Natur, zu netten, symphatischen
Menschen, zu Tieren, zur Musik und Kunst. All
das kannte ich, und dachte wie viele anderen Menschen
auch, dass das schon das ewig gültige und
letztendliche Potenzial der Liebe eines Menschen
auf diesem Planeten sei. Mein kurzer Ausflug (Satori,
Glimpse, Offenbarung,wie auch immer man es nennen
mag) in eine höhere Wahrheit des mir Bekannten,
belehrte mich eines besseren. Ich lernte die bedingungslose
Liebe kennen, nicht etwa so, dass ich ihr gegenüber
stand und sie sich mir als diese vorstellte: Sie
als die grandioseste und erhabenste Liebe überhaupt,
und ich als ein nur trauriger, schattenhafter,
grauer Abglanz ihrer selbst. Nein! Ich war “umzingelt“
von ihr , sie floss in mich hinein bis auch die
letzte Zelle , die ich noch als mein “Ich“ hätte
bezeichnen können, von ihr erobert worden
war. Da existierten nur noch diese unaussprechliche,
unsägliche Liebe und “ich“ als
E I N S , wobei mir dann aufging dass ich diese
unaussprechbare Liebe bin. That`s, what I really
am. Heute weiß ich, was mit dem Lachen der
Buddhas gemeint ist. Ich kann nachvollziehen warum
sie lachen. Und ich selbst habe nach diesem Erlebnis
nur noch vor Freude und Erleichterung viele viele
Freudentränen geweint. Nun endlich war ich
der Notwendigkeit des Glaubens bar. Ich wusste
einfach wer oder was ich wirklich bin. Besser
: Ich war für eine kurze Zeit ICH SELBST.
In dem Seinszustand den ich “erlebte“ gab es nur
diese grandiose, majestätische Liebe. Liebe,
ohne ein Objekt der Liebe. Absolute Liebe ohne
Grund (Liebe genügt sich selbst !). Nach
dem Erlebnis fühlte ich mich an Nahtodberichte,
die ich gelesen hatte, erinnert, die von einer
nie gekannten Herrlichkeit und Intensität
von Liebe berichteten.Das also war mein Stand
der Dinge, bevor ich auf Osho-Stadt aufmerksam
wurde. Eines war klar, ich konnte mit dem, was
die Menschen um mich herum als Liebe bezeichneten,
nicht mehr so recht klarkommen. Ich wusste nun
definitiv, dass Osho die Wahrheit sagte, wenn
er die “übliche“ menschliche Liebe (die Liebe
des Ego) als “Falschgeld“ bezeichnet. Weiterhin
sagt er auch, dass wir uns in der Regel nicht
einmal dessen bewusst sind, dass wir diese falsche
Münze mit uns rumtragen.Mir war auf jeden
Fall klar, dass ich es in der Stadt - im Getriebe
der Gesellschaft - weiterhin mit viel unechter
Liebe zu tun haben würde und das Scheitern
der letzten Beziehung war dann nur noch das I-Tüpfelchen
welches fehlte, um eine Krise (meine zweite!)
in meinem Leben auszulösen , die nicht von
schlechten Eltern war!
Nachdem ich anfänglich zuerst Trost , Liebe
und Wärme in Alkohol oder Tabletten suchte
(natürlich ohne Erfolg), brachte mich erst
ein totaler Zusammenbruch auf den Weg. Noch während
einer Therapie/Reha-Maßnahme begann ich
mir Gedanken zu machen, wie mein Leben nun weitergehen
sollte.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass, wenn
ich weiter so leben würde wie bisher, sich
alles nur wiederholen würde, die Herausforderungen,
die Siege und Niederlagen, “die Liebesbeziehungen“
, einfach alles. Also suchte ich insgeheim nach
einer neuen Lebensform, einer neuen Lebensqualität,
ja eigentlich nach einem gänzlich neuen Leben.
Da ich es satt hatte, nach einer gescheiterten
Beziehung mich wieder einsam und allein zu fühlen,
schaute ich mich nach Alternativen um, wobei sich
mir nur 2 boten; Wohngemeinschaften oder Kommunen.
Also machte ich mich noch während meiner
Reha-Maßnahme mit Hilfe des Internets kundig,
welche Möglichkeiten sich in unserem Land
boten. Kommunen gab es doch mehr als ich dachte,
doch viele waren linkspolitisch oder auf ökonomisches
Leben ausgerichtet. Spirituelle Kommunen gab es
nur eine Handvoll. Bevor ich die Reha-Maßnahme
antrat, hatte ich mir noch ein Buch von Osho gekauft:
( Liebe / Freiheit / Alleinsein), weil ich mehr
über diesen Erleuchteten erfahren wollte.
Wie erstaunt war ich doch, als ich bei den wenigen
spirituellen Kommunen die es gab, eine fand die
sich Osho-Stadt nannte. Also schaute ich mir als
erstes die tollen Fotos an, von den Menschen,
dem großen Garten, der Natur, den Gebäuden
und Kunstwerken. Irgendwie hatte ich das Gefühl,
dass das Leben in einer solchen Kommune ein Abenteuer,
eine Herausforderung , auf jeden Fall aber etwas
gänzlich Neues für mich bereithalten
könnte. Mutig rief ich also dort an, wo ich
heute wohne und hatte Siddhartha am Telefon. Siddharthas
Art mit jemanden zu telefonieren / kommunizieren
war irgendwie herzerfrischend für mich, denn
er lachte viel am Telefon, wenn er seine Sicht
der Dinge, sein Weltbild darlegte und mir erklärte,
was Sannyasin sein bedeutet. Insgesamt telefonierten
wir 3 mal und ich fuhr im Winter 2007, direkt
nach Beendigung meiner Reha, mit der Bahn mitten
durch einen großen, wunderschönen Regenbogen
hindurch (ca.15 Minuten vor Erreichen der Zschachenmühle)
einer möglichen neuen Heimat entgegen. Ich
verbrachte in 2007 etwa 6 Wochen in der Zschachenmühle.
Es fühlte sich für mich unheimlich gut
an, den ganzen Tag Leute um mich herum zu haben.
Außerdem waren diese Personen nicht irgendwelche
“normalen“ Menschen, sondern nach und nach erfuhr
ich, dass jeder einzelne von ihnen eine ganz besondere
und zumeist spannende Lebensgeschichte erzählen
konnte. Es war offensichtlich, dass ich es mit
außergewöhnlichen Menschen zu tun hatte,
die ihre Bestimmung abseits der großen Masse
gefunden hatte. Was mich anfangs schon etwas störte,
war das vegetarische Essen, nicht dass es mir
nicht schmeckte: Nein,im Gegenteil, es schmeckte
verblüffend gut. Nur der Gedanke auf Dauer
überhaupt kein Fleisch mehr zu essen war
für mich schon etwas befremdlich. Doch ich
vergass, dass auch ich ein Gewohnheitsmensch bin,
und die Gewohnheit 6 Wochen lang kein Fleisch
mehr zu essen, machte dann einen zufriedenen Vegetarier
aus mir, der sich heute ab und zu mal ein Bratwürstchen
auf der Hand beim Einkaufen gönnt. Das Sommerfest
2007 war für mich besonders beeindruckend,
weil so viele hervorragende Künstler und
ein sehr sympathisches Publikum für viel
Freude und Vergnügen sorgten. Ich empfinde
es immer als sehr angenehm,wenn Gäste (neue
oder alte) auftauchen, mit denen man sich unterhalten
oder auch etwas unternehmen kann. Kürzlich
ist die halbe Kommune mit Jagrati und Manfred
zu einer etwas weiter entfernten Therme gefahren,und
wir hatten einen superschönen Tag , der mit
einem leckeren Abendessen (mit Thüringer
Rostbratwurst) ausklang. Doch das, was mir am
allermeisten gut tut an diesem besonderem Platz
hier, ist die Stille der Natur, die Ruhe des Waldes,
das stetige Murmeln eines vorbeirauschenden Flüsschens
und auch die Stille und der Frieden den so ein
Buddhafeld mit sich bringt. Ich kann heute nicht
sagen, ob ich für immer hierbleiben möchte,
denn ich habe keinen Plan für die Zukunft,
ich spüre nur, dass es mir gut tut j e t
z t hier zu sein. Ich lerne im H i e r und J e
t z t zu sein. In der Stadt wäre die Versuchung
der Ablenkung von diesem einzig wahren Augenblick
für mich viel zu groß. Ich habe nach
einer schwierigen Zeit endlich wieder zu meiner
Mitte gefunden, habe angefangen mein 2. Buch zu
schreiben und wenn die Kommune in Kürze ein
neues Keyboard bekommt, werde ich auch musikalisch
wieder kreativ und produktiv sein. Ich jedenfalls
bin diesem Ort, den Menschen die hier mit mir
wohnen und auch Osho gegenüber voller Dankbarkeit.
Für mich ist die Zeit, die ich hier in der
Zschachenmühle verbringen kann, ein Geschenk
der Existenz. Mir wurde tatsächlich ein neues
Leben geschenkt. In“ Ein Kurs in Wundern “ findet
sich folgende Formulierung für diese Phase
in meinem Leben: Im Austausch für deine Welt
(die Welt des Schmerzes, des Leidens und der Anhaftung)
schenkt Gott dir eine neue Welt, die wirkliche
Welt. Zwar ist auch diese Welt immer noch ein
Traum (eine Illusion), jedoch wird dies ein glücklicherer
und luftigerer Traum, kein Alptraum mehr sein.Und
von diesem schöneren Traum aus ist es dann
angeblich leichter den letzten Schritt zur “Erlösung“
(Erleuchtung) zu vollziehen. Und den letzten Schritt
wird Gott selbst tun. . . . . .(Ich ahne, wie
das gemeint ist) Ich werde sehen. . .(oder auch
nicht).Ich jedenfalls wünsche Euch allen,
die ihr diese Zeilen hier lest frohe und besinnliche
Feiertage einen guten Rutsch ins neue Jahr (vielleicht
ja sogar hier bei uns) und wer weiss, vieleicht
sehen wir uns ja beim nächsten Sommerfest.
Alles Liebe und Gute wünscht Euch allen
Jürgen
Überraschungen jeder Art sind doch in Oshostadt
noch an der Tagesordnung. Gestern Nacht fand ich
ein hundert Jahre altes visonäres Gedicht
von einem Feuerwehrlehrling, der in der Zschachenmühle
seine Ausbildung absolviert hatte:
Zum Kameradschafts-Abend v.Kamerad Otto Wessel
1. Wenn man sich heute einmal unsere Welt beschaut
bekommt man unwillkürlich eine Gänsehaut.
Wenn man bedenkt, wie sich der Mensch vermehrt
auf Erden
fragt man entsetzt, wie soll das später nur
mal werden?
Schon jetzt ist ja das bisschen Erde viel zu klein
Ach Kinder, wie wird es in tausend Jahren sein?
2. In tausend Jahren ist die Erde stoppendvoll.
Da weiss kein Mensch mehr, wo er wohnen soll.
Es ist ein Kreuz, überfüllt sind alle
Räume,
man klettert nachts zum schlafen auf die Bäume,
und wer auch dort nicht Platz hat als bescheidner
Mann,
der schlägt nen Nagel in die Wand und hängt
sich dran.
3. In tausend Jahren hat sich unsere Landwirtschaft
längst anderweitig Kolonien angeschafft.
Die alte Erde ist zum wohnen nur geblieben
und gegenüber auf dem Mond, da baut man Rüben.
Und in der Milchstrasse, gleich vorne; Nr. 3
hat Bimmel-Bolle eine grosse Molkerei.
4. In tausend Jahren gibts kein Pferd mehr auf
der Welt.
Den letzten Gaul zeigt man im Zoo für schweres
Geld
und auch die Spatzen sind vom Schicksal hart betroffen,
seitdem’s nur noch Benzin gibt sind sie dauernd
besoffen.
Ach! klagt der Spatzenvater, Kinder gehts uns
mies,
uns fehlt der Apfelbaum im Erdenparadies!
5. In tausend Jahren kleidet man sich einfach,
schlicht.
Die vielen Stoffe, so wie heute, kennt man nicht.
Der Herr trägt nur Zylinder und ne Badehose
und seine Frau bedeckt sich stilvoll mit ner Rose,
So schreiten beide zum Theater dann hinab
and vorn am Eingang geben sie ihre Garderobe ab.
6. In tausend Jahren sind die Frauen schrecklich
dran.
Da kommen immer hundert Stück auf einen Mann.
Der Herr der Schöpfung fühlt als Sultan
der Türkei sich,
wenn man dran denkt, überläuft es einem
eisig.
Die hundert Frauen, ja, die hält man schliesslich
ab,
doch hundert Schwiegermütter, nee, da machste
schlapp.
7. In Zschachenmühle , ei verdammt, da ist
was los.
Da stürzen plötzlich auf uns neue 100
Lehrer los.
Um 6 gehts los, es ist kaum zu beschreiben
wie sie den Schlendrian aus unsern Knochen treiben.
Theorie und Praxis hagelt auf uns nun herab,
doch dabei brechen wir uns keine Verzierung ab!
8. Kopfjäger gab’s im Urwald noch vor hundert
Jahren.
Doch eine Neuigkeit sollt Ihr von mir erfahren.
In Zschachenmühle wütet ohn Erbarmen
Kopfjäger Räder, wehe auch dem Armen,
der in die Hände dieses Wütrigs fällt!
Dio einzige Rettung - zücke schnell Dein
Geld.
10. Der Lehrer Hatzky, das ist ne Kanone!
Und dessen Mundwerk, Mensch, das ist nicht ohne.
Den Schüler reisst's, wenn's los geht,
in den Knochen und manchem fängt’s im Kopfe
an zu kochen.
Doch in der rauhen Schale steckt ein guter Kern
und deshalb haben wir Schüler auch don Hatzky
gern.
Einladung zum Winterfest vom 20.12.08 – 6.1.09
Programmpunkte:
- Weihnachtsfest in der Family an Heiligabend
- Muneesh: Schwertschlucken und Qigong
- Vidata: Klassische Musik am Klavier
- Rolls Royce Enthüllung 31.12.08
- Sylvesterfeuer
- Singabend – Osholieder
- Tanzabende
- Talenteshow in der Tanzhalle
- Siddharthas Geburtstag 2.1.09
Wichtiger Hinweis für alle,
die mit dem Auto fahren! Folgt der B90: Wenn ihr
von Saalfeld kommt, ist das klar, aber wenn ihr
aus der anderen Richtung kommt, fahrt über
Lobenstein und Wurzbach und nicht über Eliasbrunn.
Das kann im Winter gefährlich sein, wenn
man sich nicht auskennt!
Was können wir euch heuer Schönes bieten?:
1. Schnee, Schnee, Schnee, Schnee, Schnee,
2. Unsere altbekannte freundschaftliche Art
3. Tanz um ein goldenes Kalb in Königsblau
Der Rolls Royce ist einfache Tatsache und
deswegen, weil er da nun mal steht und steht und
uns erfreut, erfreut, erfreut, erfreut, erfreut
4. Hurrah, hurrah, hurrah, Rauchertempel da.
Ein schnuckeliger Raum mit Ofen,
daran zu sitzen oder poofen
bei Flammen, die da knistern
für Brüder und für Schwistern
Nun kommt, ihr Scharen mit dem Rauch
Preisgewinne gibt es auch!
