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Rundbrief(e)


 

Rundbrief Frühjahr 2010:

Liebe Freunde!

Sommerfest: 30. Juli bis 22. August

Gestern sind Siddhartha und Sigari wegen des Vulkanausbruchs in Island etwas verspätet zu ihrer dreiwöchigen Urlaubsfahrt mit Nina, Siddharthas „kleiner“ Schwester, nach Ägypten aufgebrochen. Wenn ihr dies lest, sind sie wahrscheinlich schon wieder zurück. Sigari und Nina erforschen schnorchelnd die wunderschönen Korallenriffe des Roten Meeres (sie haben sogar ein Fischebestimmungsbuch mitgenommen) und Siddhartha sitzt mit Blick auf´s Wasser auf dem Balkon und schreibt. „Ich muss nach Ägypten!“, sagte er kurz vor der Abfahrt zu mir, während er mich halb verschmitzt, halb schuldbewusst von der Seite her angrinste. Sigari, die sich ja Siddharthas körperliches Wohlbefinden zur Aufgabe gemacht hat, setzt sich mit bewundernswerter Geduld oft gegen seine subtilen Widerstände durch. „Heute müssen wir zum Orthopäden.“, annonciert sie beispielsweise früh genug und Siddhartha, total absorbiert in das, was er gerade tut, stimmt zu, vergisst es aber gleich darauf. Alles, was seine Kreativität beim Schreiben, die Angelegenheiten der Commune oder die Veröffentlichung seiner Kunst als Y. Fongi betrifft, interessiert ihn ungleich mehr. (Wenn ihr übrigens unter Y. Fongi googelt, erfahrt ihr eine Menge über ihn im Internet) Eine halbe Stunde vorher erinnert Sigari ihn erneut und nun wird er schon leicht ungeduldig und besteht darauf, die wenige Zeit, die ihm noch bleibt, nicht mit unnützen Diskussionen zu vergeuden. Sigari schweigt. Ist dann der Zeitpunkt zum Losfahren gekommen, muss er in der Regel noch etwas ungeheuer Wichtiges zu Ende bringen und unsere Sigari erledigt kleine Zwischenarbeiten , bis der Termindruck sie zu einem etwas energischeren Durchgreifen nötigt, was Siddhartha mit ungeduldigen Äußerungen über ständige Ablenkungen kommentiert. Sigari lässt diesen Wortschwall mit großer Gelassenheit über sich ergehen, denn jetzt müssen in aller Eile Schuhe angezogen und zugemacht werden, müssen Brillen und der Stock gefunden werden, müssen evtl. noch Papiere zusammengesucht werden, die er in der Wartezeit studieren will, bis sie dann endlich auf den allerletzten Drücker zu Zahnärzten, Ärzten, Fußpflege oder Optiker aufgebrochen sind und wir Zurückgebliebenen im Büro erleichtert aufatmen.
Der Rest der Commune rauft sich mehr und mehr zusammen. Gestern in der Abendmeditation beantwortete Osho die Frage: „Wie können/ sollen wir Sannyasins am besten miteinander umgehen?“ Er sprach mit größter Selbstverständlichkeit darüber, dass „His People“ die Persönlichkeit transzendiert hätten und sich demzufolge auf der Ebene der Individualität/des being begegnen würden, auf der es keine egoistischen Konditionierungen mehr gäbe. Demzufolge sind wir zumindest auf dem richtigen Weg, obwohl die Art des Zusammenlebens, die Osho bereits als Realität darstellt, für uns manchmal lediglich ein hehres Ziel darstellt. Dennoch wird sie immer stärker auch Realität, nicht zuletzt durch die Meetings, auf denen wir uns auseinandersetzen und an deren Ende wir immer wieder zueinander finden. Zu einem Meeting Anfang März schrieb auf Siddharthas Bitte hin jede/r von uns auf, weshalb sie/er hier in Oshostadt leben möchte/n. Im folgenden senden wir euch einige Auszüge aus diesen Statements.
Auf der materiellen Ebene ist auch einiges los. Wir haben einen großen Platz, viel bauliches Potenzial, viele Ideen, viele Projekte und schaffen es manchmal gerade, den täglichen Anforderungen gerecht zu werden. Holzbeschaffung, Heizen, Gästebetreuung, Putzen, Kochen, Niris Scanservice, Shunyams Sommerakademie, neue Zimmer ausbauen, Dächer flicken, Gemüsegarten, Park, Büro, Aufbau eines Internetverkaufs und, und, und, und, und! Es ist uns jedoch wichtig, dass die Arbeit Spaß macht; schließlich ist das hier kein Arbeitslager! Jedenfalls erfordert die Situation, dass wir uns kreativ mit ihr auseinandersetzten, was wir auch tun. Zu diesem Thema findet ihr im Anschluss Bernhards Bericht vom letzten Baumeeting.
Pragosh, der voller Enthusiasmus im Sommer letzten Jahres bei uns eingezogen ist (s.letzten Rundbrief), hat uns mittlerweile wieder verlassen. Meiner Meinung nach hat er die Intensität unseres Zusammenlebens und die Konfrontation mit seinem Ego nicht ausgehalten und hat sich wieder in bequemere Lebensumstände begeben. Aber vielleicht ist das auch einfach nicht der richtige Platz für ihn. Er hat uns jedenfalls seinen gesamten Hausrat hinterlassen, den Sagar wieder durchgeschaut, sortiert und zum Teil entsorgt hat. Viele Leute, die hier einziehen wollten, lassen uns seltsamerweise ihren ungewollten gesammelten Kram hier und verschwinden wieder. Doch Pragosh hat auch viele nützliche und wertvolle Dinge da gelassen, die wir gut gebrauchen können.
Während einige wieder gehen, lebt sich Chris, unser jüngstes Communemitglied, mehr und mehr ein. Er sieht, was zu tun ist, packt von alleine mit an, wirkt auf dem Bau, in der Küche und überall sonst, wo er gebraucht wird und arbeitet sich auch seit neuestem in Niris Scanservice mit ein, um Geld zu kreieren. Es ist schön, dass er hier ist! Eine echte Bereicherung!
Und Niri hat in den letzten Monaten mit und durch Niseema, unsere amerikanische Freundin, viele wertvolle und tiefe Erfahrungen mit der Liebe gemacht. Niseema, die ein intensives Leben lebt, orientiert sich in nächster Zeit in Richtung Oklahoma, wird aber – wir hoffen es alle, sie auch! – in absehbarer Zeit wieder bei uns auftauchen. Niri erforscht den Bereich der Liebe und Aklank den der Meditation. (Wobei sich beides, wie wir als erfahrene Sucher ja wissen, nicht voneinander trennen lässt!) „Damit was dabei rum kommt!“, meinte er entschlossen zu mir, als ich ihm gegenüber bewundernd erwähnte, dass er ja drei Meditationen am Tag macht. Meiner Meinung nach kommt was dabei rum. Er wird immer bewusster, lichter und leichter. Mandir ist neben seiner anderen Arbeit nach wie vor im Musikbereich sehr kreativ. Er organisiert Musikworkshops, die bei uns stattfinden werden und Trommelsessions, die jetzt schon stattfinden, arbeitet sich in komplizierte Musiktheorien ein, spielt immer besser Saxofon und macht Musik mit Shunyam. Einmal in der Woche haben wir auf Initiative der beiden jetzt Musicgroup. Für mich ist es Liebe und Meditation, Osholieder zu singen.
Am 10. Juli werden wir Bernhards 80 Geburtstag feiern. Er hat viele Gäste eingeladen. Das Sommerfest wird dieses Jahr breit gestreut sein und vom 30. Juli bis zum 15. August dauern. Am Wochenende, den 13.-15. August wird Shantidharma wieder da sein, mit dem wir auch immer so schön singen. Außerdem gibt es schon Anmeldungen für Sannyasinitiations. Wenn ihr nicht die ganze Zeit da sein könnt, erkundigt euch einfach telefonisch, was an den einzelnen Tagen passiert.
Am Sa., d. 11.September findet ein ganz besonderer Workshop bei uns statt. Silke Gonska, ausgebildete Jazz- und Konzertsängerin, singt mit uns dreistimmige Zigeunerlieder. Gunageet und Mandir waren schon bei ihr und so begeistert, dass sie sie zu uns eingeladen haben. Kosten: 60,-EUR
Es wird mittags gegen 12.30 eine warme Suppe geben und am Nachmittag Kaffee, Tee und Kuchen. Für das Essen berechnen wir 5,- EUR.
Fragen dazu? mandir@schrottfiguren.de anmailen
Alles Liebe von uns aus Oshostadt Agneya