5. Eröffnung eines Museums für kuriose
Geschichten und Dinge aller Art.
6. Eröffnung des Siddhartha/Fongi – Kunstmuseums.
Unser Termin für das
Sommerfest 2009:
07.08. - 16.08. 09
Rundbrief
nach dem Sommerfest 2008:
Liebe Freunde,
wir wollen euch gerne einen Eindruck von unserem
Sommerfest im August geben. Dafür haben wir
einige Beiträge von Freunden gesammelt, die
dabei waren. Ausserdem gibt es einen Beitrag zu
Sagar`s Geburtstag am 11.09. von Niseema. Während
des Sommerfest fand am 16. 08. unsere alljährliche
Vereinsversammlung statt. Es ergaben sich keine
Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr und
der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.
Liebe Grüße von den Freunden aus Oshostadt
Über das Sommerfest
2008 von Vidhata
Wenn man Musiker ist und manchmal öffentlich
auftritt, weiß man ungefähr, welche
Aufmerksamkeit man vom Publikum erwarten kann.
Im Sannyas-Umfeld ist die Konzertatmosphäre
etwas anders. Jemand, der meditiert, kann sich
gut und leicht in Stille versenken und das ist
im Konzert eine wunderbare Schwingung.
Ich als Interpret empfinde es als anstrengend,
wenn mich jemand mit den Augen fixiert und wartet,
oder befürchtet, dass ich bald einen Fehler
machen werde. Wenn mein Zuhörer aber z.B.
die Augen schließt und sich entspannt, fühle
ich mich sofort wohler. Das ist einer der Gründe,
warum ich gerne in Osho-Stadt Thüringen/
Zschachenmühle etwas vorspiele.
Besonders zu Festival-Zeiten (Sommerfest im August)
gibt es immer gute Gelegenheiten für Darbietungen
aller Art.
Heuer fanden mehrere musikalische Vorträge
klassischer Musik statt:
Ich habe einige Stücke von Bach gespielt.
Scarlatti-Sonaten und sogar ein Haydn
Klavierkonzert mit playback-Orchesterbegleitung
wurden von Ma Asupta zum Besten gegeben. Weiters
gab es einen Abend mit französischen Chansons
und deutschen Schlagern, gesungen von Samarpan
Johanna und Janesha, bereichert durch Spontan-Auftritte
von Mandir, Shunyam und Siddharta, welche auch
dafür sorgten, dass dem Publikum bald die
Lachtränen über die Wangen rollten.
Es gab ein Improvisationskonzert mit Shantiprem
am Keyboard und Klavier, mit Osho-Texten gesprochen
von Agneya. Dazu Spontan-Zen-Malereien von Shunyam.
Jeden Tag wurde die abendliche White Robe Meditation
von live Musik begleitet von solchen wunderbaren
Musikern wie Rikta, Bodhi und Alok (und seiner
Frau Chetna), Veetam an den Trommeln, Nedko am
Bass, Janesha und anderen. Außerdem gab
es einen Heart Dance Abend und einen Sufi Abend
in roten Roben, die unsere Herzen höher schlagen
ließen. Getrommelt wurde ums Lagerfeuer
bei Cheshtas Schwitzhütte und am Platz vor
dem Haus.
Es war ein wunderbares Festival. Vielen Dank an
alle! Yahoo!
Ma Satyam Vidhata
-Gruppe-Applaus.jpg)
Friends,
was soll man dazu sagen? Es hat sich einfach gut
angefühlt mit und bei euch. Das Fest hat
richtig Spaß gemacht. Der Klassik-Abend
hat mich sehr beeindruckt. Auch die Chanson-Einlagen
am Tag danach. - Also, die Kreativ-Ausflüge
miteinander, das ist für mich "Heimat-Feeling".
Wir waren wie abgefüllt von der Atmo, die
sich über diese Woche ergeben hat. Danke
also, rundum.
Shantiprem
ja, und da hab ich noch einen Nachtrag:
ich hab selten so wild wuchernd gesungen und gespielt,
wie in der music group....das war ein Fest!
Liebe Agneya,
ich möchte nur ganz wenige zeilen schreiben,
da ich ja nur wenige stunden/minuten bei euch
war. aber etwas hat mich total begeistert. es
heißt so schön viele köche verderben
den brei, dieses galt wie viele sprichwörter
nicht für euch. bei so vielen menschen und
wenig platz (da es geregnet hatte) haben diese
köche alles super gemeistert. es war sehr
toll gemacht und geschmeckt hat es natürlich
auch. die lockere und freundliche atmosphäre
ist einfach immer toll. -das wars Martina
Liebe Sigari, lieber Siddharta, lieber
Shunyam, liebe..., liebe...liebe
Freunde in der Zschachenmühle, ich möchte
mich noch einmal herzlich für
die schönen Tage bei euch bedanken. Das Sommerfest
war diesmal ganz
besonders schön: ein Highlight jagte das
andere, die vielen netten
Menschen, das fantastische Essen, die viele musik....
ich wurde wie auf
einer Welle getragen von einem Event zum nächsten
und dann wieder in
die Stille im Park und im nahen Naturschutzgebiet.
Da ich mich nicht
trennen konnte bin ich ja dann gleich noch eine
Woche geblieben und habe
mit Shunyam und anderen Künstlern die Pinsel
geschwungen. Und auch der
Wettergott hat sein bestes gegeben! Und mit euch
Lieben zusammen zusein,
ist jedesmal eine freude für mich. Wie gut,
dass es euch gibt!
Leider gibt es eine Wehmutsträne: mein kleiner
Unfall an der
Bordsteinkante bei euch stellte sich als ziemlich
schlimm heraus, Kat
und Auspuff sind kaputt. Ich hoffe sehr, dass
es sich noch reparieren
lässt. Für heute viele liebe Grüße
und hugs von Samarpan Johanna
Liebe Freunde,
Ich wünscht, ich wär
ne gute schreiberin und täts auch n bisschen
mehr gerne......
Manchmal flutschts und manchmal garnicht...
Eines weiss ich, mich hat die zeit bei euch und
während des Sommerfestivals sehr beflügelt,
Menschen zu treffen die liebevoll und offen miteinander
sind! Jedes mal , wenn ich da bin, habe ich das
Gefühl, in meinem Leben mehr und mehr dazuzulernen,
alte Dinge loszulassen und mich mit neuen Lebensgefühlen
anzureichern (nicht im Haben-wollen-sinne), für
ein neues "Sein-Gefühl"...hhhmmm
, ob ich das so ausdrücken kann, wie es denn
wirklich ist.....?!
Ich habe niemanden nörgeln hören, nur
positiv gestimmte Stimmen, die in der vollkommenen
Unvollkommenheit sich so Vollkommen fühlen
können, Vollkommen für Entfaltung. Ich
dank euch allen für das offene Spielfeld,
wo ist das noch sooo möglich...!!!!? Es war
ein einmaliges Fest!! freu mich wieder auf euch!!
Fühlt euch inniglichst umärmelt von
Rikta
Eindrücke vom Sommerfest in der Oshostadt
Eigentlich schreibe ich ja nicht so gern, und
schon gar nicht öffentlich, aber die Eindrücke
sind noch so lebendig und es war so eine reiche
Zeit - ich probiere es einfach mal. Hier sind
ein paar "Blitzlichter" vom Sommerfest
2008 in Oshostadt: Gemüse schnippeln in der
Küche, mit einigen anderen gemeinsam, es
ist warm und Musik läuft. Cheshta macht nebenbei
die leckere vegetarische Leberwurst (danke, Cheshta,
für das Rezept!). Elia ist auch da und schält
Kartoffeln; er hatte als 18jähriger einen
schweren Unfall und langsam kommen Motorik und
Sprache wieder in Ordnung; er hat scharfe Mützen
auf und bringt uns gern zum Lachen. Da lacht Cheshta:
"Wisst Ihr, dass Elia auch Sessions gibt?
Brustvergrößerung durch Handauflegen,
1 Euro!"Zen in der Kunst des Bogenschießens
- vor ca. 20 Jahren habe ich das doch mal gelesen!
Und nun gibt es hier die Gelegenheit zum Ausprobieren.
Eine ganz schöne und meditative Sache, angeleitet
von Shunyam, der auch vom Bogenschießen
in Pune berichten kann und uns mit viel Geduld
probieren lässt, wie es sich anfühlt.
Ich profitiere von meinen Kung Fu-Kampfkünsten;
Nedko denkt an Musashi und Samurai-Gemetzel. Aber
wir schießen nur auf eine Rolle aus Schilfrohr,
die ca. 10 cm von unserer Pfeilspitze entfernt
ist, damit unsere Anfängerpfeile keinen Schaden
anrichten können. Es ist eine große
Freude, den Pfeil mit einem lauten "HA!"
fliegen zu lassen - auch wenn er dann vor lauter
Anspannung trotzdem neben der Schilfrolle landet.
Mondfinsternis am Samstag, stundenlang draußen
stehen in der sternenklaren Nacht und den Mond
beobachten, der so einartig fremd wirkt, rötlich,
mit einer schmalen strahlenden Sichel darüber;
ich denke dabei an Münchhausen auf der Kanonenkugel
:-). Durch das Fernglas sieht er wieder ganz anders
aus, mehr als Einheit. Wunderschön. Und Shunyam
beantwortet noch die wissbegierigen Fragen zu
dem Phänomen. Dann eine Jam-Session im Tanzraum,
die immer wieder auflebt, einlädt zum Tanzen,
großartige Musiker. Und dann noch Trommeln
am Lagerfeuer, stundenlang; die Nächte sind
kurz in Oshostadt im Sommer. Aklank begleitet
mich jeden Morgen bei der Dynamischen; ich genieße
es, dass hier so viel Platz ist, keine Rücksicht
nehmen müssen auf hellhörige Nachbarn,
einfach loslassen, die Energie fließen lassen,
so reinigend, so wohltuend, ich bin so dankbar.
Und lasse es mir nicht nehmen, auch die Kundalini
und natürlich die White Robe mitzumachen.
Die White Robe Meditation, mit Lifemusik, Musiker
aus dem Parimal, aus Köln, aus ganz Deutschland,
Rhikta mit ihrem indischen Saiteninstrument -
manches geht direkt ins Herz. Und Sagar lehrt
mich, Hustenbonbons zu benutzen!Shantidharma,
der mit uns Heart Dances macht, eine unglaubliche
Energie - Gunageet sagt später dazu "Ich
war so glücklich!" und spricht mir damit
aus der Seele. Und Navino und Andres aus dem Parimal,
die uns mit einem Sufi-Abend beglücken, WhirlingWhirlingWhirling
und Kreistänze und Gesänge, heilsam
und gar nicht auszudrücken wie schön.
Es gibt noch so vieles: Der schöne große
Garten; die Musik, die ständig präsent
war (Adubhda, danke für die Klassik-Konzerte!);
Begegnungen mit alten Freunden aus Commune-Zeiten;
Sigari, die mir so liebevoll ein paar Heilsteine
auspendelt in ihrer Schatzkammer; die morgendlichen
Besprechungsrunden, die mit Leichtigkeit und gleichzeitig
mit Offenheit und Klarheit daherkamen (ich staunte);
Agneya, die neben der Arbeit Zeit für mich
findet, als ich mal reden muss; Chandra, die mir
gute Wünsche und Anregungen mit gibt für
Poona und mir einen Teil meiner Angst nimmt; Devamani,
mit der ich dort vielleicht ein Zimmer teilen
werde und eine schöne Begegnung mit einem
Mann...Und immer und überall das Gefühl,
an einem Platz zu sein, wo Osho auf besondere
Weise präsent ist.
Love, Pratiksho
Hallo ihr alle :
Also mir hat es bei euch echt gut gefallen, jeden
Tag war in irgendeiner Ecke irgendwas:
Ob man nun zu einer der täglichen Meditationen
geht, das Malatelier aufsucht, sich massieren
lässt, die herrliche Mineraliensammlung bewundert,
auf den Spuren der alten Japaner sich beim Kyudo
versucht, oder einfach nur auf eurem herrlichen
Gelände entspannt - das ist jeden Tag aufs
Neue eine Qual der Wahl Der ereignisvolle Tag
lässt sich dann noch gemütlich am Lagerfeuer
ausklingen oder klingt nochmal bei der tollen
Livemusik im Tanzsaal so richtig nach, es ist
auf jeden Fall immer wieder schön - bis in
die Nacht hinein. Aber alles könnte man nicht
so gut genießen, wenn nicht immer so viele
liebe Menschen um einen wären...
Meine besten Grüße an die Zschachenmühle,
fühlt euch alle umarmt,
Lia 15 Jahre
Beitrag zu Sagar´s Geburtstag
Letzten Mittwoch bin ich mit Freunden (Raiyaj,
Virag und ihren Schwestern Apramad und Deha) nach
Osho Stadt gefahren. Sagar hatte Geburtstag und
wir wollten mit ihm zelebrieren. Je näher
wir waren, desto entspannter fühlte ich mich.
Meine Nervosität in einer neuen Umgebung
mit neuen Leuten und Gewohnheiten fiel langsam
weg.
Bis jetzt hatte ich die Kommune nicht besucht,
weil ich der Meinung war, daß dort nur ältere
Leute wohnen. Meine Suche nach gemeinschaftlichem
Abenteuer waren mit Gefühlen gemischt, daß
es hier etwas Besonderes zu entdecken war.
Wir wurden fröhlich und herzlich empfangen.
Sagar zeigt uns unsere schönen Zimmer und
plötzlich bekomme ich das Gefühl, als
hätte ich einen Wochenende Workshop für
"Spirituelle Zurückgezogenheit"
gebucht. " Was mache ich hier? Ich brauche
nichts von diesen Leuten und auch nichts von dieser
Kommune - warum fühle ich mich dennoch gut
hier?
Und ich stellte mir vor, wie ich hier leben könnte.
Diese Zimmer und dieses Bild von Osho und die
Geräusche von Gelächter und Aufgeregtheit
hinter mir in der Halle. Zuerst sind wir durch
das Gelände gelaufen und und haben alle anderen
herzlich begrüßt, um darnach an den
Meditationen des Nachmittags teilzunehmen.
Wir waren erstaunt, wie schön alles war,
die Luft, bereichert durch Pinien, die Gärten
mit frischen Tomaten, Kürbis und Roman Salat.
Vieles Obst und Gemüse war da.
Eine schnelle Dusche und dann ab in die White
Robe Brotherhood Meditation. Dieses Gefühl
von Kommune, Sanga und Dankbarkeit öffnete
mir das Herz. Meine Berliner Freunde in der weißen
Kleidung erkenne ich besonders jetzt als "fellow
lovers" of Osho.
Wir unterstützen uns in allem. Neue Arbeit,
Geliebte, vergangene und jetzige.