Bauprotokoll von Bernhard
Meeting am 15. April wegen anstehender Bauaufgaben
Anwesend sind alle außer Sagar (in Berlin), Cheshta und WajidSiddhartha stellt grundsätzlich fest, dass vieles und kostenträchtiges zu tun ist, das aber die Reserven für die Kläranlage nicht angegriffen werden sollen. Sigari bestätigt, dass sie versucht, jeden Monat einen Betrag für die Baukasse zurück zu legen. Insgesamt ist aber die Gemeinschaft aufgerufen, Möglichkeiten wahrzunehmen, um mehr Geld zu erwirtschaften.
Als eine der Einnahmequelle hat sich die Beherbergung von Gästen erwiesen. Um dies für die Besucher attraktiver zu machen, müssten vor allem die sanitären Einrichtungen verbessert werden, vordringlich im „Schloss". Dazu werden sich demnächst die „Experten" treffen.
Der Internetverkauf von Siddharthas Kunstwerken, von Antiquitäten, Steinen aus dem Laden und sonstigen Objekten eröffnet weitere Möglichkeiten.
Nachdem die Mitglieder übereinstimmend ihre Bereitschaft zur verstärkten Mitarbeit bei der Geldbeschaffung deutlich gemacht haben, erklären sich Siddhartha und Sigari bereit, die Mittel für folgende Arbeiten frei zu geben:
Aufstellen eines Gerüsts um den Kaminturm an der Turnhalle, Entfernen des Wasserbehälters und des oberen Teiles des Kamins, Instandsetzen des beschädigten Turmhelms, Errichten des Vordachs. Das Gerüst soll 2.000 + MwSt. kosten. Den größten Betrag beanspruchen die Zimmererarbeiten für das Vordach mit 6000€, 1.500 € für den Turmhelm. Hinzu kommen Ausgaben für Materialien. Bernhard stellt Einnahmen aus der Gäste-betreuung aus Anlass seines 80. Geburtstages im Juli in Aussicht und eine zusätzliche Spende von 1.000 €.

Auszüge aus den Statements der Communemitglieder in Oshostadt Meeting: März 2010

Aklank
Krieg oder Frieden! Du hast die Wahl!
Vermeide das Trennende, suche das Verbindende!
Sei offen wie ein aufgeschlagenes Buch, und du wirst das finden, was dich trägt…..
Von Anfang an……EWIGLICH…..in dir…
OSHO ist altjapanisch und meint:
„O“ --- „mit großem Respekt, großer Liebe und Dankbarkeit“, aber auch Einklang und Harmonie“
„SHO“ --- „multidimensionale Ausdehnung des Bewusstseins“, aber auch „allseits von der Ewigkeit gesegnet“
Ich bin auf dem Weg von Rein-hard – Reinem Herzen – zu Bodhi Aklank – reine Bewusstheit
Wer bin ich wirklich?

CHESHTA
Ostern werden es „Neun Jahre Hier sein“ für mich in Oshostadt.
In den ersten Jahren hatte ich Schwierigkeiten im „Surrendern“. Harte Arbeit auf dem Bau zeigte mir die Grenzen meines lädierten Körpers. Balance war die Lösung. Nach und nach fand ich die Bereiche, in denen ich mit Freude Verantwortung übernehmen konnte. Die Herausforderung, Tätigkeiten auszuüben, die ich nie vorher tat, reizte mich besonders. Zum Beispiel Rasenmähen und die Wartung der Maschine, Elektroarbeiten, Kochen und Backen für so viele Leute, Schlosserei, Regale und Vordächer. Die größte Freude hatte ich beim Bau des Feuerplatzes und der Schwitzhütte, die allergrößte Freude bei der Fertigstellung von der „Hütte am Fluss“. Kuchenbacken wurde meine Leidenschaft.
Ich kann laut sagen: Ich bin gerne hier und fühle mich wohl in meiner Funktion als Caretaker in Oshostadt. Ich danke OSHO, dass Er mich hierher führte. Ich danke Siddhartha und Sigari für das Vertrauen, für die Geduld und Liebe, die sie mir schenken und ich danke Allen, die hier sind und diesen Platz erhalten und verschönern.
Irgendwie geht´s immer weiter!
I Love You All!

Niranjano
Carrying water to the office in the morning,
Chopping wood at afternoons,
Melting with Oshos voice in the evening.
Living with people all day. Here and now, may be.
In Thankfullness

Gunageet
Warum ich, Gunageet, hier bin. Weil
- hier Blumen blühen
- ich oft Einssein verspüre
- hier in seltenen Momenten der Schleier weg fällt
- wir eine wunderschöne Evening-Meditation haben
- ich streichen kann, wann ich will
- größtenteils mit meiner Energie gehen kann
- alleine oder mit Shunyam malen kann
- davon träume, dass hier einige Kinder herkommen
- ich mich entschlossen habe, als Osho uns zuwinkte
- hier manchmal die Perlen der Liebe in mein Herz tropfen
- es manchmal gelingt, z.B. Eifersucht sein zu lassen
- ich erlebe, dass Verständnis Zeit braucht
- ich mich geliebt fühle……..
Es gibt hier Zen! Nicht nur in der Natur.
Leibhaftig! Lebendig!

Sharan
... was ich zu tun gedenke, was ich mir vorstelle für mich, in Osho-Stadt hier. Siddartha wüsste es gerne von jedem von uns.
Als ich herkam vor 7 Jahren hätte ich ihm lange, gut mit Gründen untermauerte Erklärungen machen können. ... 7 lange Jahre ... mein Selbstverständnis, immer resultierte es aus dem was ich tat, aus meinen Fähigkeiten und den Möglichkeiten die sich damit auftaten ... das Handwerk, das kleine Geschäft, malen und schreiben. Nichts davon habe ich halten, weiterbringen können, und im gleichen Grade wie es auf der Strecke blieb, verlor sich auch mein Selbstverständnis.
Wer bin ich noch?
Warum habe ich zugelassen dass es mein Geschäft in den Sand setzt? ...Gut möglich, ich war nicht entschieden genug, mich mit diesen Dingen durchzubringen, gut möglich, ich bin nicht wirklich gut dafür. ... es hat nicht sein sollen, möchte ich denken, ... aber ich mag nicht denken, mag dem nicht mehr nachdenken.'
Wer bin ich noch? 'Mach mal ne Liste, von dem was noch zählt. ... denn das biste.' Wer immer es gesagt hat, es könnte ein Zugang sein dahingehend, Zukunft zu fassen, einzurichten und zu organisieren. Aber ist mir das noch möglich? Es passieren zu lassen entspräche wohl mehr meinen Einsichten, entspräche auch dem was Osho anbietet(?) ... ... kurz und gut, ich weiß morgen und übermorgen nicht zu fassen, kann darüber kaum etwas sagen.
Sagen kann ich: Zurzeit bin ich mehr als einverstanden mit dem TaiChi, den ich frühmorgens praktiziere, freue ich mich auf die im Mai anstehende Pilgertour, stelle ich mir vor das Malen wieder aufzunehmen ... und das Geschäft, diese Möglichkeit, Antiquitäten und Kunstobjekte zusammenzutragen, möchte ich im Grunde auch nicht lassen ... ich bin das alles. ... für uns alle, fürs Allgemeine: was anfällt, in der Küche, im Garten, mit Gästen ...

Sagar
Ja, was bedeutet Osho Stadt für mich und wie kann ich helfen, OS aufzubauen?
Für mich ist Oshostadt ein seltenes Refugium für Oshos Vision des neuen Menschen. Ich sehe, dass jede/r hier seine/ihre eigene Agenda hat und sich auf einer unterschiedlichen Ebene des Bewusstseins befindet. Und so fühle ich mich letztendlich alleine mit meinen eigenen Bestrebungen, mich selbst zu finden. Wir hier in Osho Stadt sind zwar in der gleichen Karavanserei, aber fahren doch, so scheint es, mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Trotzdem fügt sich alles zusammen, auch wenn vielleicht manche rückwärts fahren wollen. In dieser bunten Mischung fühle ich mich zuhause, da das substratum der Energy hier, also der gemeinsame Nenner, immer noch OSHO heißt. Wäre das nicht so, würde ich hier fehl am Platz sein.
Oshostadt ist ein Nährboden für mich, um meine Meditation zu vertiefen und meine Beziehung mit Osho aufrecht zu halten, zu leben und mit anderen zu teilen. Der „New Man“ ist keine abstrakte und theoretische Sache für mich. Ich fühle mich persönlich angesprochen von dieser Vision – und zu diesem Zweck ist Oshostadt für mich wahrscheinlich der beste Platz , in dem sich mein inneres Licht am Besten verwirklichen kann.
Oshostadt ist ein Platz, in dem Osho´s Präsenz immer noch intakt ist trotz aller Querelen und Probleme. Für mich hat Oshostadt das Potential, ein Aushängeschild für Osho´s Vision zu sein, - aber wir müssen noch viel mehr kollektiv daran arbeiten und jede/r sollte die Verantwortung ernst nehmen, an einem Strang zu ziehen.
Mit neuem Optimismus freue ich mich jeden Tag, dabei zu sein und meine Kreativität und Energie hier einsetzen zu können.

Mandir
An Oshostadt von Oshostadt
Liebe Freunde meiner Oshostadtfamilie!
Hier kann jede/r aus dem Ich herauswachsen. Dazu können wir uns nützen und alles andere auch.
ich meinerseits schaffe gerne weiterhin alles an und setze damit stein auf stein für irgendwelche Hütten, in denen coole Sachen ablaufen können. Die Früchte meiner starken Arbeitszeit teile ich überall mit jedem zu jeder Zeit.
……habe einen guten Trip……alles liebe…….Mandir

Abhishek
Hier bin ich mit meinem 100%igen Sein. Zwischen zwei Flüssen fließe ich und keiner kann mich halten. Keine Zeit, um nachzudenken. „Ist das mein Platz oder nicht?“, so wie der Fluss sich das nicht fragen kann. Ich habe, ich mache, ich bin Geschichte. Ich freue mich, das mit euch zu teilen in ehrlicher, berührbarer, respektvoller Kommunikation. Weil ich mich liebe, liebe ich euch auch.

Joshua
Ich befinde mich hier um:
- zu erfahren wer ich wirklich bin
- zu meiner eigenen Lebensweise innerhalb einer größeren Gruppe von Individuen zu finden
- Frieden & Stille als meine wahre Natur kennen zu lernen
- zu lernen, mich selbst so anzunehmen wie ich bin und mich genau so zu lieben.( Denn ansonsten kann ich nie jemand anderes akzeptieren )
- zu lernen, so bewusst wie möglich zu sein und immer öfter zu spüren, wenn ich es nicht bin.
- Kommuneleben zu erfahren wie es Osho in seiner Autobiografie beschreibt :
Ja, ihr könnt eine lockere Gemeinschaft bilden, eine Kommune. Behaltet das Wort » locker « Jeder ist unabhängig, frei, auf seine Weise zu leben, mich auf seine Weise zu interpretieren, für sich das zu finden, was er will. Er kann seine Lebensweise finden - und zwar jeder für sich selbst. Niemand braucht zu entscheiden, was meine Religion ist. Ich lasse es offen, ausbaufähig. Du kannst dir selbst eine Definition ausarbeiten, aber nur für dich selbst. Und selbst musst du sie ständig revidieren. Wenn Du mich besser und mehr verstehst, musst du sie wieder ändern und dadurch wird sie auch dich ständig ändern.
Osho (Autobiografie)

Und zum Schluss schicken wir euch noch zwei Beiträge über unsere schöne Zschachenmühle . Viel Spaß beim Lesen!

MDR-Sendung „Links und rechts vom Rennsteigs" Die Schönheiten der Region
Die Filmemacher zeigten das Oberland von seiner schönsten Seite. Holger Schäfer etwa konnte seinen Musik-Titel in dem attraktiv gestalteten Garten der Zschachenmühle präsentieren. Blumen waren im Verlauf der Sendung immer wieder zu sehen. Gepflegte Außenanlagen an unterschiedlichen Orten auch. Nun ist nicht alles Gold, was glänzt. Die MDR-Leute hatten sich die schönsten Ecken des Oberlandes für den Film ausgesucht. Als ein Beispiel sei hier der Garten in der Zschachenmühle genannt.

Auszug aus dem Buch „Es war Krieg und alle gingen hin" von Herbert Müller
Eine gewundene schmale Straße führt vom Tal aus sanft hügelan. Die Hügel und die kleinen, wellig gerundeten Bergspitzen sind Gras- und Baumbewachsen und dehnen sich weithin; sie sind wunderschön, nie kann man sie genug preisen und davon singen. Denn das ganze Thüringer Land ist schön. Und an einer seiner besonders schönen Stellen, inmitten eines Waldes gelegen, steht die Zschachenmühle, die Landesfeuerwehrschule.

 

Rundbrief Sommer 2009:

Liebe Freunde!

Heute Morgen beim Meeting haben wir beschlossen, noch einen Rundbrief vor dem Sommerfest zu verschicken, um euch etwas über unser geplantes Sommerfest (7. – 16. August) zu erzählen und etwas darüber, was so in der letzten Zeit bei uns passiert ist, wobei man über das, was wirklich wichtig ist, gar nicht so richtig schreiben kann. Ich meine damit die Transformationsprozesse, die wir alle hier erleben, mehr oder weniger stark und intensiv. Dies ist kein Platz, um einzuschlafen, sondern um aufzuwachen!
Kürzlich waren wir auf den Stelzenfestspielen vertreten (Mandir mit den Figuren, Sigari mit den Heilsteinen, Agneya mit Tarot und Siddhartha und der Rest der Commune mit den Fongilinen, das sind von Sidhartha und einigen anderen entwickelte Musikinstrumente, die erstaunliche Töne kreieren können.
Zum Sommerfest erwarten wir wieder viele Gäste – es sind schon zahlreiche Voranmeldungen da! - und auch für die Zeit vor und nach dem Sommerfest haben sich mehr Gäste als gewöhnlich angesagt. Da wir noch viele Vorarbeiten zu erledigen haben, laden wir euch ein, am besten jetzt vor dem Fest für einige Zeit als Summerworker (Freie Kost und Logis gegen volle Mitarbeit) bei uns zu sein.
Dieser Platz hat generell viel POTENTIAL für euer POTENTIAL. Wir sind jetzt siebzehn Leute in der Family und es ist unser aller Wunsch, dass diese Commune größer wird, wächst und gedeiht. Vor allem folgende Bereiche sind ausbaubar und brauchen Zuwendung:

- Internetverkauf von Heil- und Edelsteinen und auch sonstigen Gegenständen
- Garten; Anbau und Lagerung von eigenem Obst und Gemüse
- Küche
- Bau; Ausbau des vorhandenen Raumes für Gäste und Residents
- Ekstatische Waldarbeit mit Niri