Unser Lebensstil, unsere Veränderungen usw.
Für mich ist das pure Osho. Uns da beisammen
zu sehen erweckt in mir Dankbarkeit für diese
Kommunion. In der Osho Stadt fällt es mir
einfach, mich daran zu erinnern, das wir alle
auch Suchende und Jünger von Osho sind.
Unser Weg ist der Weg der Weißen Wolke.
Grenzenlos.
Discourse mit Osho, gemeinsames Abendbrot, dann
trommeln und singen am Feuer. Draußen unter
der Himmel voll mit Sternen.
Fragen kommen hoch, die Möglichkeit zu bleiben
analysierend, die Osho Stadt jetzt verlassen,
aber irgendwie und irgendwann zurückkommen,
vielleicht im Januar "endgültig"
!
Am nächsten Morgen vor der Dynamischen Meditation
btrachte ich die sich vom Winde bewegten Bäume
und den Frühtau und meine Fragen fangen an
zu verschwinden.
Die kritischen Betrachtungen zum Alter, Terminen
und Geldverdienen entspannen sich.
Eine innere Ruhe kommt auf und die Erinnerung,
daß wir Lebewesen sind ohne Namen, Alter
oder Nationalitäten, die Erinnerung, daß
wir Buddhas sind und die Weisheit, das wir nicht
getrennt sind, sondern eins, verbunden in Zeitlosigkeit.
Die Natur und die Stille fühlt sich wie ein
Geschenk an, ein Schatz in einem uralten Tal,
eingewickelt vom Heiligtum der Bäume. Ich
habe es geliebt, dort zu sein, die Leute, die
Natur, das Essen, den Kaffee und die Küche
und die
Schwingungen des Meisters.
Liebe zu allen !
Niseema
Rundbrief Sommer 2008:
Liebe Freunde,
einige von Euch haben sich vielleicht
schon gewundert, wo unser Frühjahrsrundbrief
dieses Jahr bleibt, doch keine Sorge........Es
gibt uns noch!
Shunyam war ja den Winter über in Pune und
Goa, hat aber inzwischen schon wieder seine Sommerakademie
(Malen, Bildhauern, Bogenschießen) eröffnet,
deren erste Teilnehmerin Uma aus Berlin gerade
bei uns weilte.
Niris Buissiness (Scanservice) floriert - aber
eigentlich macht er das fast schon nebenbei. Er
ist ja der Träger unserer Holzwirtschaft
und in tausend andere Kleinigkeiten des Alltags
involviert. Und das alles neben den persönlich
- spirituellen Prozessen, die ja auch immer ablaufen;
mal stärker, mal nicht so stark.
Wir Frauen - Sigari, Gunageet und ich - wundern
uns, weshalb keine Frauen für Immer herkommen.
GästInnen und FreundInnen kommen schon. Im
Meeting wurde spekuliert, dass es an dem gewissen
Pioniergeist liegt, der hier herrscht. Ausdruck
dessen ist z.B. unser bunt zusammengewürfeltes
Mobiliar, Fensterrahmen und Türen, die gestrichen
gehören, noch nicht renovierte Toilettenanlagen
usw. Gerade heute habe ich mich mit Uma, die eine
sehr gepflegte, gut angezogene Berliner Pflanze
ist, beim Frühstückmachen über
dieses Thema unterhalten. Also! Es kann einfach
passieren, dass man in die Lage kommt, die eine
oder andere Spinnenwebe selbst zu beseitigen,
wenn man bei uns ist.
Siddhartha, unser Chief und konstruktiv-spiritueller
Mittelpunkt (besonders beim Schlichten von (Ego)problemen),
hat geduldig drei Wochen gewartet, dass Wajid
wieder auftaucht. Wajid fährt oft und gerne
weg, ist aber unbedingt notwendig für bestimmte
Tätigkeiten (Siddharthas Hinterlassenschaft
am Computer bearbeiten, Holz spalten und in den
Keller bringen, Kochen usw.), so wie jeder Hier
von uns nötig ist für den Fortbestand
und die Weiterentwicklung dieser Commune.
Wir haben beschlossen, die alljährliche Vereinsversammlung,
die bisher immer um Weihnachten stattgefunden
hat, auf das erste Sommerfestwochenende zu
verlegen und wir wünschen uns, dass viele,
viele Vereinsmitglieder daran teilnehmen. Dieser
Verein ist nämlich kein Schrebergartenverein,
dessen Hauptaufgabe es ist, Würstchen zu
grillen, sondern ein Gremium, das die Existenz
von Oshostadt im Materiellen verankert. Die zahlenden
Vereinsmitglieder tragen dazu bei, dass Ihr -
z.B. gegen Unfälle - versichert seid, wenn
Ihr hier seid, dass der Fernseher im Meetingraum
da ist, der von allen genutzt wird, dass Werbung
bezahlt wird usw. (Die einzelnen Posten werden
bei der Vereinsversammlung detailliert offengelegt).
Also, warum nutzt Ihr nicht die 15% Ermäßigung
für Euern Aufenthalt hier und kommt recht
zahlreich. Denn die Hauptaufgabe unseres Vereins
ist es, Oshos Spirit auf dieser Erde zu verankern,
indem wir in Liebe und Bewußtheit Zeit zusammen
verbringen und dabei viel Freude haben. Vielleicht
überlegt Ihr Euch sogar, Euern Aufenthalt
bis zum darauffolgenden Wochenende zu verlängern,
an dem die Musiker hier sind und bestimmt der
Bär los ist.
Also, bis dann! Alles Liebe von uns ..................Agneya
Hallo Liebe FreundInnen,
als "Träger der Holzwirtschaft"
einige Anmerkungen zum Thema Frauen: Es gab mal
eine Zeit als die Männer noch auf die Jagd
gingen und wenn sie mit ihrer Beute im Lager der
Horde ankamen wurden die tapfersten Jäger
natürlich von den Frauen besonders bewundert
...
Heute wollen die Männer auch bewundert werden,
wenn wir in Lärm und Staub Mauern einreissen,
um sie neu wieder aufzubauen damit gemütlicheZimmer
entstehen, Elektrik verlegen für behagliches
Licht, Heizungsanlagen erweitern und Baumstämme
aus dem Wald holen für behagliche Wärme.
Wir grübeln über Bauplänen, basteln
an Computern. Wir legen Parkanlagen und Teiche
an, renovieren Möbel, schaffen Skulpturen
... Ja wir bauen "Nester" damit ihr
- liebe Frauen - euch darin wohl fühlen könnt.
Kommt und schaut mal rein, es hat sich wieder
viel getan im letzten halben Jahr!
Eigentlich gibt es die Trennung in "die Männer"
und "die Frauen" in Oshostadt nicht,
weil eh so viel zu tun ist, oder besser gesagt,
dass sich JedeR seine/ihre Lieblingsarbeit(en)
oder Kreativbereiche aus den vielen Möglichkeiten
aussuchen kann.
Love, Niranjano
Leider gibt es bis
ca. Ende August 2008 eine Umleitung: Die Strecke
Lobenstein-Wurzbach ist gesperrt – siehe Karte
unter "Wegbeschreibung".
Interview Shunyam aus
der Oshotimes Mai 2008:
Shunyams Passion ist die Kunst. Der gelernte Steinmetz,
Bildhauer, Maler und Grafiker war bis zu seiner
Emeritierung Dozent an der „Akademie der Künste“
in Stuttgart. Jetzt hat er seine eigene Akademie
gegründet: die Sommerakademie, die auch in
diesem Jahr wieder vom 1.5. bis zum 1.9. in Oshostadt
(Zschachenmühle) stattfindet. Mitten in der
wunderschönen Umgebung des Naturparks „Thüringer
Schiefergebirge“ residiert dort eine Osho-Kommune
mit vielen Künstlern. Zum einen Siddharta,
der in den Sechzigerjahren unter seinem Künstler
namen „Fongi“ ein gefragter Pop-Art-Künstler
war; dann Cheshta, der sich auf schamanische Kunst
versteht, Mandir, der Schrottplastiken bastelt
und schweißt, und nicht zuletzt Shunyam,
der die Oshostadt-Sommeraka demie ins Leben rief.
Ich traf Shunyam in Pune, wo er gerne
die Wintermonate mit seiner zweiten Leidenschaft,
dem Zen-Bogenschießen, verbringt. Im sonnendurchfluteten
Zorba-Cafe erklärte mir Shunyam, was in der
Kunsterziehung unserer Schulen falsch läuft
und inwiefern die Sommerakademie helfen kann,
einen neuen Zugang zur eigenen künstlerischen
Kreativität zu finden.
von Ishu
Wie kommt es, dass der kreative Impuls bei
vielen von uns schon ziemlich früh verloren
geht?
Der kreative Moment kann nur im Hier und Jetzt
aus dem eigenen Innern entstehen. Genau das tut
die Schule ja nicht, denn sie orientiert sich
an einem vorgeschriebenen Lernplan, der zu erfüllen
ist. So bekommt der Schüler meistens nicht
den nötigen Raum, um das auszudrücken,
was er gerade in sich spürt. Im Gegenteil:
Man schreibt ihm vor, welche Leistung er zu erbringen
hat, und benotet sie anschließend. Wer dem
entsprechen will, muss außer sich sein,
sonst kann er das vorgegebene Ziel nicht erreichen.
Ein Mensch kann aber nur dann kreativ sein, wenn
er bei sich ist, wenn er aus sich selbst heraus
schöpft. Oft ist es also gerade das äußerlich
vorgegebene Leistungssoll, das unsere Kreativität
behindert oder zerstört. Zu unserer Sommeraka
demie kommen ja auch Eltern oder Allein er ziehende
mit ihren Kindern, und da ist es schön zu
sehen, dass die Kinder meistens gar keine Angst
vor dem leeren Blatt haben. Sie beginnen einfach
an einer Ecke zu malen und hören an der anderen
auf. Und immer kommt etwas dabei heraus, und zwar
etwas sehr Individuelles. Sie wissen auch genau,
was sie machen. Wenn sie einen Vogel malen, ist
es eben ein Vogel, und die Frage: „Sieht das denn
auch aus wie ein Vogel?“ – die stellt sich gar
nicht. Wenn ein Kind sagt: „Ich wollte einen Vogel
malen und habe es nicht hingekriegt“ – ist schon
etwas schiefgelaufen. Dann haben sie in der Schule
oder sonst wo schon etwas reingedrückt bekommen.
Wenn von Kindern Vögel gemalt werden, sind
sie immer schön, mögen sie auch noch
so skurril aussehen.
Kinder sind also auch in eurer Sommerakademie
willkommen?
Ja absolut. Ich arbeite sehr gerne mit Kindern,
wobei ich ihnen so viel Freiraum wie möglich
gebe. Wenn sie wollen, erkläre ich ihnen
ein paar Maltechniken und passe nur auf, dass
sie sich nicht verletzen. Es gibt bei uns wunderschöne
Naturplätze zum Spielen. Die Kinder werden
hier innerhalb kürzester Zeit selbstständig
und lernen auf eine ganz natürliche Art mal
etwas anderes kennen, statt den ganzen Tag am
Computer zu verbringen. Denn meistens entdecken
sie ziemlich schnell, wie viel Spaß es macht,
einen Damm am Wasserlauf zu bauen oder einen Steinturm
in die Landschaft zu setzen. Gerade Alleiner zie
hende, die mit ihrem Kind in einer kleinen Großstadtwohnung
sitzen, können bei uns mal so richtig auftanken.
Bei uns leben ja auch viele Leute, die die Kinder
gerne mal mit betreuen, sodass die Eltern dann
die Chance haben, sich ein bisschen mehr um sich
selbst zu kümmern.
Was hilft denn Erwachsenen, die vielleicht
noch etwas vom Kunstunterricht her verstört
sind, ihre eigene Kreativität wieder zu entdecken?
Das Besondere an unserer Akademie ist ja
die Verbindung von künstlerischem Schaffen
und Meditation. In unserer Osho-Kommune ist Meditation
fester Bestandteil des Tages. Wir starten morgens
mit der Dynamischen Meditation – gerade die kann
eine Menge kreativer Energie freisetzen. Und dann
haben wir nach dem Frühstück zwei bis
drei Stunden künstlerische Praxis und nach
dem Mittagessen noch mal zwei bis drei Stunden,
in denen jeder frei entscheiden kann, mit welcher
Technik er arbeiten möchte: „Will ich ein
Bild malen, eine Skulptur meißeln oder lieber
mit Ton modellieren oder eine Schrottplastik schweißen?“
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die verschiedenen
Meditationen den Teilnehmern sehr helfen, die
Angst vor dem leeren Blatt oder das Ich-bin-nicht-gut-ge
nug- Gefühl zu überwinden. Schließlich
fördern ja alle Meditationen die Selbst wahr
nehmung und den Zugang zu sich selbst, aber auch
die Erkenntnis des eigenen Wertes, der eigenen
Individualität. Das Spielerische verdrängt
die angstvolle Frage: „Kann ich das auch?“ Alle
Teilneh mer stellen sehr bald fest, dass dann
immer etwas Reizvolles entsteht. Etwas sehr Individuelles
und Einzigartiges. Man kann sich dann auch ein
eingeschränktes Thema vornehmen, wie zum
Beispiel Die gelbe Dotterblume, und sieht:
Jeder malt eine völlig andere Dotterblume.
Wahrzunehmen und zu erkennen, wie einzigartig
unser Schaffen ist, ist schließlich eines
unserer Lernziele. Frei nach Beuys: „Jeder ist
sein eigener Künstler!“ Und wer das noch
nicht weiß, soll die Chance bekommen, es
zu entdecken.
Wie siehst du deine eigene Rolle in diesem
Prozess?
Ich sehe mich weniger als Lehrer denn als
jemand, der dort Hilfestellungen gibt, wo es vielleicht
noch etwas schwerfällt, die Schwelle zu überwinden
und den ersten Strich zu wagen. Ich sehe mich
also eher als Anreger und Mutmacher. Natürlich
kann ich darüber hinaus auch ganz praktisch
in bestimmte Techniken einführen. Zum Beispiel
Aquarell, Acryl- oder Ölmale rei oder wenn
sich jemand lieber mal als Bildhauer versuchen
möchte.
Den Interessenten an der Sommerakademie steht
es frei, nur für ein paar Tage oder für
länger teilzunehmen. Zusätzlich bieten
wir allerdings auch Blockseminare an, die in spezielle
Techniken einführen. Darin biete ich etwa
Zen-Malerei an, wo die Teilnehmer die Möglichkeit
haben, in Tusche mit den japanischen Originalpinseln
die Kalligraphie oder die Zen-Malerei zu erleben.
Du bist ja auch ein passionierter Bogenschütze.
Kann man diese Technik auch im Rahmen der Sommerakademie
erlernen?
Das Zen-Bogenschießen ist auch eine
der meditativen Techniken, die wir anbieten. Beim
Bogenschießen verbinden sich Meditation
und Selbstwahrnehmung mit einem komplexen Handlungsvorgang.