Zum Fest erwarten wir Swami Shantidharma, der uns in Heartdance und Heartsinging anleiten wird. Es ist ein wunderbares Erlebnis! Viele Sannyasins kennen ihn aus alten Poonazeiten und auch aus Goa, wo er sich jetzt viel aufhält. Muneesh aus Bremen wird kommen und jeden Morgen QuiGong anbieten, eine Übungsfolge, die sehr gut für die Gelenke ist und den gesamten Körper heilt, indem sie ihn durchlässiger macht.
Es werden täglich drei bis vier Meditationen laufen. Wir werden viel Musik machen, singen und tanzen, Sessions austauschen, reden, zusammen Schwitzhütte machen, am Feuer sitzen, gemeinsam Filme anschauen, Bogenschießen und auch auf anderen Gebieten künstlerisch tätig sein. Unsere Sommerakademie wird für Interessierte geöffnet sein, und es kann gemalt und gebildhauert werden. Wir werden auch das Essen zubereiten, Gemüse ernten, das putzen, Holz machen und den Müll zur Kunst erheben.
Mal sehen, was sich sonst noch so ergibt!
Um Sagar zu zitieren: Lasst uns doch einfach SEIN!
Ja, also! Bis dann, liebe Freunde! See you soon! Agneya

50 Jahre Großes Manifest der Kunst
Hiermit erkläre ich alles, was mir in die Quere kommt, mit Haut und Haaren, Ross und Reiter,
Mann und Maus, Onkel und Tante, über Stock und Stein, zu Kunst. Überhaupt ist alles was man
bewusst betrachtet Kunst: Jeder Frosch, das Gras, die Wolken. Auch unser Leben. Y.Fongi 1970
Ich erkläre hiermit dieses Sommerfest zum Kunstwerk.

Sommerhighlight Nr. 1 : Blue Aunty
Freunde, besonders die jungen, ich möchte euch an ein unvorhergesehenes Ereignis erinnern. Ereignisse haben es so an sich, dass sie sich einfach so ereignen:
Die „blue aunty“, die blaue Tante, Oshos erster blauer Rolls Royce, landete bei uns und bat um Asyl und eine Garage. Natürlich sollte diese solide, sicher, schön und hell gebaut sein, denn Sie, die blaue Tante, ist im Oldtimeralter und will nicht mehr verpflanzt werden. Also wurde geplant, an die Turnhalle eine helle große Rolls-Villa anzubauen und zugleich ein Schutzdach vor der Turnhalle zu errichten, um die Grundmauer des Kellers trocken zu halten. Dieses Vorhaben löste Begeisterung und schnelles Handeln aus:
Niri und Aklank holten Bäume aus dem Wald . Natürlich nicht mit Wurzel sondern abgesägt, gelagert, mobiles Sägewerk geholt, die errechneten Balken und Bretter gesägt, 250 qm Dachschindeln besorgt, Kies, Zement, Ziegelstein und Sand für Mörtel angefahren, Statik berechnet etc. Jetzt werden die Hölzer gehobelt, abgebunden und aufgestellt. Da Oshostadt für immer ein Platz für Sannyasin bleiben soll haben wir alle hier über Jahre uneigennützig Arbeit und Geld investiert. Der Verein pflegt die Idee und ermöglicht Kreativität. Mitglieder: Künstler, Spinner, Esoteriker, Heilige, Hellseher, Vegetarier, Schwiegereltern, alles Leute, die mit Geld nicht umgehen können und Katastrophen verursachen könnten. Wegen dieser Gefahr haben wir zur gegenseitigen Kontrolle die Schwan-GmbH .
Nun suchen wir Helfer für den Bau der Garage. Auch sind wir dankbar für neue Kommunarden und für temporäre Hilfe für Büro, Verwaltung, Küche, Garten und überhaupt. Ich hoffe, dass ein paar Motivierte kommen, denn es gibt Sannyasins, die es gut finden, wenn Oshostadt Bestand hat und Oshos Vision mit ihm teilen möchten. Bisher ist alles unser Eigentum, wir haben keine Schulden, eigene Quelle, eigene Gärtnerei, Traktoren, 20 Häuser und tausend Dinge, die eine Stadt wohl braucht.

Falls dieser Versuch einer Massenmobilisierung nicht gezündet hat holen wir Oshos Ratschlag ein. Auf jeden Fall wird die Atmosphäre am Bau geprägt sein von einer einmaligen Stimmung und munteren Fortsetzungen in nächtlichen Träumen. Ihr könnt ja mal einen Vorschlag machen wie wir die nötigen Helfer herbeizaubern! Ich könnte einen kostenlosen Vortrag über “Faulheit und Fleiß“ halten, oder zu Kaffe mit leckrem Erdbeerkuchen einladen.

Nr. 2: Pausen sollten so oft und so perfekt wie möglich ausgeführt werden, denn sie sind das Spiegelbild der Arbeit, das Spielfeld der Innovation und zeugen von der großen, geistigen Kraft eines Meisters, eines Sannyasin, sagt man. Oftmals werden Pausen zum Arbeiten benutzt, und in der Arbeitszeit wird geruht. Dies ist von Grund auf falsch, denn ein bisschen Arbeit sollte man sich schon gönnen. Manche sind sogar so scharf auf Arbeit, dass sie dafür Kopf und Kragen riskieren. Man könnte sogar Pausenluft in Tüten verkaufen. Es kommt auf die Werbung an. Pausenbrot und Lila Pause verkaufen sich gut. Die Menschheit braucht Pausen, weil ihr Kreativität fehlt. Der Mensch braucht Kreativität, weil ihm Gelassenheit fehlt. Der Mensch braucht Gelassenheit, weil er keine Pausen macht. Er sollte mal Pause machen um nachzudenken. Wenn es auch gegen die Natur geschäftiger Affen ist, wenn es auch noch so schwer und fast unmenschlich ist: Pausen muss man selber machen, sie werden einem nicht geschenkt. Hier hätten wir wieder ein schönes Beispiel: Das Gras wächst by itself. Wie schön. Aber es macht nicht Pause by itself, die müssen wir schon selbst machen. In der Regel sollte man darüber hinaus die Reihenfolge von Beginn und Ende in der folgerichtigen Reihenfolge erfolgen lassen: Zuerst den Keller und die Fundamente, dann das Dach, d.h. zuerst die Pause, dann der Feierabend. Nicht umgekehrt. In der Pause könnte man an der wichtigsten Arbeit arbeiten: mind umwandeln in Gelassenheit und Kreativität.
Diesen Weg empfehle ich, weil die Befreiung vom Ego sehr nützlich sein kann und Vertrauen und Gelassenheit entsteht. Am Ausbau der Rolls Royce Garage können viel mehr Helfer helfen, denn es ist ja im Interesse aller Fans. Ab sofort wünschten wir uns ganz dringend Zuwendung und Hilfe.

Sommerhighlight Nr. 3 Kunst Kunst Kunst
a) Oshostadt hat viele Ateliers und Werkstätten für Gastkünstler und einen ehemaligen Kunstprofessor Shunyam, der die Kunstseminare begleitet.
b) Das Sommersymposium in der benachbarten Eisengießerei welches finanziert und gesponsert wird von Banken, Bertelsmann-Verlag. Wir stellen Unterkunft für die internationalen Teilnehmer

Sommerhighlight Nr.4 Musik Musik Musik
a) Noch älter als die Oshostadt ist die Erfindung der Y-Musik, auf selbstgebauten Instrumenten, Fongilinen genannt. Sie haben nur Edelstahlseiten ohne Toneinteilung. Die Töne müssen erfühlt werden. Ich habe die Fongilinen ca. 1970 gebaut. Chris Price war beteiligt und P.M. Hamel steuerte einen schnarrenden von ihm gebauten Bass bei. Dieses Happening wurde in vielen Museen zur Belebung der grauen Atmosphäre aufgeführt. 3 Tage und Nächte lang ohne Unterbrechung stiegen Besucher ein und aus, und fanden nach ausführlicher Emotionsentladung schließlich zu einem gemeinschaftlichen Klang. Für dieses Happening hatte Henry Schneider und die Festspielleitung des Gewandhausorchesters Leipzig uns einen Saal der Schule kostenlos zur Verfügung gestellt. Diese Fongilinen haben wir neu gebaut und bieten sie während unseres Festivals täglich für jedermann an !!!
b) Der Pianist Thomas Meixner spielt öfter spontan, sooft er kann mehrere Male ohne festen Termin. Er war hier schon oft im Steineladen und hat schöne Steine gekauft aber nichts davon erwähnt, dass er ein super Pianist ist. Ich erkenne solche Genies an der Nasenspitze und bat ihn sofort an den Flügel. Er merkte bescheiden an, dass er seit Jahren nicht öffentlich aufgetreten sei. Ich hielt ihm entgegen das Horowitz sich 20 Jahre nicht hat sehen lassen. Aber dann . . . . mein lieber Mann . . . . Er war erfreut und spielte mich und andere in den Himmel der Musikextase. Nie habe ich so einen rauschenden Chopin gehört. Er wird öfter spielen und hat große Lust dass wir davon eine CD aufnehmen und einen Filmmitschnitt davon machen. Wann er spielt wird spontan entschieden.
c) Auch Asupta und Bodhi sowie Vidatha aus Wien, unsere wunderschönen Pianistinnen, kommen und spielen auch noch ohne festen Termin. Es wird ein rauschendes Festival. Asupta spielt Mozart und Bach begleitet von einem Orchester vom Band. Ich freue mich sehr.
d) Eine Überraschung gibt es schon zu Anfang des Festivals. Eine neue interessante Musikgruppe “die Firefly`s“ die uns sehr gut gefällt, und die an uns interessiert sind, wird eine Art Rock/Pop-Musik spielen .
e) Ein Überraschung für mich persönlich : Sigari schenkte mir eine CD von Horowitz. Er hatte doch in Hamburg sein letztes Konzert und die CD kam gerade jetzt heraus. Die Verbindung zu mir: Ich war in diesem Konzert und schwebte im 12. Himmel, so brillant wie noch nie und wie keiner spielte der alte Herr. Und hier ein Beispiel für: der Letzte wird der Erste sein. Vor mir war eine lange Schlange von tausend Leuten. Ich der Letzte. Wie immer. Da kam einer, der einzige, der eine Karte verkaufen wollte. Da war ich der Erste. Kapito? Zum Dank schenkte ich ihm einen Bergkristall. Monate danach verstarb er.
f) Durch Siddharthas alte Verbindungen haben wir von der Firma Paiste ein Riesenpaket mit Schlaginstrumenten gestiftet bekommen. Dieses wird wohl während unseres Sommerfestes eintreffen.

Sommerhighlight Nr. 5
Unsere Parkanlage hatte ich schon vor dem Kauf der Zschachenmühle im Geiste angelegt: einen Fluss, einen Teich, Springbrunnen, ein Alpin-Garten, große abgerollte Findlinge und Natur, Goldfische, Pfauen, Perlhühner, Gemüse, Obst, Rosen und Meditationsplätze wie “Zen-Walk, Meer der Unbewusstheit“, Blumen, Sträucher, Bäume . . . . Nach jetzt 15 Jahren hat sich die Anlage zu einer paradiesischen Pracht entwickelt und uns, unseren Freunden und Besuchern sowie Touristen, Gruppen und Motorrad-Safaris in Entzücken versetzt.. Hotels und Pensionen schicken ihre Urlaubsgäste zu uns und das Beste: unser Park ist aufgenommen unter die zehn besten Privatgärten von Thüringen, wird in Zeitungsberichten mit Besucherempfehlung groß empfohlen und sogar ein Eintrittspreis, der auch vom Bund und Gemeinde und Touristikverbänden für uns festgelegt und voraus bezahlt wird. Der offene Gartenschautag hatte 250 Besucher .

Sommerhighlight Nr. 6
Und hier die Sensation des Sommers: die Polizei wird am 2. September mit über 50 Mann zu uns kommen um die Zschachenmühlen-Wunder anzuschauen. Das sind die Museen für Mineralien, edle Kristalle, historische landwirtschaftliche Geräte und die Kunstgalerie. Von hier aus wollen sie in den Wald unseren Bahnhof anschauen und über den Rennsteig auf den Spuren Goethes nach Weimar.
Kuriosität: Wir waren in den 60er Jahren harte Gegner und jetzt sind wir freundliche Menschen.
Gruß, Siddhartha

Zum Schluss möchte ich noch über Karin schreiben. Einen Bericht von ihr über ihren Aufenthalt in Oshostadt findet ihr am Ende dieses Rundbriefes Sie ist die Mutter von Mandir und alle, die sie neu kennen lernen, wundern sich, dass Mandir so eine junge Mutter hat, was meiner Meinung nach mit auf ihr offenes, freundliches Wesen zurückzuführen ist. Sie besucht diese Commune schon viele Jahre regelmäßig, war auch gerade wieder da, mit uns in Stelzen, bei der Gartenarbeit, in der Küche und auch in Weitisberga schwimmen. Kennt ihr das Bad in Weitisberga schon? Liegt ca. 5 km von hier mit wunderschöner Aussicht auf dem Berg, hat permanent Frischwasserzufuhr mit reinem, klaren Bergwasser und ist nie überlaufen. Ein Genuss, dort schwimmen zu gehen!

Hier Karins Bericht: . . .Tapetenwechsel, in 3,5 Stunden von Berlin für 2 Wochen in die Zschachenmühle.
Aklang steht am Bahnhof um mich abzuholen – ich freue mich angekommen zu sein. Ich. Werde herzlich von Siddhartha begrüßt. Alle Anderen sind bei einem Musikfestival in Stelzen. Ein ganzes Dorf macht da auf die eine oder andere Art mit. Der Festival-Veranstalter Henry Schneider spielt im Gewandhausorchester eine erste Geige und bringt ca. 5o Kollegen mit. Am Sonntag gibt es ein Abschlusskonzert mit Alphorn und Dudelsack. Da muss ich unbedingt hin. Habe ein gemütliches Zimmer in der Villa, mit einem gemütlichen Kuschelbett. Abends freue ich mich auf Sigari und die Anderen. Mein Sohn Mandir schläft vor Ort und bewacht die Schätze und Instrumente. Schlafe ganz wunderbar und fahre am Samstag mit nach Stelzen bei Reuth. Siddhartha und zwei Besucherinnen kommen auch mit. Vor einer ehemaligen Schule zwei riesige Schrottfiguren - Musiker und Dirigent. In der Schule die wunderbare Welt der Kristalle, Mandir mit selbstgebauten Klanginstrumenten und Agnea legt die Tarot-Karten. Der Andrang ist zeitweise sehr groß. In der einzigen Wirtschaft in Stelzen gibt es Wild und selbst aufgezogene Flugenten mit Thüringer Klößen und Rotkraut sehr köstlich - ein Bierchen dazu schmeckt - wir können draußen sitzen und schnuppern Biergartenatmosphäre. Nun aber rauf auf den Berg - dort findet das eigentliche Fest statt. Auf dem Weg nach oben, begegnen uns Mandirs Schrottfiguren. Auf dem Festplatz dann Kaffee, Kuchen, Wurst und Bier und viele freundlich gestimmte Menschen. Um 15.00h spielen Zigeuner auf, in der Scheune ein Konzert. Das Gewandhausorchester spielt Tschaikowsky.
Unten in der Schule helfe ich Sigari beim Steineverkauf. Falle abends todmüde ins Bett. Am Sonntag bin ich wieder dabei. Das Abschlusskonzert habe ich sehr genossen - die Musiker mitten unter uns ( es gibt noch keine Bühne ) ein Ohrenschmaus z.B. Tschaikowskis Violinenkonzert. Erwartet habe ich Natur pur und jetzt auch noch Kultur....wow !
Das Wetter wird jetzt richtig schön und ich genieße den wunderbaren Garten.
Am Teich treffe ich auf eine kleine Wasserschlange…….habe sie beim Sonnen gestört. Schaue den Fröschen und Goldfischen vom Bänklein aus zu - werde müde und strecke mich aus . In Nullkomma-nichts bin ich eingeschlafen. Das passiert mir nicht so oft.
Ach ja und das gute Essen - das esse ich manchmal mehr als mir gut tut. Wenn Chesta Erdbeertorte backt kann kein Mensch widerstehen - so köstlich ist der. Manchmal gibt es auch selbstgebackenes Brot - hm hm sehr lecker !
Es wird nicht so viel geplant, doch es passieren ständig nette Dinge: wir gehen ins Schwimmbad, am Abend ein Lagerfeuer und mehr. Ab und zu gehe ich in die WhiteRobe - schlafe leider immer ein bisschen ein - peinlich !
Bin danach immer sehr entspannt. Ansonsten helfe ich in der Küche und im Garten. So sind die 10 Tage ganz schnell vergangen und der Abschied naht. Komme erfrischt nach Berlin zurück." Du hast dich erholt" meint Friedrich, der mich vom Bahnhof abholt. Hätte noch einiges zu erzählen - z.B. vom Sägewerk, doch dann finde ich keine Ende.