Im Grunde ein ganz ähnlicher Prozess wie
beim künstlerischen Schaffen, denn da geht
es ja darum, sich ganz dem Tun zu überlassen
und gleichzeitig bewusst zu sein.
Was hast du von den Teilnehmern der ersten
Sommerakademie für eine Resonanz bekommen?
Das Feedback war durchweg positiv. Kreatives
Schaffen weckt immer viel Lustgefühl in den
Menschen. Etwa wenn sie etwas auf die Leinwand
gebracht oder eine Skulptur geschaffen haben.
Wenn man sich erst einmal der eigenen künstlerischen
Energie anvertraut und sie zulässt in seinem
Leben, kann das ein richtiger Selbstläufer
werden. Dann ist es wie in der Liebe: Je mehr
man aus Liebe etwas verschenkt, desto mehr bekommt
man zurück. So ist es auch mit der eigenen
Kreativität: Je mehr man seine Freude am
eigenen Schaffen weckt, desto mehr will man sie
auch ausdrücken. Für viele ist das der
Anfang einer lebenslangen Beschäftigung mit
der Kunst. Sie haben dann immer ihr Malzeug dabei
oder gehen in den Wald, um Ästchen oder buntes
Laub zu sammeln und ein Mandala zu legen. Solche
Hier-und-Jetzt-Erlebnisse bescheren einen Moment
lang große Freude. Sobald dann aber wieder
Äußerlichkeiten ins Spiel kommen wie:
Ich muss das verkaufen, ich will damit Erfolg
haben, verfliegt die Freude ganz schnell wieder.
Und dann ist es hilfreich, in einer Umgebung zu
sein, die einen darin unterstützt von dem
Außer- Sich-Sein wegzukommen und aus sich
selbst heraus – in sich ruhend – Kunst zu schaffen.
www.shunyam-art.de
Von Siddhartha:
Sannyas Heute? Den inneren Guru finden?
Solche Fragen liebe ich über alle
Maßen, sind sie doch von hohem spirituellen
Niveau! Heutzutage stehen Gurus in jeder dunklen
Ecke rum und springen dich an. Du brauchst nicht
zu suchen. Schon gar nicht in Dir drin. Was Du
in Dir spürst, ist ein Magengeschwür!
Es ist auch nicht der gesuchte Ersatzpapi - der
sitzt in der Kneipe nebenan und sucht seinen Guru
im Schnaps. Warum bist du nicht einfach der, der
du bist, sondern suchst nach einem Pappkameraden?
Ich sagte: "Naja, ich kannte ja nichts anderes".
Solchermaßen verblödet hatte ich lange
in der ganzen Welt nach einem Guru gesucht, der
so ist, wie ich ihn haben will. Ich fand nur Lackaffen
und Heilige. Enttäuscht und erschöpft
gab ich auf und beschloss, die Herren Gurus zur
Audienz zu mir zu bitten. Da jedoch diese Audienz
bei mir an bestimmte Bedingungen geknüpft
war wie:Du-schen, kämmen, kein Parfüm,
entlausen und Kau - und Pupgeräusche zu unterlassen,
kam keiner. Weil sie nicht freiwillig folgten,
errichtete ich eine Gurufalle. Eine weitreichende,
kostenlose Telepati-Methode bot sich an. Ich spannte
ein Fangnetz mit betörendem Duftstoff, knüpfte
eine Reuse, grub eine Fallgrube voll mit Pralinen,
lockte mit Nackedeis, vertrieb böse Geister
- vielleicht auch gute, wer weiß - Bohnen
über die Schulter werfend. Om!Om!Dazu intensives
Tischrücken, Verstorbene rufen, mit Druiden
reden, Götter channeln und sirenenartig süße
Guru-Lockrufe intonieren. Wir sassen in unserer
Guru-Fangstation und warteten. Sieh Da: Gurus,
Besserwisser, Scharlatane, Aas-geier, Heilige,
Alte und Junge standen Schlange. Zunächst
einer von Maharishi "TM". Er zeigte
uns Fotos mit den Beatles und von fliegenden Meditierern.
Ich wollte ihn fliegen sehen, live,worauf unserer
Guru in Weiß lieber weiter reiste. Der schwule
Willi meinte, er könnte eine Krishnamurti-Kneipe
oder einen Steiner-Gral auf-machen, der Papst
würde einen Pillenvortrag halten. Der Turnverein
entsorgte zwei "weiße Brüder",
besonders christliche Christen. Scientologen be-suchten
uns mit ihrem Vibrator. Da wußte ich, dass
das eine Sekte ist, die so schlau ist wie Franken-stein.
Mun war gekommen mich mit einer Chinesin zu verheiraten.
Die Kinder Gottes mit ihrer Pio-niertruppe - schöne
Mädchen - würden gern Liebe machen,
wenn wir Mitglied würden. Die Zeugen Jehovas,
die mit dem Wachturm in der Schlange standen,
machten pünktlich Feierabend und der dicke
Guru Maharaj - Ji (oder so), mit Bonbons im Haar
und Haaren im Mund oder vice versa konnte nicht
so lange auf den dünnen Beinen stehen. Lustig
waren die Krishnas, die dauernd denselben Schlager
grölten, wobei sie einen Höllenlärm
auf Trommeln, Pauken, Becken, Bimbeln etc. veranstalteten.
Gott selber war omnipresent und hatte sogar eine
Rolle Klopapier geklaut, und ein Shiva fumelte
an unseren Frauen rum, obwohl er Keuschheit predigte.
Wir hatten fast 100 Kandidaten auf Tauglichkeit
abgeklopft, für unmöglich befunden und
zur "Persona non brauchbar" erklärt.
Nun waren wir wieder mit uns allein ohne Guru,
ohne Papi, noch ohne Osho. Weder innen noch außen
war ein Guru zu finden. Man saß im Schatten
und ließ die Gedanken ihre Wege spinnen.
Erst bevölkerten Frauen mit großen
Brüsten die Szene hinter den runtergelassenen
Lidern, dann erschien die Jugendzeit, grün
und bunt und mit ihr ein Ereignis, das sich wie
ein roter Faden in meine Seele eingebrannt hat.
Ein Leitfaden meines Lebens: Sannyas. Wie fast
jeden Tag gehe ich mit Schulfreund Siegfried über
die Wiesen zum Erlenwald. Alles ist wie immer.
Heute aber stießen wir auf ein uns unbekanntes
Dornengebüsch, geheim-nisvoll, dunkel und
undurchdringbar. Neugierde ergriff uns. Es öffnete
sich uns ein Durchschlupf. Hinter uns schloss
sich die Hecke. Plötzlich ein Brunnen. Alt,
kniehoch, rund, bemoost. Verwunschen. Sein Wasser
glänzte tief unten im bleichen Mondlicht.
Wir beugten uns vor, schauten hinein. Und suchten
zu erkunden, was wohl drin sei, denn aus dem Dunkel
kam es sehr lebendig, jedoch lautlos hervor. Ich
löste mich aus meinem Körper, der gebeugt
stehen blieb wie der Li-bellenpanzer, der gerade
von der Libelle verlassen worden war. Ich wurde
zur „Wahrnehmung", war gleichzeitig Auge,
Ohr, Nase und drittes Auge. Ringsum Nebel, auch
über mir. Oben wurde es dunkel, unten hell.
Ich schwebte sanft nach unten, wie in einem beleuchteten
Fahrstuhl, der im Dunklen in die Tiefe sinkt.
Nach langer, vertikaler Reise sah ich eine weite
Ebene unter mir, morastig wie eine Pfütze,
deren Wasser gerade verdunstet war, deren Oberfläche
noch glänzte. In diesem Wasserfilm lag ein
großes Blatt, die Bauchseite im Wasser,
die obere Hälfte, den Rücken trocken!
Es war gleichzeitig halb frisch, halb moderig,
ganz Blatt, ganz Auge. Halb Sein, halb Nichtsein.
In dieses tauchte ich ein und breitete mich darin
behutsam in alle Richtungen aus. Bis ich das große
Wesen, welches nur aus Schauen und Wachheit zu
bestehen schien, ausgefüllt hatte. Ständig
begleitete mich sein beobachtender Blick, so als
ob es sagt: "Mal sehen, was der Typ will."
Als würde es Licht, hatte ich plötzlich
ein phänomenales "Aha-Er-lebnis"
und wußte sogleich um alle Geheimnisse dieser
Welt. Ich habe das "Ur", das "Es"
erkannt, mich selbst. Auf diese Erkenntnis, die
schon Er-lebnis genug war, folgte, wie eine Explosion
ein Rumms, Krach, Bums: Das "Ur" hatte
sich ertappt gefühlt Ein abschließender
Erkenntnisblitz erleuchtete alles, durchfuhr mich,
kribbelte enorm und versetzte mich in einen Zustand
heller Freude, als bestünde ich nur aus strahlendem
Licht. Der Körper war leicht wie Luft. Ich
wurde aus dem Brunnen katapultiert wie ein Korken
aus der Sektflasche. Es zischte und leuchtete,
und als ich draußen neben dem Brunnen landete,
wurde dieser rasselnd mit einem Eisengitter verschlossen.
"Bleib draußen." Definitiv konnte
das nicht sein, denn ich hatte einen Fuß
in der Tür stehen gelassen. Ich kann jederzeit
eintreten. Ich war zurück in meinem Körper,
neben mir noch immer Jung Siegfried. Der hat nix
gesehen, gehört, gemerkt. Ich war so erfüllt
und strahlend, dass ich mit ihm teilen wollte,
machte jedoch keinen Versuch, weil ich verstand,
daß er nicht verstand! High ich, normal
er, gehen wir über die blühende Wiese.
Ich stehe am Brunnen und sehe uns im Horizont
verschwinden.
Dieses Ur-Erlebnis, diese offene Tür gibt
mir den Blick frei auf den Horizont und auf weitere
Horizonte. Es ist wie ein roter Faden durch das
ganzes Leben mit mir gegangen, wie ein Stab, der
mir stets den Weg weist und beleuchtet. Dieser
rote Faden bin ich selbst. Das ist kein innerer
Guru und auch kein Papi, nicht einmal Osho - der
würdeganz sicher lieber draußen an
der frischen Luft wandeln -wohl aber mein Sannyas.
Das bin ich, leicht wie eine Feder, sorglos wie
der Wind. Der Wanderstab ist meine Freiheit, meine
Liebe; der innere Guru existiert nicht, denn ich
habe kein Magengeschwür.
20 Jahre später erzählte ich Osho davon.
Oshos: "It was a beautiful experience, hm?
You took a jump and faced yourself. Only when
you forget yourself, then you can see yourself."
Jetzt, beim Schreiben, wird mir klar, warum der
Ursprung "Ur Sprung" heißt und
daß das Ei beim Eisprung den Ursprung macht,
es entspringt dem Ur.
EINLADUNG zum
Oshostadt Sommer - Festival
8.-17.8. 2008
Freunde treffen, tanzen, singen,
lachen, malen, zeichnen, bildhauern, schwimmen
gehen, Musik machen, mal richtig lesen oder Musik
hören, Tischtennis spielen, spazieren gehen,
Pilze suchen, in die Stille gehen, saunieren in
der Schwitzhütte, am Lagerfeuer feiern, und
was noch alles in den Ferien Spass macht!
Special Events:
Feuer & Tanz
mit Uta Rolland,
Freitag 15.8. - wenn es dunkel ist
Klavier-Klassik
mit Asupta, und dem Background Orchestra ”Virtuale
Classico”
Do.14.8. u. Sa.16.8., 17.30Uhr
“Percussionen in der Nacht”
Trommeln und Rhytmen mit Jembes, Congas, Fongilines
und den Instrumenten aus unserem großen
Bestand, kann täglich passieren.
Navino & Andrees
Sufimusic, Di.12.8. 20.30 Uhr
Live-Satsang
mit den Welt-Musikern unseres Freundeskreises,
die anwesend sein werden,
sonntags 11.00Uhr
Shunyam & Shantiprem
“Wort-Klang-Farbe”meditative Mal- und Musik-Performance,
Worte: Agneya
Fr. 15.8. 17.30 Uhr
“Behütungen”
Hutmodenschau mit Sandra
“BeStrickt”
Strickstruckturen in der Kunst
mit Heike Stephan
“Kann denn Liebe Sünde sein?”
Lieder von Gestern und Vorgestern,
mit Siddhartha am Klavier, Fr.15.8. 21Uhr
Bogenschieß-Turnament
um den Oshostadt-Cup
Für Kinder und Erwachsene,mit Shunyam, Einstieg
tägl. 11Uhr, Finale So. 17.8. 15.00Uhr
Eröffnung
“Fongi`s permanent Kunstraum”
Sa. 9.8. 21Uhr
Tägliche Meditationen:
OSHO Dynamische Meditation 6.30 Uhr
OSHO Kundalini Meditation 17.00 Uhr
OSHO Abendmeditation in Weiß 19.00
Einladung zur Jahreshauptversammlung 2008
Samstag, 9. 8 .2008, um 15.00 Uh
Ort: Zschachenmühle, 07368 Remptendorf:
Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden;
TOP 1: Wahl des Versammlungsleiters;
TOP 2: Feststellung der Beschlußfähigkeit;
TOP 3: Rechenschafts- und Finanzbericht; 2007-08
TOP 4: Eventuelle Satzungsänderung - Anpassung
an unsere heutige Situation
TOP 5: Entlastung des Vorstandes;
TOP 6: Sonstiges
Rundbrief Herbst/Winter
2007:
Liebe Freunde,
jetzt, wo die Tage immer kürzer werden und
es vor meinem Fenster auch um halb acht Uhr morgens
noch stockdunkel ist, schaue ich auf das vergangene
Jahr zurück um Euch, die Ihr an unserer Commune
hier Anteil nehmt, einiges von unserem Leben
zu berichten.
Das neue Jahr beginnt für uns immer mit Siddharthas
Geburtstag am 2. Januar. Er ist in diesem Jahr
71 geworden und möchte am liebsten gar keinen
großen Aufwand an diesem Tag, doch wir feiern
Ihn unbarmherzig, genauso wie jeder Geburtstag
in der Commune – ob von Residents oder von Gästen
– gefeiert wird mit persönlichen Glückwünschen
und Umarmungen, mit Geburtstagsliedersingen schon
beim Morgenmeeting, mit – wenn´s geht –
einem besonderen Mittagessen, mit ausuferndem
Geburtstagsliedersingen in Anwesenheit von Nachbarn
und Freunden zum Kaffeetrinken, zu dem sich das
Geburtstagskind seinen Lieblingskuchen von Cheshta
wünschen darf und mit Sektgelagen nach der
White Robe. Ein besonderes Geburtstagsfest war
in diesem Jahr der 65igste von Sigari am 13. November.
„Meine Güte, jetzt gehe ich auch schon auf
die 70 zu“, sagte sie strahlend um sich blickend
und „Mein schönstes Geschenk ist, dass Ihr
alle hier seid und mit mir feiert“, wobei sie
keinen Tag älter als 40 aussah. Sie hatte
sich beim Sommerfest in Naveenos Stimme verliebt
und Andrees, Naveeno und Bodhi vom Parimal eingeladen
und wir hatten einen wunderschönen Sufiabend
zusammen. Veetam war auch da und hat getrommelt.
Das nächste große Ereignis des Jahres
ist für mich immer der Garten, der jetzt
unter einer Lage Mist aus Martin`s (unser Klettingshammer
Freund und Nachbar) Schafstall überwintert,
wobei man gerade heute nicht von Winter sprechen
kann. Es ist warm und regnet ununterbrochen, doch
wir hatten schon einen zweiwöchigen Wintereinbruch
im November mit Schnee und Minustemperaturen,
wo es mir gerade noch gelungen ist, den Zuckerhut
(ein Wintersalat) rechtzeitig in´s Gemüselager
zu bringen. Durch den Klimawandel ist auch bei
uns das Wetter unvorhersehbar geworden. Dieses
Jahr, z.B. musste ich kaum wässern, was gut
war, denn die Pumpe hatte ihren Geist aufgegeben,
während ich letztes Jahr viel Zeit mit wässern
verbracht habe.
Dafür waren dieses Jahr die Schnecken dran.
Habt Ihr schon mal ein wunderschönes Bohnenbeet
angelegt, die Pflänzchen mit Freude keimen
und wachsen sehen und dann! Im Laufe einer Nacht!
Zweidrittel abgefressen! Ich war einen Tag und
eine Nacht außer Gefecht gesetzt. Alles
erschien mir sinnlos – selbst die Tatsache, dass
biologische Bohnen, die wir für den Winter
tiefgefrieren, ein wichtiges Nahrungsmittel für
die Commune sind. Doch dann kam Rikta, Shunyams
Tochter, und sammelte innerhalb eines Tages einen
großen Eimer voller Schnecken, die wir
in der Sormitz wegtreiben ließen. Ich muß
gestehen, dass ich in meiner Verzweiflung sogar
zu Schneckenkorn gegriffen habe, wobei natürlich
am gleichen Abend Osho in der White Robe über
„Reverenz for life“ sprach und ich am nächsten
Morgen betroffen auf die elendiglich krepierten
Schneckenleichen starrte, die zuhauf um die Hokkaidopflanzen
lagen, während mir seine Worte im Kopf rumspukten.
Tja, liebe Freunde, das Leben ist eine permanente
Herausforderung!
Die Zeit raste dahin und schon war das Sommerfest
herangerückt, das dieses Jahr zeitgleich
mit einem von Siddhartha, Mandir und Shunyam mitgestalteten
Künstlerevent stattfand. In der Heinrichshütte
(5km von uns entfernt) wurden Kunstwerke in Eisen
und Aluminium gegossen. Dieses von Bertelsmann
und der Vereinsbank gesponserte Event brachte
Künstler aus Deutschland und Holland in unsere
Gegend, von denen viele bei uns übernachteten.
Zusammen mit schon bekannten und neuen Sommerfestgästen
ergab dies ein hochenergetisches Gebräu
unterschiedlichster Menschen, die sich für
drei Wochen bei uns tummelten und anscheinend
sehr wohlfühlten.
Auch einige Centerleiter kamen in dieser Zeit
für ein Wochenende bei uns zusammen. Shaida
und Prem Buddha, die in Vilnius ein Center leiten,
scheuten die weite Reise von Litauen nicht, Ninado
kam als Vertreter des Parimal, Laya als Leiterin
des Ketan in Stuttgart und schließlich trafen
noch Dhanya und Atman ein, die seit einigen Jahren
mit viel Energie und Liebe ein Oshocenter in Chemnitz
aufbauen.
Für einige Leute in der Commune war dieses
Sommerfest das schönste seit einigen Jahren,
was wir darauf zurückführen, dass bei
uns viel Raum für Spontanität und Kreativität
jedes Einzelnen ist. Manchen mag diese Haltung
zu Beginn etwas verunsichern, doch immer entstehen
wunderschöne Situationen daraus, so wie der
Abend in der Tanzhalle, als viele der Gäste
etwas vortrugen und von den anderen beklatscht
und bejubelt wurden oder wie die Trommelsession,
die spontan auf dem Platz vor dem Herzhaus entstand,
als Bodhi und die Parimalis abfuhren. Alle versammelten
sich in der Runde und trommelten sich die Seele
aus dem Leib, während Tänzer in den
Kreis sprangen und ihn wieder verließen.
Auch jetzt rufen die Leute wieder an und fragen
nach dem Programm, das wir für Weihnachten
und Sylvester haben. Wir haben natürlich
eine gewisse Struktur; so treffen wir uns ganz
traditionell am Weihnachtsabend gemütlich
am Tannenbaum und bleiben auch in der Sylvesternacht
beisammen. Am Feuerplatz lodert ein herrliches
Feuer und auch die Schwitzhütte ist an. Man
kann in der reinen Luft auf dem Gelände hin
und herpendeln, da und dort Leute treffen und
miteinander reden, Filme angucken, meditieren,
tanzen, Sessions austauschen (Massage, Tarot,
Heilsteine), Musik machen und singen, zusammen
essen und zusammen kochen und sich was vorlesen.
Man kann auch für sich sein und in die Stille
gehen, wie die zwei Frauen, die sich für
ein silent retreat angemeldet haben.
Es ist nicht das Programm, das den Reiz unserer
Feste ausmacht. Es ist das Interesse aneinander,
die Anteilnahme, die Freude an der Individualität
des anderen, die Freude am gemeinsamen Menschsein.
Wir sind nicht dazu geschaffen, einsam vor uns
hinzuvegetieren. Deshalb leben wir hier zusammen
in dieser Commune und wünschen uns, dass
wir mehr werden. Vor allem jüngere Leute
und Kinder sollten zu uns kommen, damit diese
wunderbare Lebensweise Zukunft hat.
Es kamen in diesem Jahr viele Freunde zu Besuch
und lebten einige Zeit mit uns, unter ihnen auch
viele Kinder und Jugendliche. Fast immer waren
Gäste da. So kam Rashmi mit ihren Töchtern
Emma (4) und Zoe (1) für fast acht Wochen
– am Wochenende kam auch ihr Lebensgefährte
sodass wir uns ganz gut kennenlernen konnten.
Auch Abirvan aus Dessau kam mit seiner Enkelin
Miriam (4) für einige Zeit und verputzte
unter anderem eine riesige Wand für das
noch zu entstehende Museum, während wir auf
Mimi aufpassten und viel Freude miteinander hatten.
Susanne, die bei uns zu Ma Prem Nadeesha wurde,
kam mit ihrer Tochter Zoe, die sich dann schnell
mit Steffis Tochter Julia und Veetams Tochter
Sophia anfreundete, da sie alle ungefähr
im gleichen Teenageralter sind. Im Oktober feierten
wir schließlich noch eine weitere Sannyaseinweihung.
Barbara, die aus der Nähe von Frankfurt/Main
kommt, wurde dabei zu Ma Deva Surta.
Zweierlei möchte ich Euch noch berichten:
Mandir strebt jetzt mit viel Enthusiasmus eine
Sängerkarriere an. Er hat mit Musikern aus
der Gegend, mit Janesha aus Nürnberg und
mit Veetam eine Band gegründet, die sich
ab und zu bei uns trifft und Musik macht. Auch
wir werden mit einbezogen, wenn es um Hintergrundgeräusche
geht. Wir treffen uns dann im Meetingraum und
singen „A deep,deep,deep,deep,deep,deep, a welcome
situation“ im Chor.
Und schließlich entsteht auch noch ein Hörbuch
als gemeinsames Projekt. Siddhartha, der ja –
wie Ihr sicher wißt – seit einiger Zeit
an seinen Memoiren arbeitet, hat daraus ein Hörbuch
zusammengestellt, das wir jetzt mit verschiedenen
Vorlesern aufnehmen. Diejenigen von Euch, die
lieber Geschichten vorgelesen bekommen, als sie
selber zu lesen, können sich schon darauf
freuen.
Zum Schluss möchte ich noch eine Liebeserklärung
abgeben an meine Mitcommunarden, mit denen ich
seit 6 Jahren hier lebe. Wir kennen uns so gut
– von allen Seiten und können uns wahrscheinlich
deshalb aufeinander verlassen. Aklank, Avrati,
Bernhard, Cheshta, Gunageet, Mandir, Niranjano,
Sagar, Sharan, Shunyam, Siddhartha, Sigari
Ich danke Euch dafür, dass Ihr mir so treue
Spiegel seid!
Alles Liebe von uns Agneya
Wo verbringe ich meinen Urlaub?
1. Ein Platz mit OshoSannyasins in Venedig, direkt
am Meer, mit schöner Meditationshalle sehr
heiß, sehr erfreulich.
2. Zu Hause : entweder Sorgen, Ängste (irgendwas
wird kaputt), nicht sehr schön (laut, stinkend,
irgendwie öde, trocken).
3. „bei Osho", nämlich in Oshostadt,
Zschachenmühle, Thüringen. Das bedeutet:
Eher kühl von der Lufttemperatur, aber ziemlich
warm von der Herzenstemperatur. Auch wenn man
nur kurz da ist, kann man sich zu Hause fühlen,
weil die Menschen hier aufeinander schauen und
Anteil nehmen. Bist du dick, dünn, blöd,
gescheit, hier wirst du angenommen. Und: wirst
du geliebt.
Was heißt denn das?! Das heißt, Oshos
„unconditional love" beschenkt dich so wie
Licht und Regenschauer auf die Erde kommen. Graue
Theorie?
Wie schaut die Praxis aus: Du wirst behandelt
wie ein Familienmitglied und nicht wie eine wildfremde
Person, ein zahlender Gast. Hier gibt es keine
geheuchelte Geschäftsfreundlichkeit, sondern
hier „werden sie wirklich geholfen".
Kleines Beispiel: Stell Dir vor, Du bist hierhergekommen
mit Deiner Scheuklappenmentalität wie ein
kleines, eingesperrtes Perlhuhn. Da stehst Du
jetzt da und schaust durch das Gitter Deiner Stalltüre
ins Freie und kannst Dir eigentlich nicht helfen.
Da kommt Siddhartha daher und nimmt Dir das Gitter
weg. Jetzt hast Du die Freiheit. Aber, wiederum:
Er warnt jeden, der vorbeikommt und zuschaut:
„NICHT SCHIEBEN!" Du darfst nämlich
auch im Stall bleiben, wenn Du willst.
Die neugierigen Thüringer spazieren hier
herein in den Park, und was sehen sie: Einen Chef,
der aussieht (und handelt) wie eine Verkörperung
von Dumbledore und Miraculix, und ein Völkchen,
das streitet, liebt und lacht, und um einen riesigen
Festtagstisch sitzt wie das berühmte gallische
Dorf.
Wenn Du hierherkommst, wird er Dir kaum entgehen:
der Zauber. Ma Satyam Vidhata
Liebe Oshostädter,
einerseits kommt es mir schon wieder wie eine
Ewigkeit vor, dass ich bei Euch Gast sein durfte,
andererseits, wenn ich nach Innen schaue, halten
sich herzlichwarme Eindrücke davon noch ganz
und gar lebendig.
Es waren wirkliche „Ferien vom Ich", die
ich bei Euch verbracht habe, da kaum hatte ich
die Pforte der Zschachenmühle überschritten
mein normaler, schon recht unbewusster Panzer
Löcher bekam, und meine Lebensfreude sich
wieder mal hinauswagte.
Alles, was ich lange vermisst habe, habe ich vorgefunden:
ein freundliches, lebhaftes und gelassenes Miteinander,
liebevolle Aufmerksamkeit aber auch das Zugestehen
von Alleinsein und Alleingängen, stille Verbundenheit
während der White Robe, lustige, kreative
Abende voller Musik, intensiven Gesprächen
am Feuer, erfrischende Dynamische am frühen
Morgen, genüssliche Mittagessen in der Sonne,
Abendspaziergang durch den blühenden Garten,
Sternschnuppen erspähen am klaren Nachthimmel...
Das Gefühl, zuhause zu sein.
Ihr alle, liebe Oshostädtler, habt euch in
meinem Herzen eingenistet. Und Euch allen und
auch vielen anderen Gästen möchte ich
danken für diese heilsamen Wochen, und natürlich
vor allem Osho, denn seine Vision nährt Euren
Platz!
Jetzt wünsche ich mir, dass die Samen, die
in diesem Sommer neu in mir ausgesät wurden,
aufgehen und zu einer sichtbaren Pflanze werden.
Euch aber wünsche ich weiterhin viel Freude
und Energie, um diesen Ort weiter gedeihen zu
lassen, Besucher und Gäste, vielleicht auch
weitere Mitbewohner, die Euch inspirieren und
unterstützen.
Alles Liebe Kabira
Karla Bildhauerei Keramik Grafik
Meine Zeit in der Zschachenmühle
Im September 2007 konnte ich an einem EisengussSymposium
in der Heinrichshütte Wurzbach teilnehmen.
Eine sehr interessante Zeit für mich. Zehn
Tage in denen das Modell einer Plastik in Sand
abgeformt, die Form mit flüssigem Eisen ausgegossen,
der Guss anschließend überarbeitet
und für eine Ausstellung aufgesockelt werden
musste.
In unmittelbarer Nähe der Gießerei
konnte ich Quartier nehmen in der Zschachenmühle.
Das kam mir ursprünglich vor allem deshalb
günstig vor, denn bei einem Arbeitsbeginn
von 6.45 Uhr in der Gießerei wollte ich
keinen so langen Anfahrtsweg haben. Am Tag meiner
Anreise, Sonntag, dem 23. Oktober wurde ich freundlich
empfangen und konnte mir ein kleines Zimmer aussuchen.
Der Steinladen weckte gleich mein Interesse und
am Ende des Symposiums verließ ich ihn mit
einer großen Tüte voller „Schätze".
Die meisten Hausbewohner stellten sich gleich
vor, fragten nach mir und beantworteten bereitwillig
Fragen zur Kommune.
Nach meiner Arbeit hatte ich oft noch Zeit, das
Anwesen zu besichtigen und immer wieder gab es
interessante Gespräche, z.B. mit Aklank,
der mir aus seinem Leben und einiges über
Osho erzählte. Avrati zeigte mir das Haus,
Sigari suchte Steine für mich aus und erklärte
mir das Steinmuseum, Sagar lud mich zum Tee ein
und Shunyam beeindruckte mich mit seiner Vielseitigkeit.
Cheshta, den ich fast jeden Tag traf, hatte immer
ein freundliches Wort oder ein charmantes Lächeln
für mich und gewann meine Zuneigung durch
die unwiderstehlichen „Datschi".
Besonders beeindruckte mich die Persönlichkeit
von Siddhartha durch seine Offenheit, heitere
Gelassenheit und sein erlebnisreiches Leben.
Am Tag meiner Abreise hatte ich das Gefühl
meine Familie zu verlassen. Das Quartier für
mein Symposium war inzwischen wie ein Zuhause
geworden. Ich erinnere mich gern an diese Zeit
und freue mich schon darauf, die Tage zwischen
Weihnachten und dem Jahreswechsel 2008 mit meiner
Freundin hier verbringen zu können.