Liebe Grüße Karin

PS. : ……die Glühwürmchen habe ich vergessen – in der Zschachenmühle tanzen die Glühwürmchen um das Lagerfeuer.

Rundbrief Winter 2008-09:

Liebe Freunde,
schon nähern wir uns wieder mit Riesenschritten der Wintersonnenwende und es ist Zeit für einen Rückblick auf das alte Jahr. Wir hier auf dem Land leben eng mit der Natur verbunden und so möchte ich euch als erstes von Bipperlle erzählen, unserem Pfauenbaby. Nachdem an einem schönen Vorfrühlingstag zwei junge Hunde, die sich in einem der nahegelegenen Dörfer losgerissen hatten – sie erinnerten mich von der Energie her an die indischen Wildhunde – über unser Gelände gefegt waren und unsere Vogelschar dezimiert hatten, war neben einer kläglichen Anzahl von Perlhühnern von den Pfauen nur Lucrezia übergeblieben, eine majestätische Pfauenfrau. Mandir besorgte uns durch seine Verbindung mit dem Zoo in Hof einen sehr jungen Pfauenmann, der sich in seiner Anhänglichkeit an Menschen zwar etwas gestört verhält, aber seiner biologischen Aufgabe bereits in diesem Sommer eifrig nachkam, sodass wir bald darauf an Lucrezia das typische Brutverhalten beobachten konnten. Wir waren in Sorge, dass sie nicht irgendwo im Wald im Dickicht brütet und von Fuchs oder Marder gerissen wird, was mit einigen ihrer Vorgängerinnen schon passiert war, doch siehe an! Sie ließ sich auf dem Dach des kleinen Häuschens bei Cheshta´s Wohnwagen nieder und blieb dort schwer und geduldig sitzen. Bei Wind und Wetter rührte sie sich wochenlang nicht von der Stelle; lediglich um etwas Nahrung zu sich zu nehmen, verließ sie alle paar Tage für einige Minuten das Nest.
Eines Tages war das Nest leer. Einige zerbrochene Eierschalen lagen auf dem Boden und als ich Gunageet traf , sagte sie mit leuchtenden Augen: „Hast du schon gesehen? Wir haben ein Pfauenbaby!“ Tatsächlich hatte eins überlebt, war wundersamerweise aus dem andertlalb Meter hoch gelegenen Nest sicher auf dem Boden gelandet und spazierte nun winzig klein und unendlich zart in perfekter Symbiose mit seiner Mutter durch die Gegend. Heute ist sie schon fast nicht mehr von Lucrezia zu unterscheiden, so gut hat sie sich dank Gunageet´s einfühlsamer Betreuung entwickelt.*
Tja! Und was gibt es im Rückblick noch zu berichten? Wir haben uns täglich zum Meeting getroffen, haben einiges gebaut und geplanzt, haben Holz und Musik gemacht, haben unsere Geburtstage gefeiert und meditiert – alles, was man so macht im Leben. Wir haben zwei neue Communemitglieder: Jürgen und Raiyaj und Anfang nächsten Jahres will Niseema einziehen. Das Sommerfest war mal wieder ein echtes Highlight und kurz danach hat uns die Existenz ein weiteres Highlight beschert: die Ankunft der „Blue Auntie“ (s. nachfolgende Artikel)
Jetzt, Anfang Dezember, hat der Winter bei uns Einzug gehalten mit Schnee und Eis und Kälte. Vorgestern abend, während des ersten großen Scheeeinfalls, gab es einen langen Stau vor der Villa. Ein Lastwagen war auf dem Berg hoch nach Ruppersdorf umgekippt und überhaupt haben die großen Holzlaster im wahrsten Sinne des Wortes die Kurve nicht gekriegt. Es dauerte Stunden, bis die Schneeräumer kamen und Siddhartha taperte aufgeregt wie ein Kind hin und her - vom Küchenfenster in´s Büro und zur Eingangstür nach draußen - um das Geschehen zu beobachten. „Wie gut, dass wir hier wohnen! Wie gut, dass wir hier wohnen und nicht im Schnee steckengeblieben sind“, jubelte er unaufhörlich , so d ass ich lachen musste.
So, jetzt bleibt mir nur noch, euch recht zahlreich zu Weihnachten und Sylvester einzuladen. Es haben sich schon alte und neue Freunde angemeldet und wir werden die Zeit wieder gemeinsam in Frieden, Freude und Liebe verbringen. Am 31. Dezember wird „Blue Auntie“ feierlich der Öffentlichkeit präsentiert und am 2. Januar 2009 hat unser Chief Geburtstag. Wer weiß, wie oft wir das noch zusammen erleben werden!

* Die letzte News: Von Freunden haben wir heute ein Pfauenpaar geschenkt bekommen!
Alles Liebe von uns aus Oshostadt, Agneya


Hier die Artikel von Siddhartha und Sagar über
“Blue Auntie“ :