Karla Gänßler
Liebe Freunde von der Zschachenmühle,
da wir heute erstmal seit unserer Rückkehr
in Münster wieder die Sonne sehen, kommen
wir dazu Euch einen kurzen Lobgesang zu singen.
Vor allem vielen herzlichen Dank für Euere
Freundschaft. Wir haben uns von Euch allen herzlich
aufgenommen und liebevoll behandelt gefühlt.
Wir erinnern uns gerne an das White Robe Evening
Meeting in dem Raum mit OshoSessel, OshoRoben
und OshoBildern. Wir waren ganz berührt.
Wir sehnen uns nach der heilsamen, frischen Luft
in der Zschachenmühle. Hier in der Stadtmitte
kann man nur davon träumen. Wenn sich die
Sonne hier überhaupt blicken lässt,
gehen wir im Geiste in Euren »natürlichen
Kunstgarten« (oder ,kunstvollen Naturgarten'?),
wo wir auf einer von der Sonne bestrahlten Bank
sitzen und sonnen konnten. Nachher waren wir
richtig ,besonnen'.
Wir möchten noch kurz einige individuelle
Lobgesänge hinzufügen. Nochmals herzlichen
Dank, lieber Sagar, für deine heilsame Kristallsession.
Deine kühlen von Oshoenergie geladenen Kristalle
und deine heißen Heilhände führten
zu einer ganz sanften Heilung meines ganzen Systems.
Danke auch für die knoblauch und zwiebelfreien
Speisen für mein , empfindliches' Mägelchen.
Auch an die köstlichsten Kuchen erinnern
sich unsere Zungen gerne, lieber Cheshta. Können
alle Indianer so gut backen? Nur schade ist, dass
unsere zweite Session nicht geklappt hat. Aber
beim nächsten Mal schaffen wir es bestimmt.
Deine Großzügigkeit, lieber Siddhartha,
berührt uns jedes Mal. Es war schön,
dass wir zusammen immer wieder lachen konnten.
Hier fügen wir, wie versprochen, einige ,KrokodilGedichte'
von Arpana hinzu:
Ein Krokodil fragt sich vergebens nach Sinn und
Unsinn seines Lebens. „Mein Leben ist so öd
und stumpf, ich sitze tief in meinem Sumpf. Warum
mich noch mit Brüten plagen? Warum den zähen
Flughund jagen?" Da ging der Himmel plötzlich
auf, mit goldnen Lettern stand darauf: „Der Grund
dafür, dass es dich gibt, ist der, dass Gott
dich innig liebt." (Doch ach!) Der Aufwand
war umsonst gewesen, Das Kroko konnte gar nicht
lesen.
Ein Kroko aus Afghanistan biss kürzlich einen
Taliban. Ein Ami sprach: "Eh, das war smart,
dafür kriegst du das 'Purple Heart1 Ich kann
dir höchsten Lohn verheißen, würd'st
du für uns Bin Ladin beißen!"
Das Kroko sprach: "Ich bleib so frei!"
und biss als erstes den GI.
Ein Krokodil aus MünsterEifel, das hatte
große Glaubenszweifel. „Ob es wohl Gott
im Himmel gibt, und wenn, ob er mich dann auch
liebt?" Um diese Zweifel zu vertreiben, wollt
es dem Papst ein Briefchen schreiben: „Ich wohne
hier in MünsterEifel und habe große
Glaubenszweifel." Zu seinem allegrößten
Glück, schrieb ihm der Papst auch bald zurück:
„Ich wohne hier im Vatikan und glaube selber nicht
daran."
Ein Kroko aus Gdansk in Polen, das wollt sich
einen runterholen. Es fing schon flott zu nibbeln
an, da dacht mit Schrecken es daran, die Handlung
könnte Sünde sein und stellte schnell
das Rubbeln ein. Als es zur nächsten Beichte
kam, gestand das Kroko voller Scham, „Und einmal
nachts, unter den Decken, wollte ich Sünder
mich beflecken." Der Pater blickte tadelnd
drein: „Mein Sohn, das sollte so nicht sein, das
ist nicht recht, ist nicht zum Spaßen, lass
dir doch lieber einen blasen!"
Seid alle von uns lieb umarmt Satyam &
Arpana
Hallo Siddhartha
Du hast mich gebeten etwas über Oshostadt
zu schreiben. Ich habe gezögert, da es schwierig
ist, ohne zu wissen zu welchem Zweck dies geschehen
soll, dem Thema gerecht zu werden.
Ich schreib einfach was mir einfällt.
Als ich vor vielen Jahren zum ersten mal in der
Zschachenmühle war, hing noch in allen Ecken
der NVA Mief, der Ort war grau und es war nur
schwer vorstellbar, dass sich hier ein Platz
entwickeln könnte, der licht und klar ist.
Dies ist mittlerweile geschehen. Oshostadt ist
ein Ort, wo tiefe Meditation passiert. „The rising
of the essence" ist auch hier spürbar.
Es ist ein Pionierplatz aber nicht mehr so feurig
wie Purvodaya, es ist ruhiger.
Für mich als Architekt ist der Zustand der
Gebäude, die Möglichkeit sie zu nutzen,
der perfekte Ausbau ein Hauptfokus. Davon muss
ich aber Abstand nehmen, da ein Versuch diesen
Platz mit betriebswirtschaftlichen und gesellschaftskonformen
Augen zu betrachten mich nur in eine Hoffnungslosigkeit
bringt. Um den Platz so umzubauen wie ich den
Anspruch hätte dies zu tun wäre uferlos
viel Geld nötig, das vermutlich im Rahmen
der von Euch gewählten Struktur nur schwer
aufzubringen ist. Der Fokus um diesem Platz gerecht
zu werden, muss somit hin zu den in Oshostadt
lebenden Menschen gehen und deren Arbeit an sich.
Das Werk ist nicht die Errichtung oder Sanierung
von Gebäuden, was mein beruflicher Fokus
ist, sondern das Schaffen eines Felds in dem innerer
Friede und Wachstum möglich ist.
Im Rahmen eurer finanziellen Möglichkeiten
habt Ihr viel erreicht. Ich sehe, dass über
die Jahre sich langsam der Platz entwickelt hat,
Raum geschaffen wurde für mehr Leute, ein
bisschen Komfort Einzug gehalten hat. Der Garten
ist ein Traum, der Spiegelsaal ein Raum des Innehaltens.
Ich bin dankbar für die Zeit, die ich in
Purvodaya/ Rajneeshstadt war. Ich habe da viel
gelernt. Ich bin auch dankbar für Oshostadt,
wo ich das Gefühl habe willkommen zu sein.
Ich bewundere den Mut von Dir und den Leuten die
in Oshostadt leben, dieses Experiment zum Teil
zum wiederholten Mal zu wagen.
Liebe Grüße Deepam
Die bisher am Jahresende stattfindende Vereinsversammlung
wird verschoben auf voraussichtlich Pfingsten.
Eine Einladung an die Vereinsmitglieder wird rechtzeitig
verschickt.
Wir laden Euch alle herzlich ein für Weihnachten
und Sylvester vom 22. 12. 7.1.08. Bringt Eure
Kinder mit (falls vorhanden). Der Winter soll
sich ja recht vielversprechend mit Schnee einfinden.
Bei uns ist es dann immer gut geheizt und gemütlich.
Weihnachtsbescherung, Klassisches Konzert am 30.
um 16.00 Uhr mit Avrati und Sabine: Klavier und
Flöten, Sylvesterfeuer, Wanderungen, Schwitzhütte,
Thermalbad, Freunde treffen, White Robe und der
spontanen Kreativität folgen.
VON MANDIR:
Hallo, Wiedergeburt durch durchfliesen lassen
und Creativität
Aus ein paar Zeilen wurden rasch 12 brauchbare
Songtexte, die meisten in Deutsch. Na ja, die
Vorbereitungszeit von ca. 3000 Jahren nicht mit
gerechnet.
Janesha, Veetam und Mandir begannen bereits während
des Sommerfestes mit den ersten Spielereien.
Kurz nach dem Sommerfest hatten wir bereits 2
mal eine dreitage Session mit komplettem transportablen
Tonstudio.
Am Ende so einer Session gab es dann eine kleine
Party mit allen für alle, die zuletzt auch
mit der Unterstützung von SAMO von AFROTON
ein energiegeladenes Highlight war. Er spendete
2 Riesenkisten mit Percussion und afrikanischen
Trommeln. Samo hatte damals auch auf dem Schloß
gelebt und war dort der Tonstudiomeister.
Mit befreundeten Musikern aus Jena, die das freie
Improvisieren lieben, hat sich für diese
Zeit eine Band zusammengefunden. Bandname: Das
Oshoten. Diesen Bandnamen wollen wir auf alle
Fälle lassen. Jeder, der daran interessiert
ist, ist jederzeit willkommen. So konnte ich mich
bestens hineinstürzen in ein neues Abenteuer;
natürlich nicht ohne meine Freunde. Ich
wurde recht schnell darauf aufmerksam, dass ich
die noch weniger als wenig Töne traf. Dafür
trafen mich Töne aller Couleur ungehindert,
da wo ich jetzt meine Leberflecken habe. Ja, es
ist schön! Bei der Betrachtung meines Spiegelbildes
erkenne ich, dass mein stetiges Braunwerden genüßlich
vorranschreitet. Kritik? Oh, davon bekam ich viel!
„Du sprichst ja mehr als du singst!“
Das ist heilsam, so wie Balsam auch für mich.
Nun weiß ich, da ist meine Möglichkeit..im
Sprechgesang. Der kostenfreie Musikunterricht
in Saalfeld wird mich sicher aufmöbeln, neubesohlen,
mir den Staub von den Stimmbändern klopfen
und anderen das Hara zu Berge stehen lassen.
Geplant ist ein Tonstudio. Wer Interesse hat,
kann ja mithelfen. Anbei eine kleine Strophe aus
dem Reggae. Es ist der zweite entstandene Song
und es gibt ihn auch in einer deutschen Version,
noch ohne Partitur.
TITEL: Do you Remember
1. Strophe
Intro: Nase putzen
oohhh.. what a glory satisfaction
By all this daily action
do you remember? Instrumente aus
Sprechgesang it is what is and aint what aint
AlleSingen this is a deep,deep,,deedep . deedep
a deep,deep,,deedep. . deedep
Sologesang A deep,deep,,deedep deedep deedep
Instrumente steigen ein A welcome situation
Mandir
Zum Höhepunkt der „Lobhudelei“ noch
die Kurznachrichten von der Baufront 2007:
> Kristallkugel auf Sockel gestellt zum Sommerfest
> Carport an der Villa fertig mit Bernhards
Fleiss
> Sitzgruppe vorm Herzhaus, auch Bernhard
> 2te Holzheizung in der Villa eingebaut
> alte Kohlenheizung unter Turnhalle abgebaut
> zwei süße Zimmerchen im Schloss
renoviert
> u.v.m. …
* * * HERZLICHE EINLADUNG * * *
Kommt zu Siddharthas Geburtstag 1./.2. Januar
2008
Zum WeihnachtenNeujahrsFeiern 2. 12. – 7.1.08.
Weihnachtsbescherung, Klassisches Konzert am 30.
12. 16.00 Uhr mit Avrati und Sabine: Klavier und
Flöten, Silvesterfeuer, Wanderungen, Schwitzhütte,
Thermalbad, Freunde treffen, White Robe und ...
Es sind bisher folgende Filme auf DVD
erhältlich:
1. Purvodaya – „Aufblühen des Wesentlichen“
DVD, 85 min
2. Schloss Wolfsbrunnen – „Der Beginn“ DVD, 70
min
3. Schloss Wolfsbrunnen – „Pioniere 1“ DVD, 45
min
4. Schloss Wolfsbrunnen – „Pioniere 2“ DVD, 40
min
5. Schloss Wolfsbrunnen „Die Eröffnung“
DVD, 50 min
6. Poona 1 und Oregon DVD, 45 min
7. Kristalle „Magie der Elemente“ DVD, 50 min
Preise: FilmDVD a 18 EUR, MusikCD a 13 EUR
Musik aus Purvodaya und Schloß Wolfsbrunnen
– mit Joshua, Nishant, Hamido, Bodhi, Dhyanesh
u.a.
1. Red Rocket – fetzig rockig, Flug nach Oregon
2. Quantum Leap – auch fetzig rockig Sannyasins
in Oregon
3. Flute – Schöne Flöten und Gitarrenmusik
von Nishant
4. ES – Siddharthaband mit berühmten Badewannensong
jeder Musiker hat einen Song komponiert
5. YMusik – aus Siddharthas Künstlertagen
A und B
mit geschlossenen Augen auf Trip gehen!
6. „The Indian House“ Oshostadt live in
Auszug aus Siddharthas Hörbuch „Geschichten
aus dem Nichts“:
10 CDs mit jeweils 15 abgeschlossenen Kurzgeschichten
a 5 min vom Mittelalter bis Oshostadt, gelesen
von Cheshta, Agneya etc: Preis pro CD 10,EUR:
InPoonausdemBahnhofkommenMeditation
Drei wunderschöne Mädchen in wallenden
weißen Kleidern begrüßen mich
wie einen alten Freund. Sie strahlen mich an,
glückselig, wie Honigkuchenpferdchen. Ihre
roten Wangen beben vor Inbrunst und Glück.
Ich dachte: Oh, was für guten Haschisch gibt
es hier, und: wieso sind hier die Sannyasin in
Weiß? Sie sagen jedoch, daß sie glücklich
seien, weil sie mich sehen. Ich käme doch
sicher wegen der Meditation nach Poona, was ich
nicht komplett bestreiten noch bejahen wollte.
Ich wollte einfach keine Diskussion, sondern
zur Sache kommen. Daraufhin wogten ihre Busen.
Aber eine, die voran, faßte mich ganz zärtlich
an, meine Gefühle stiegen in schwindlige
Höhen, meine Hose beulte sich leicht. Die
anderen sagten: “Wir lieben dich!” Gleich drei?
Das haute mich um. Ich verlor den Boden unter
den Füßen, wollte sie schon ankrabbeln,
da sagten sie, ich sei willkommen bei den Kindern
Gottes. Drei wären ja genug, aber noch mehr
wären zu viel der Meditation. Und sogar Kinder?
Ein bißchen zu alt dafür.
Ein Deutscher namens Sw. Prem oder so war zufällig
da. Er sagte, er sei mein rettender Engel. Er
könne sich als Freund empfehlen und würde
mir ganz Poona zeigen. Ich sah sofort an der Art,
wie er ein Taxi herbei orderte, daß er sich
auskannte. Zunächst also würde er mir
ein gutes Restaurant zeigen. Der ”Blaue Diamant”
sei nach unseren Vorstellungen sehr billig.
Er bestellte auf Teufel komm raus. Auf der Rechnung
fand ich dann, daß ein Bier 10,00 Mark kostete,
5 x so viel wie in Bayern und, daß die Rechnung
so viel ausmachte wie die Hälfte meines mitgebrachten
Budgets! Ich solle ein Doppelzimmer in diesem
“Blauen Diamanten” nehmen. Ich fragte ihn, ob
er das spendieren würde, denn ich sei jetzt
ein armer Mann. Genüßlich erzählte
er nun, daß er von Osho die BettlerMeditation
bekommen habe, denn er sei in Düsseldorf
ein Millionär, der mit Geld nicht umgehen
könne und durch diese Meditation nach 3 Monaten
Praktikum ein realistisches Verhältnis zu
Geld und Erfahrung im Armsein bekommen könne.
Er solle mal Elend und Hunger erleben, bewußt
genießen und das verschwenderische Leben
der Reichen von unten betrachten. Da habe ich
ja gestaunt und mir vorgenommen, Bhagwan zu bitten,
mir die “Ausarmmachreich”Meditation zu verschreiben,
denn ich war jetzt kirchenmausarm. Lange schon
hatte ich auf eine Million geschielt.
Rundbrief Frühjahr
2007:
Am 29. Mai wurde der von Shunyam
neu eingerichtete Oshostadt Kyudojo mit einem
Festakt feierlich eingeweiht. Landschaftlich
an einer der schönsten Stellen unseres
weitläufigen Geländes gelegen, steht
nun einem Kennenlernen und Weiterbilden des
Zen in der Kunst des Bogenschießens (Herriegel)
nichts mehr im Wege Es steht Gerät für
Anfänger und Fortgeschrittene zur Verfügung.
Auf unserem anderen Bogenschießplatz ist
das europäische Bogenschießen mit
Langbogen, Recurve und Compoundbögen bis
zu einer Distanz von 60 m ebenfalls möglich.
In unserem sportlichen Angebot ist weiterhin
eine neue TurnierTischTennisplatte dazu gekommen,
und unser BadmintonCourt ist ebenfalls ein
besonderes sportives Schmankerl. Einige weitere
Gründe, unsere OshoKommune demnächst
mit einem Besuch zu beehren.
Kyudo – Einführung
in den meditativen und praktischen „Weg des
Bogens“. Juni – August 2007 Mittwoch und Sonntag
1718:30, oder nach Anmeldung unter 036652 28036,
shunyamart@oshoketan.de.
Eine Kristallkugel
von Größe und Kraft!
Siddhartha immer noch von der
schnellen Truppe, kam neulich von einer Traumreise
mit einem verwirklichten Traum, einer schweren
geheimnisvollen vernagelten Kiste zurück:
Eine 500 Kilo schwere Bergkristallkugel mit
fast 1 Meter Durchmesser. Seither befindet sich
diese unglaubliche Kugel, wohl die größte,
die man je gesehen, in unserem an außergewöhnlichen
Energieplätzen reichen Park. Sie zieht
uns und jeden Besucher in ihren Bann.
Der Kugel folgte folgerichtig die Vorstellung,
dass man sie mit schönen Bänken umrunde
und wunderbar verweilen und meditieren könne.
Als die Frage der Bänkefinanzierung auftauchte,
erschien, wie ein Engel Ma Pavitra mit der Idee,
zwei dieser acht Bänke à 80 Euro
zu sponsern und tat es auch. Als dann die Kugel
ausgepackt war, legte sie nochmal zwei Bänke
drauf. Seither hoffen wir auf weitere Sponsoren,
die eine Bank übernehmen. Wir werden sie
durch ein kleines Schild ehren und dieser Platz
wird allzeit für sie da sein. Die Einweihung
wird während des gesamten Sommerfestes
stattfinden. Bis dahin wird Shunyam ihr einen
Mamorsockel der feinsten Art geben und erhebende
Worte des Dankes eingravieren.
Seminar Programm 2007
PendelTagesseminar
mit Sigari Gartung, am
28.7.`07 und am 27.10.’07 von jeweils 10.00
bis ca.16.00 Uhr. Eine Einführung in das
Pendeln (die Handhabung der Einhandrute). €
75,.
Steinheilkunde ist
eine Kristallgruppe mit Sagar & Sigari,
vom 21.9. – 23.9 ’07.
VorabBuchung 1 Monat im Voraus 10% Ermäßigung.
(Ankunft am Vortag, Seminarbeginn um 17.00 Uhr
mit der KundaliniMeditation.)
Der Mystic Circle ist eine intime Reise in die
feinsinnigen Reiche der Kristallenergien. Für
einige wird es die Wiederentdeckung einer Heilkunst
sein, für andere ein Abenteuer, welches
sie in unbekannte Stille und meditative Bereiche
ihres Wesens führt. Für alle bereitet
es eine Möglichkeit, mit Sagar und Sigari
und ihren Kristallen, die sie auf der ganzen
Welt gesammelt haben, eine Atmosphäre
zu kreieren, in der ein tiefes Heilen sein kann.
Der Mystic Circle ist speziell für Menschen,
die eine liebevolle innere Verwandtschaft zu
Kristallen spüren und bereit sind, sich
mehr und mehr deren magischen Qualitäten
zu öffnen. Die Gruppe ist auch für
diejenigen, die im Stress des Alltags den Weg
des Herzens nicht verlieren möchten.
Sagar und Sigari haben seit vielen Jahren eine
enge Verbindung mit dem indischen Mystiker Osho.
In ihrem eigenen Leben haben sie entdeckt, dass
die Energien der Kristalle eine wichtige Rolle
spielen können in den Bereichen der Gesundheit,
der Entspannung, der Meditation und der Liebe.
Die Gruppe ist die erste von einer Reihe von
Wochenenden, in denen wir diese innere Reise
vertiefen werden.
Kristall Sessions: Mit einer wertvollen Kollektion
von Kristallen und EnergieObjekten, gesammelt
über viele Jahre, und einer großen
Pyramide, ist ein mystischer Raum entstanden,
in dem eine außergewöhnliche Stille
herrscht. In dieser Atmosphäre ist es möglich,
den Weg zu unserer eigenen inneren Ruhe und
Ausgeglichenheit zurück zu finden. In der
entstehenden Entspannung bringt Sagar seine
intuitiven Kräfte zur Wirkung mit Hilfe
von einem GanzkörperLayout von Steinen
und Kristallen, Farbtherapie, Aura Soma, Reiki
und vielem mehr.
Einzelsessions im Kristallzimmer, 90 min. €
60..
Hatha Yoga für
Frauen, mit Vedanta Avrati.
Vom 24. 26.08 `07. und 5. 7.10.`07 € 150,
Wir erlernen leichte Körper und Atemübungen,
die sanft und wohltuend auf das gesamte Körpersystem
einwirken, Organe und Kreislauf stärken,
die Konzentration fördern und mentale/emotionale
Spannungen lösen können.
Frauengruppe, ebenfalls mit Avrati, vom 6.8.7.
und 14.16.09.`07. € 150, Gemeinsam entdecken,
spüren und feiern wir unser FrauSein,
geben unserem natürlich kreativem Wesen
Ausdruck durch freien Tanz, Musik, Lieder, versch.
Meditationen, Yogaübungen. Eigene Ideen
sind herzlich willkommen! Abschließend
teilen wir unsere Erfahrungen in dieser Gruppe
mit (wer möchte). Ich freue mich auf euch!
(Seminarbeginn samstags um 10.00)
Intuitive Körpermassage
mit Gunageet.
Einzelsessions nach Anmeldung.
1 Stunde € 30.
Awareness, mit Aklank.
The key to living in balance: witness You are
not the body, witness You are not the mind,
witness You are only this witnessing consciousness.
Reiki, Rebirthing, pränatale Massage, aktive
und stille Meditationen, Beratung.
Einzelsitzung € 30.
LIVING FOR LOVE mit
Agneya.
5.10 7.10. `07. Seminarbeginn ist um 18.00
Uhr. € 150,
In dieser Gruppe werden wir erforschen und erfahren,
was Liebe ist. Liebe ist unser natürlicher,
ursprünglicher Zustand, der sich von alleine
entfaltet, wenn wir das aus dem Weg räumen,
was den Fluß unserer Liebe verhindert,
z.B. Wut, Angst, Haß, Trauer, Resignation,
sich vergleichen usw. „Aus dem Weg räumen“
bedeutet einfach, uns diese Gefühle, die
oft im Unbewußten vergraben sind, bewußt
zu machen und zu erfahren, dass wir nicht diese
Gefühle sind. Dadurch kommen wir ein Stück
näher zu uns selbst, zu unserem Zentrum,
unserem ursprünglichen Gesicht. Die Gruppe
beinhaltet geleitete Meditationen, bioenergetische,
gestalttherapeutische und tantrische Elemente,
Schwitzhütte, Tarot, zusammen Feiern, (incl.Verpflegung,
Unterkunft im GemeinschaftsSchlafraum), Einzelzimmer
€ 10. extra.
Tarot Spiegel
deiner Seele, ebenfalls mit Agneya.
31.9 – 2.10 und 2.11. – 4.11 `07. Seminarbeginn
ist jeweils um 18.00 Uhr. € 150,
In diesem Seminar nutzen wir das Tarot als Medium,
um Klarheit in ungelöste Situationen zu
bringen – sei es in der Partnerschaft, im beruflichen
Bereich oder im alltäglichen Leben.
Offener Abend zum Kennenlernen am Freitag zum
Gruppenbeginn. € 10,, Einzelsitzung € 40.
Schwitzhütte mit
Cheshta. (Sweatlodge) non traditional.
JEDERZEIT.
Individuell oder Gruppe. € 5. pro Person.
Kunst & Meditation
mit Shunyam
Malen, Bildhauern in Holz und Stein mit der
Kraft meditativer Techniken als Quelle der Inspiration.
Die inneren Bilder sichtbar werden lassen, die
inneren Formen im Aussen gestalten. Shunyam,
langjähriger Dozent an der Staatlichen
Akademie der Künste in Stuttgart, seit
25 Jahren Erfahrung in OshoMeditationen, wird
Begleiter und Anreger sein für kreative
Prozesse. Einstieg jederzeit während der
SommerAkademieWochen. Tagessatz
€ 55., Blockseminare beim Sommerfestival, Mo.
13.8. So. 19.8.`07 €350. alles inclusive
Unterkunft & Verpflegung, Materialgebühr
nach Verbrauch
Geschweisste Kunst
mit Mandir
Aus Eisen und Stahlschrott entstehen Figuren.
Durch Schweißen, Schneiden, Sägen,
Feilen, Schmieden, und es formt sich allmählich
die Skulptur, wird unter den Händen des
Künstlers gleichsam zu neuem Leben erweckt.
Schon so mancher Gast hier bei uns hat überrascht
festgestellt, welche kreativen Potentiale in
ihm steckten, als er seine fertige Arbeit betrachtete.
Mandir wird in die Technik einführen und
Hilfestellung geben, es sind keine Vorkenntnisse
nötig. Nach Anmeldung, Einstieg jederzeit.
Material wird gestellt. Tagessatz € 55., incl.
Essen und Unterkunft, Materialgebühr nach
Verbrauch
Weitere Kurse (Termine
auf Anfrage):
Ein Kurs in SilberSchmieden,
mit Martin Seitzer, Schmuckdesigner. Wie fange
ich an, wie gehe ich weiter? Ein EinsteigerSeminar
mit langjähriger Erfahrung als Gold und
Silberschmied, im Fassen von edlen Steinen,
und im Gravieren und Ziselieren.... und Cheshta
Hofmann, TribalArtKünstler mit langjähriger
Erfahrung in der Herstellung von Schmuck und
KultGegenständen in schamanistischen Kulturen.
SilberschmuckStudium bei M. Seitzer.
Die sanfte Kraft der Kräuter in unserer
direkten Umgebung. Ein Kurs in und mit der
Natur, mit Stephanie Seitzer. Stephanie Seitzer
führt ein kleinbäuerliches Unternehmen
im Nachbarort Klettigshammer im Thüringer
Wald, in dem sie auch Kräuter und Wildpflanzen
anbaut, sammelt und verarbeitet. Ihre Erzeugnisse
sind in der Region mittlerweile bekannt und
beliebt, und werden von ihr auf regionalen Märkten
angeboten. Kontakt und persönliche Beratung
spielen dabei eine wichtige Rolle.
Mit einem Tagesseminar mit nur 35 Teilnehmern
bietet Fr. Seitzer nun die Möglichkeit,
in die Materie intensiv einzusteigen. Tagesablauf:
Bei einem gemeinsamen Frühstück wird
eine theoretische Einführung stattfinden,
im Anschluss daran werden die Kräuter
gesammelt, die dann gleich zu einem gemeinsamen
Mittagessen mit verarbeitet werden.
Bei einem gemeinsamen Tee oder Kaffee wird dann
das Erlebte ausgetauscht, und zu guterletzt
werden wir ein Kräutersalz zum Mitnehmen
herstellen. Gesamtdauer ca. 7 Stunden, Kosten
pro Teilnehmer Euro 20. incl. Essen u. Trinken
und div. Material
Sharan hat
zu einer seiner Wanderungen folgenden kurzen
Erlebnisbericht geschrieben:
... wir hatten uns aufgemacht,
zum altvaterturm zu wandern. mir ging es einzigst
darum unterwegs zu sein, mich zu bewegen, natur
zu sehen und zu hören, aber der altvaterturm
ist eine art gedenkstätte für städte
und gemeinden aus dem ehemaligen sudetenland,
und avratis mutter stammte aus der gegend dort
und hatte ihr oft vom altvatergebirge, von der
geborgenheit die sie dort empfunden hatte, erzählt,
und so war diese wanderung für sie auch
eine gelegenheit an ihr herkommen, ihre vergangenheit
anzuknüpfen ...
der himmel war grau verhangen, und es war feucht
und kalt, aber wir waren unterwegs, gingen ...
schritt für schritt. mal schweigend mal
erzählend, mal hand in hand, mal hinter
oder vor oder nebeneinander ... was da an
weg unter unseren schuhsohlen war, war holprig,
über weite strecken. meistens war es schottter,
waren es steine, war es vermatschtes erdezeugs.