Ein bisschen Nostalgie kann nicht schaden

Ein halbes Jahrhundert ist es her, dass ich zum ersten Mal in USA war und Erstaunliches gesehen und erlebt habe: Wolkenkratzer, Indianer, Wasserfälle, Cowboys, Grand Canyon etc. Aber das Schönste an den USA war für mich Osho’s Driveby. Das nennt man so, wenn Osho im Rolls Royce vorbei fährt. Dann ist die staubige Straße nach Antelope von 10.000 Sannyasins besäumt.
Das rote Band schlängelt sich in weiten Windungen um die Bergfüße herum. Wenn Osho kommt, im Rolls Royce, steht man andächtig da, die Hände vor der Nase zum Namasté aneinander gelegt.
Eines Tages – und man kann mit Fug und Recht „eines schönen Tages“ sagen – sah Osho jemanden, der dezent mit einer Flöte in der Hand sich verstecken wollte. Er hielt an, fragte, ob er denn „Lustig ist das Zigeunerleben“ spielen könne. Er solle es doch bitte tun, die Luft brauche Musik und Frohsinn. Von da an war der Driveby wie ein New Orleans – Dixieland - Festival.
Im Übrigen hebt Osho nur eine Hand, d.h. er grüßt ein halbes Namasté. Wenn er beide Hände vom Lenkrad nähme, könnte er in den Straßengraben fahren. Aber in dem Falle lenkt er wohl mit dem Geiste, den Knien oder der dritten Hand.
Manchmal hält er spontan an, fragt, wie das Wetter sei oder reicht ein kleines Geschenk raus. Ein Swami bekam einen Hampelmann, ein Baby einen Schnuller, eine alte Frau ein Kissen.
Ich bekam den schwarzen Schlapphut, den jeder bestaunte. Osho hatte sicher gedacht, dass es wohl besser sei, dass die Sonne meinen letzen Rest von Hirn nicht auch noch wegbrennen könne! Vor Schreck konnte ich nicht mal Danke sagen, sondern nur noch verschreckt seiner Staubwolke nachschauen.
Die Geschenke wurden ihm jeweils aus dem Fond des Wagens von Nandan, Gyan oder wer ihn gerade begleitete, vorgereicht. Ich hätte nur allzugern im Fond des Wagens gesessen und die gekühlte Luft genossen. Dann würde ich mich lässig zurücklehnen und denen, die in lähmender Hitze am Straßenrand stehen, Frischluft zufächeln.
Während ich seiner Staubwolke nachschaute, verfiel ich in einen Traum, in dem ich ein blaues Wunder erlebte. Osho ließ das Fenster runter, sagte: “Hallo, Siddhartha“ und fragte, ob ich diesen Rolls Royce haben wolle. Erstaunt sagte ich: “Yes, Osho.“ Später im Cafe Devateerth erzählte mit Sagar von einem Traum, in welchem er den anderen blauen Rolls Royce erhalten habe. Weil es nun aber nur einen blauen gibt, werden wir ihn wohl jetzt – 30 Jahre später – teilen müssen.
Meist arbeitete ich in Antelope, im Garten Riktas. Da waren nur etwa zehn Leute am Straßenrand. Eine riesige Staubwolke kündigte ihn an, er kam mit beängstigendem Tempo um die letze Biegung des Feldweges.
Eines schönen Tages geriet er in eine Geschwindigkeitskontrolle auf der Straße nach Bent, wohin man anfänglich zum Telefonieren fuhr, da man auf der Ranch vom CIA abgehört wurde. Man fragte, warum er so schnell fahre.
Er sagte, weil sein Telefon in Bent läuten täte!
Ich selbst empfinde mich als Fossil und stehe, wie andere Fossilien auch, souverän über jedem Versuch, die Zeit in drei kleine Dosen zu pressen: Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft. Als gelernter Sannyasin weiß ich, dass OSHO never died, immer bei uns war und sein wird. Das würde nicht bedeuten, dass er Hier und Jetzt nicht vorhanden wäre. Er ist trotzdem da. Ebenso wären Vergangenheit und Zukunft nicht Nichts, bloß weil die Gegenwart Gegenwart ist. Ist denn ein Gegenstand, z.B. ein Teelöffel oder ein Rolls Royce in der Gegenwart verschwunden, bloß weil er in der Vergangenheit schon war? Kompliziert!
Nein! Es sind alle drei Seiten vereint. So ist man was man ist und das ganz und gar, und nicht dreiteilig. So ist die Vergangenheit zugleich Zukunft und Gegenwart, ein Rolls Royce war, ist und bleibt ein Rolls Royce und nicht´s weiter.
Diese Theorie ist sehr einfach, aber dennoch undurchsichtig. Sie ist mehr praktische Philosofie, die helfen soll, das Problem der Abhängigkeit, des Minds, den festgerosteten Meinungen und konditionierten Reaktionen zu begegnen. Nehmen wir jenen Teelöffel oder jenen Rolls Royce als Beispiel. Ein Teelöffel ist ein Teelöffel und kein Rolls Royce und ein Rolls Royce ist kein Teelöffel, sondern nur ein Rolls Royce.
Wir haben ein solches Auto, welches kein Teelöffel ist, geschenkt und hergefahren bekommen. Wir waren zwar sehr überrascht, aber auch sehr entzückt und haben sofort begonnen, eine schöne Behausung für sie zu planen. Er ist nämlich eine Sie. Diese alte Dame, Baujahr 82, ist schön blau, gut gepflegt und fährt rasant. Diese Oldtimerin war OSHO´s erster Rolls Royce.
Wie sie zu uns kam? Auf der Autobahn. Teamarbeit von vier alten Sannyasinfreunden: Navanit, der für sie einen würdigen Platz suchte, Haridas, der uns davon berichtete, Proper Sagar, der sich dafür einsetzte und ich, der darüber nachdachte, wie man extremen Reaktionen vorgreifen könne.
Auf viele verschiedene Reaktionen sind wir gefasst. Hier sind einige: „Ihr dämlichen Reliquiensammler!“, „Oh, ich möchte in ihm schlafen…“, „Ich bete ihn an!“, „Darf ich ihn küssen und waschen?“, „Ihr kapitalistischen Angeber!“, „Ihr Fetischhalter!“, „Seine Heiligkeit!“, „Sein Schrotthaufen!“.
Bitte schreibt uns, wenn euch noch andere Meinungen einfallen. Am einfachsten ist, man sagt nur „AHA“.
Wir selbst, wir denken wie gesagt einfach: Ein Rolls Royce ist ein Rolls Royce ist ein Rolls Royce…. Nicht mehr und nicht weniger.
Am 31. Dez. 2008 werden wir ihn präsentieren.
Nicht vorher und nicht nachher. Siddhartha

Mit dem Waschleder in der Hand stehe ich vor dieser gewaltigen, himmelblauen, fünfeinhalb Meter langen Limousine, die in makellosem Zustand zu uns gekommen ist und erlaube mir kurz, aus dem Hier und Jetzt in die Vergangenheit zu schweifen:
Damals - vor fast exakt 25 Jahren auf der Ranch - war ich mal wieder mit meinem großen Kipper-Truck stecken geblieben; dieses Mal in Desetherata bei einer scharfen Kurve auf dem Weg nach Antelope. Es war bitterkalt. Ich fühlte mich wie ein Häufchen Elend und fragte mich, was ich hier über-haupt zu suchen hatte. Dann erinnerte ich mich, dass es 14:00 Uhr war und eigentlich Zeit für Osho´s Drive. Er musste ja hier vorbei! So stand ich da allein, schlotternd, wie in der Ewigkeit und wartete. Dicke Schneeflocken reduzierten die Sicht auf 50 m. Und dann - ganz plötzlich - war Osho da in einem Wirbel von blau und weiß. Er fuhr langsam in die Kurve; ein göttliches Lächeln und Winken. Eine heiße Welle schoss durch mein Herz. Tränenüberströmt stieg ich wieder hinauf in meinen "Red Baron" und machte weiter mit frischem Mut und frischer Tat.
Osho fuhr 6000 Meilen in diesem Corniche Rolls Royce, der viel länger ist als der gewöhnliche Rolls. Er war ja auch der einzige auf der Ranch für lange Zeit. Als später mehr und mehr Rolls dazukamen, hörte ich aus Sheelas Kreisen, dass Osho gesagt haben soll, dass "Proper Sagar", der proper Englishman, doch auch einen proper Rolls Royce
haben sollte. Sheela soll entsetzt reagiert und gesagt haben, dass das doch unmöglich wäre, denn "was könnten wir Dir denn danach noch anbieten?" Die Idee wurde nicht weiter verfolgt und Osho hatte Seinen Spaß.
Jetzt ist der Wagen hier in Oshostadt, auf einem "proper place". Wir werden eine gläserne Garage bauen, so dass Besucher den Wagen besichtigen können. Ich werde liebevoll für "Blue Auntie" sorgen - so, als ob Osho zu jeder Zeit rauskommen könnte, für einen kleinen Drive durch die schöne Thüringer Landschaft, die Er bestimmt genossen hätte. Sagar

Und als Nächstes kommt ein Beitrag von Jürgen, der seit einem halben Jahr bei uns wohnt:
Durch einen Regenbogen in eine neue Welt.