... 10 oder 12 km von der zschachenmühle
dorthin und natürlich auch wieder zurück,
was dann schon 25 km sind. ... anfangs hatten
wir schwierigkeiten die route zu sehen. wir
hatten eine wanderkarte, die den weg vorgab,
und es gab hinweise und zeichen, die diesen
weg markierten, aber die sehen zu lernen brauchten
wir eine weile ...
durch wald zu gehen ist anders als wie wenn
man über felder geht oder durch städte
oder am strand entlang. der raum den man wahrnimmt,
sieht hört riecht und fühlt, ist ein
anderer, stimmt einen anders. ... ich nahm
mir vor darauf zu achten was 'wald' mit mir
macht. dieses hermetische. es ist baum neben
baum. fichten meistens, in unserer gegend hier
... es gibt dort keinen horizont, keinen ort
an dem himmel und erde aufeinandertreffen. viele
märchen haben als ort an dem sie spielen
den wald. wald ist synonym auch für weniger
bewußte schichten in uns ...
tieren begegneten wir kaum. ein schwarm kleinerer
vögel, ein kolkrabe der uns ankrächzte,
ein schäferhund der erst tief heiser bellte
und uns dann mit lieben augen ansah ...
wenn aber der kopf dann frei wird, der blick
den raum gewinnt, wenn gegenwart, präsens,
bewußtsein passiert. ... was ist es was
das bewußtsein auslöst? ... einmal
kam ich, stehend in kaltem wind und über
ein feld auf einen waldrand vor dem horizont
schauend, zu mir. ich sah den wind wolken über
das feld treiben, hellgraue schleier aus feuchtigkeit.
das hatte etwas befremdendes, etwas was mich
innehalten ließ ... das so noch nicht
gesehene, es machte mich ruhig, still, nachdenklich
...
der turm selber lag im nebel, und wir sahen
ihn erst als wir so 40 meter davor standen.
ein etwas tieferes grau im nebel, ein schemen
ein schatten ... es gab eine gaststätte,
die auch geöffnet hatte, und
was ... an den wänden hingen schilder mit
den wappen und den namen einiger dieser ehemaligen
ostdeutschen orte. darunter so schöne namen
wie 'rotwasser' oder 'wiese' (eine stadt die
'wiese' heißt, das ist doch schön.
oder?) ... im souterrain des turms eine kleine
kapelle, mit altar, aufgeschlagener bibel und
heiligenfiguren. die fenster waren nach art
der kirchenfenster bleiverglast und mit religiösen
motiven versehen. auf einem dieser fenster
stand der spruch ’ja, ich will wieder heim und
zu meinem vater gehn. mein vater wird verzeihn,
er lässt mich nicht draußen stehn’.
einmal, auf dem weg zurück, sind wir vor
einem wunderschönen schieferaufschluss
gestanden, einer so 10 m hohen und 50 m breiten
wand aus schiefer.
... einmal ... einmal ... einmal ... / es gab
viele schöne und lichte momente auf dieser
wanderung, momente, die en detail zu erinnern
und in ihrer bedeutung zu begreifen und festzuschreiben
mich reizt, und die zu sagen auch sinn macht,
aber dieser eher kleine text im rahmen unseres
rundbriefes ist nicht der ort dafür ...
auf den letzten kilometern war stille in uns,
und wir lauschten. ... und vertrauten, wussten
tief, daß wir uns nicht zuwider sind,
daß wir einverstanden sind, daß
es gut ist. das wenige licht im wald machte
das, was noch zu sehen war, warm. es waren die
farben, war dunkelrotes braun, tiefes dunkles
grün und erde ... und es waren am ende
dann die lichter der im dunkel schon liegenden
oshostadt. oshostadt, das war nichts fremdes
mehr, das kannten wir.
Vorankündigung
für den auslaufenden september
beginnenden oktober irgendwann habe ich mir
eine ostseewanderung vorgenommen. von kühlungsborn
zum rügener kreidefelsen ... immer am strand
entlang, nach möglichkeit, ... mit einigen
kleinen abstechern hin zu orten die interesse
kitzeln / der inneren stimme folgen. ungefähr
15 km strecke am tag, auf 8 oder auch 10 tage.
wer spaß hat einzusteigen in diese gänge,
ist willkommen. nähere informationen über
unseren kontaktlink oder telefon.
Unser OshoStadtSommerFestival
wird in diesem Jahr zwischen Samstag den 11.8
und Sonntag den 19.8 über die Bühne
gehen. ... wie immer werden wir tanzen lachen
lieben meditieren arbeiten kochen essen schlafen
und und und ... wir wünschen uns natürlich
dass sich möglichst viele von uns hier
einfinden werden, weil: je mehr von uns, desto
stärker das alles ...
Eine Woche vorher wird das
5te CenterMeeting in OshoStadt
stattfinden, vom 3. bis zum 5. August. Dazu
sind alle die mitwirken wollen herzlich willkommen.
Aus praktischen Gründen
wegen der großen Entfernungen, wurde beschlossen,
dass auch im Taban / Hamburg ein Treffen stattfindet.
Datum 17.20.08. Am Schönsten wäre
es, wenn unsere Freunde an beiden Treffen teilnehmen.
Die Nordseeratten könnten dann dem Rest
der deutschen Sannyasin (Oshostadt) berichten.
„The New Generation“
:
... die Kids der ersten OshoSannyasins
sind mittlerweile Erwachsene und in der ganzen
Welt verstreut. Akul, unter Sannyassins aufgewachsen,
lädt alle Sannyassins der „New Generation“
zu einem Treffen in Oshostadt ein:
Akul (das bin ich!) und die Oshostadt laden
ein zum YOUTH MEETING! Ein Fest für alle
Kinder von Sannyasins und ihre Freunde, das
Gelegenheit bieten soll, Sandkastenfreunde von
"damals" wiederzutreffen, neue Kontakte
zu knüpfen und gemeinsam zu feiern, aber
auch Leidensgenossen mit ähnlich verrückten
Eltern zu treffen. Stattfinden wird es vom 10.
12. 08. auf dem Gelände der Zschachenmühle
in Thüringen, auf der großen Wiese
am Fluß, rund ums Lagerfeuer.
Das Programm sieht folgendermaßen aus:
Wir tun, wozu Wir Lust haben und Alle bringen
mit, was sie schön und gut finden (außer
Hunde).
Platz ist reichlich vorhanden, sei es zum Toben,
Musizieren, Spielen und Sporteln, oder auch,
um "nur" in der Sonne zu liegen.
Wer ein Instrument spielt, oder sonstige Darbietungen
auf Lager hat, sei hier eingeladen, zur gemeinsamen
Unterhaltung beizutragen.
Natürlich sind auch Eure Freunde und Freundinnen,
Kinder und Kegel sehr herzlich eingeladen, genauso
wie die, die gerne kommen wollen, deren Eltern
aber keine Sannyasins sind!
Wenn ihr kommen wollt, meldet euch bitte kurz
an, damit genug zu Essen da ist.
Gekocht wird natürlich gemeinsam und für
Alle, vegetarisch versteht sich. (Würstlfreunde
müssen Würstl selber mitbringen;)
Übernachtung: Zelt/Matratzenlager und Verpflegung
pro Person und Tag 20 €, Gästezimmer 30
€.
Kinder und Bedürftige zahlen weniger. Tiere
können nicht mitgebracht werden.
SAGT ALLEN BESCHEID!!! Es soll schließlich
ein ordentliches schönes Fest werden!
Anmeldung und Kontakt: rebelsdelight@gmx.net
Ein einzigartiges, einmaliges
Ereignis: Die Einweihungsmeditation in der
MandirHalle in Rajneeshpuram / Oregon 15.12.83.:
Siddhartha,
der hauptamtlich unerwünschte Tonbänder
zu löschen hatte, sollte auch das tape
dieser fast 3stündigen Einweihungsmeditation
mit Waduda und Turya löschen. Er tat es
nicht, sondern bewahrte es auf – bis heute.
Unerlaubt, illegal, riskant. Beim originalen
Dokument (mit Ansagen von Waduda und Turya)
aus der Zeit um 1983, als Tonbänder noch
sehr schlechte Qualität hatten, konnte
man kaum etwas verstehen oder Musik hören.
Durch die Kratzer hindurch aber kamen schöne
Meditationen. Heute, wo die Situation nicht
mehr so gefährlich ist, haben Tobias und
Ma Samvad mit großem Einsatz und mit Hilfe
der Digitalisierung viele Störfaktoren
entfernen können und Text und Musik, so
wie die Stimmung der Umgebung (Baugeräusche,
Flugzeuge, Vogelzwitschern etc.) herauszisiliert,
Texte abgeschrieben und ins Deutsche übersetzt
(18 DIN A 4 Seiten).
Es entstanden 4 CD`s mit 35/25/42/44 Minuten.
Außer den reizvollen Meditationen, die
durch Einmaligkeit glänzen und jedermann
in Bann zogen, sind es vor allem die Ansagen
von Waduda und Turya, die einen so richtig in
die Welt eines OregonAlltags versetzen und
das Kommuneleben und seine Atmosphäre miterleben
lassen. Da wird erklärt, wann es Mittagessen
gibt, dass man den und den Bus nehmen solle,
wo man das Gepäck deponiert, dass man
einen Hut gegen die Sonne kaufen solle, wo die
Küche ist, wie man sich beim Drive by
(Osho fährt vorbei) verhalten kann und
wie nicht, dass Wasser gespart werden müsse,
die Küche Hilfe brauche etc etc. Daneben
die Tagesgeräusche von der Baustelle,
eine Kuh muht….
Diese alltägliche Welt wird in keinem Buch,
in keinem Film, in keinem tape, in keinem Video
zu finden sein. Wer wissen möchte, wie
es war, kann es durch diese CD´s nachempfinden.
Für die, die dabei waren, sind es wehmütige
Erinnerungen.
Brandneue Neuigkeit für Freund und NichtFeind:
Das Hörbuch. Heute wollen wir die im Rundbrief
vom Frühjahr 2005 begonnene Reihe wissenschaftlicher
Artikel über das Verhältnis Chefs
Nichtchefs ohne Gewähr aus anderer Perspektive
fortsetzen, denn eine Münze hat Vor und
Rückseite. Sogar eine Wurststulle ist interdependensives
DaSein zweier sich ergänzender Teile.
Würde die Rückseite, das Brot, nicht
sein, müsste die Wurst ins Uferlose stürzen.
Also liebe Freunde und Feinde, liebes Wurstbrot,
gewöhnlich sind Menschen mit Augen und
Ohren ausgestattet, die seitlich und vorn am
Kopfe angebracht sind. Sie können tagsüber
besser funktionieren als in stockdunkler Nacht.
Nehmen wir ein Beispiel: Ein Buch kann man zwar
nicht bei Dunkelheit lesen, aber man könnte
es hören, wenn jemand es vorliest. Der
kann bei Dunkelheit aber auch nicht vorlesen,
deswegen hat Chesta eine CD in wunderbarem
Niederbayrisch mit Texten aus Siddhartha`s noch
unfertigen Büchern besprochen.
Die CD ist proppevoll mit höchstspannenden
und witzigen Episoden, die mitten aus dem Leben
auf die CD gesprungen sind: Für Faulenzer
und Genießer ein ausgesprochener fantastischer
Genuß und für uns ein kleiner finanzieller
Beitrag für Oshostadt! (ca. 90 Minuten).
Sonderpreis für Freunde der Oshostadt:
Euro 10. auf das Konto der Kreissparkasse SaaleOrla,
Empfänger: Gartung, Konto Nr.: 63193, BLZ:
83050505 oder am besten selber kommen.
Es ist schön,
einen Chef zu haben,
Wir haben einen so lieben und
allzeit fröhlichen Chef, der nie müde
wird, uns immer liebt, unendlich tolerant und
großzügig ist, uns jeden Wunsch erfüllt
und uns nie an die Arbeit schickt, sondern alles
für uns macht, den Hausputz, das Vieh füttern,
den Stall ausmisten, Frühstück, Mittag,
Abendessen bereiten, abwaschen, Wäsche
waschen, bügeln, staubsaugen, Dach decken,
Kohlen aus dem Keller holen, Babies wickeln,
Auto waschen, Kohlrabis pflanzen, Schnee schippen,
Kirschen ernten, zur Schule gehen.
Er weckt uns gegen Mittag, singt uns schöne
Lieder, er steht für uns auf, geht für
uns aufs Klo, damit wir vom Nichtstun ausschlafen
können. Am Abend dann holt er ein paar
Flaschen Sekt aus dem Keller des Nachbarn. Der
hat so viel davon und wir haben kein Geld, weil
wir es für schöne Kleider, neue Autos
und für Feste brauchen. Geld holt der Chef
von der Bank. Die hat so viel davon. Nach dem
Abendessen massiert er uns und entspannt uns
bis zur Glückseligkeit und, was eine Frau
im Frühling träumt, das ist so schön
und ungereimt: und nimmt uns das anstrengende
Bumsen ab! Danach schlägt er ein gutes
Buch auf und liest uns die Leviten. Das sind
spirituelle Geschichten von Levi, der im Alten
Testament der Sohn Jakobs und der Lea war. Ich
glaube, Jakob war der mit dem Linsengesicht.
Von dem stammt auch die Levitation, das Abheben
des ganzen Körpers. Unser Chef ist so ein
Abgehobener. Er schwebt so hoch über uns,
daß er unerreichbar ist. Deshalb beten
wir ihn an, wir Frauen vergöttern ihn den
ganzen Tag. Trotz dieser nicht schlechten Eigenschaften
hat er eine furchtbar menschenunwürdige
Eigenschaft: Er liebt nicht nur eine, sondern
alle.
Ganz unter uns: das Schönste ist, daß
man sich so prima um ihn zanken kann. Es ist
schon ein richtiges Ritual geworden. Es geht
letztlich immer darum, wer die erste Sekretärin
sei. Da können schon mal die Fetzen fliegen.
Nicht nur in der Besenkammer. Gut, daß
der Chef auch noch andere Frauen hat, die man
beschimpfen kann, z. B. die blöde Ziege,
die sich Mutter seiner Kinder nennt. Naja, die
Pflaume fällt nicht weit vom Stamm, die
Tochter nicht weit von der Mutter wie die
da rumstiefelt! Als wäre sie die Königin
von Saba. Das ist die mit den „hängenden
Titten“. Die den Chef für sich gepachtet
haben will. Aber letztlich ist es unser Chef.
Darum, weil wir ihn auf einen Sockel heben können;
man kann dann so schön anbeten und danach
so schön von oben runter stürzen.
Wenn er so süß hinter den Aktenbergen
hockt, so hilflos dreinschaut, kann man so
schön Mitleid haben, sodaß einem
zwischen den Beinen so richtig schön warm
wird und eine der zwei Hände unter den
Rock zwischen die Oberschenkel fährt.
Bis daß jemand zur Tür reinkommt
und wissen will, ob es schon Mittagszeit sei.
Wenn dann die Nacht ihre dunklen Flügel
ausgebreitet hat, kommt der Chef unter den genüsslich
geschlossenen Augenlidern, hinter dem Rücken
seiner Frau in unser Bett und in unserem Traum
wird die nächste Runde eingeläutet.
Das alles trifft natürlich nur zu, wenn
ich eine Frau bin. Sollte ich ein Mann sein,
kann ich nicht von all dem direkt betroffen
sein, sondern nur indirekt. Z. B: sehe ich jetzt,
daß meine Kolleginnen dumme Zicken sind,
weil sie ihn und nicht mich anhimmeln. Aber
es ist schön, einen Chef zu haben, weil
er so eine gute Projektionswand für mich
kaputten Psychologen ist, die sich automatisch
einschaltet, wenn er Büro, Werkstatt, Hof
oder sonstwo meinen Dunstkreis betritt! Naja
und ach, wäre es schön, ein Chef zu
sein!
Die Serie wird fortgesetzt
mit den Artikeln „Ein Kreuz eine Frau zu sein,
ein Kreuz ein Mann zu sein, ein Kreuz ein Huhn
zu sein, ein Kreuz…
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