Ja, irgendwie begann alles damit, dass ich einen Text von Osho gelesen habe, der von der falschen Münze der Liebe handelte, die wir Menschen ständig mit uns rumtragen, weil wir irrtümlicherweise etwas für Liebe halten, was keine ist. Ich sprach diesen Text zu einer schönen selbstkomponierten Hintergrundmusik ein,und verschenkte diese CD an mehrere Freunde und Bekannte in einem Single-Club.Es war so etwas wie eine Abschieds-CD, denn ich hatte meine letzte Lebensgefährtin durch diesen Single-Club,den ich selbst geründet hatte, kennengelernt. Die Beziehung war gescheitert und meine Enttäuschung war riesengroß. Der Text von Osho gefiel mir sehr gut, weil er einfach die Wahrheit traf und das, was die meisten Menschen als Liebe bezeichnen würden ad absurdum führte. Ich fühlte schon lange so, denn Jahre zuvor hatte ich meine eigene spirituelle Begegnung mit einer nie zuvor gekannten oder auch nur erahnten Form von Liebe, die alles in den Schatten stellte, was ich bis dahin unter Liebe verstanden, gefühlt oder erfahren habe. Die köstlich frische neue Liebe, wenn man verliebt ist oder den passenden Partner gefunden hat, die Liebe zu den Eltern, den Geschwistern, guten Freunden, die Liebe zur Natur, zu netten, symphatischen Menschen, zu Tieren, zur Musik und Kunst. All das kannte ich, und dachte wie viele anderen Menschen auch, dass das schon das ewig gültige und letztendliche Potenzial der Liebe eines Menschen auf diesem Planeten sei. Mein kurzer Ausflug (Satori, Glimpse, Offenbarung,wie auch immer man es nennen mag) in eine höhere Wahrheit des mir Bekannten, belehrte mich eines besseren. Ich lernte die bedingungslose Liebe kennen, nicht etwa so, dass ich ihr gegenüber stand und sie sich mir als diese vorstellte: Sie als die grandioseste und erhabenste Liebe überhaupt, und ich als ein nur trauriger, schattenhafter, grauer Abglanz ihrer selbst. Nein! Ich war “umzingelt“ von ihr , sie floss in mich hinein bis auch die letzte Zelle , die ich noch als mein “Ich“ hätte bezeichnen können, von ihr erobert worden war. Da existierten nur noch diese unaussprechliche, unsägliche Liebe und “ich“ als
E I N S , wobei mir dann aufging dass ich diese unaussprechbare Liebe bin. That`s, what I really am. Heute weiß ich, was mit dem Lachen der Buddhas gemeint ist. Ich kann nachvollziehen warum sie lachen. Und ich selbst habe nach diesem Erlebnis nur noch vor Freude und Erleichterung viele viele Freudentränen geweint. Nun endlich war ich der Notwendigkeit des Glaubens bar. Ich wusste einfach wer oder was ich wirklich bin. Besser : Ich war für eine kurze Zeit ICH SELBST. In dem Seinszustand den ich “erlebte“ gab es nur diese grandiose, majestätische Liebe. Liebe, ohne ein Objekt der Liebe. Absolute Liebe ohne Grund (Liebe genügt sich selbst !). Nach dem Erlebnis fühlte ich mich an Nahtodberichte, die ich gelesen hatte, erinnert, die von einer nie gekannten Herrlichkeit und Intensität von Liebe berichteten.Das also war mein Stand der Dinge, bevor ich auf Osho-Stadt aufmerksam wurde. Eines war klar, ich konnte mit dem, was die Menschen um mich herum als Liebe bezeichneten, nicht mehr so recht klarkommen. Ich wusste nun definitiv, dass Osho die Wahrheit sagte, wenn er die “übliche“ menschliche Liebe (die Liebe des Ego) als “Falschgeld“ bezeichnet. Weiterhin sagt er auch, dass wir uns in der Regel nicht einmal dessen bewusst sind, dass wir diese falsche Münze mit uns rumtragen.Mir war auf jeden Fall klar, dass ich es in der Stadt - im Getriebe der Gesellschaft - weiterhin mit viel unechter Liebe zu tun haben würde und das Scheitern der letzten Beziehung war dann nur noch das I-Tüpfelchen welches fehlte, um eine Krise (meine zweite!) in meinem Leben auszulösen , die nicht von schlechten Eltern war!
Nachdem ich anfänglich zuerst Trost , Liebe und Wärme in Alkohol oder Tabletten suchte (natürlich ohne Erfolg), brachte mich erst ein totaler Zusammenbruch auf den Weg. Noch während einer Therapie/Reha-Maßnahme begann ich mir Gedanken zu machen, wie mein Leben nun weitergehen sollte.
Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass, wenn ich weiter so leben würde wie bisher, sich alles nur wiederholen würde, die Herausforderungen, die Siege und Niederlagen, “die Liebesbeziehungen“ , einfach alles. Also suchte ich insgeheim nach einer neuen Lebensform, einer neuen Lebensqualität, ja eigentlich nach einem gänzlich neuen Leben. Da ich es satt hatte, nach einer gescheiterten Beziehung mich wieder einsam und allein zu fühlen, schaute ich mich nach Alternativen um, wobei sich mir nur 2 boten; Wohngemeinschaften oder Kommunen. Also machte ich mich noch während meiner Reha-Maßnahme mit Hilfe des Internets kundig, welche Möglichkeiten sich in unserem Land boten. Kommunen gab es doch mehr als ich dachte, doch viele waren linkspolitisch oder auf ökonomisches Leben ausgerichtet. Spirituelle Kommunen gab es nur eine Handvoll. Bevor ich die Reha-Maßnahme antrat, hatte ich mir noch ein Buch von Osho gekauft:
( Liebe / Freiheit / Alleinsein), weil ich mehr über diesen Erleuchteten erfahren wollte. Wie erstaunt war ich doch, als ich bei den wenigen spirituellen Kommunen die es gab, eine fand die sich Osho-Stadt nannte. Also schaute ich mir als erstes die tollen Fotos an, von den Menschen, dem großen Garten, der Natur, den Gebäuden und Kunstwerken. Irgendwie hatte ich das Gefühl, dass das Leben in einer solchen Kommune ein Abenteuer, eine Herausforderung , auf jeden Fall aber etwas gänzlich Neues für mich bereithalten könnte. Mutig rief ich also dort an, wo ich heute wohne und hatte Siddhartha am Telefon. Siddharthas Art mit jemanden zu telefonieren / kommunizieren war irgendwie herzerfrischend für mich, denn er lachte viel am Telefon, wenn er seine Sicht der Dinge, sein Weltbild darlegte und mir erklärte, was Sannyasin sein bedeutet. Insgesamt telefonierten wir 3 mal und ich fuhr im Winter 2007, direkt nach Beendigung meiner Reha, mit der Bahn mitten durch einen großen, wunderschönen Regenbogen hindurch (ca.15 Minuten vor Erreichen der Zschachenmühle) einer möglichen neuen Heimat entgegen. Ich verbrachte in 2007 etwa 6 Wochen in der Zschachenmühle. Es fühlte sich für mich unheimlich gut an, den ganzen Tag Leute um mich herum zu haben. Außerdem waren diese Personen nicht irgendwelche “normalen“ Menschen, sondern nach und nach erfuhr ich, dass jeder einzelne von ihnen eine ganz besondere und zumeist spannende Lebensgeschichte erzählen konnte. Es war offensichtlich, dass ich es mit außergewöhnlichen Menschen zu tun hatte, die ihre Bestimmung abseits der großen Masse gefunden hatte. Was mich anfangs schon etwas störte, war das vegetarische Essen, nicht dass es mir nicht schmeckte: Nein,im Gegenteil, es schmeckte verblüffend gut. Nur der Gedanke auf Dauer überhaupt kein Fleisch mehr zu essen war für mich schon etwas befremdlich. Doch ich vergass, dass auch ich ein Gewohnheitsmensch bin, und die Gewohnheit 6 Wochen lang kein Fleisch mehr zu essen, machte dann einen zufriedenen Vegetarier aus mir, der sich heute ab und zu mal ein Bratwürstchen auf der Hand beim Einkaufen gönnt. Das Sommerfest 2007 war für mich besonders beeindruckend, weil so viele hervorragende Künstler und ein sehr sympathisches Publikum für viel Freude und Vergnügen sorgten. Ich empfinde es immer als sehr angenehm,wenn Gäste (neue oder alte) auftauchen, mit denen man sich unterhalten oder auch etwas unternehmen kann. Kürzlich ist die halbe Kommune mit Jagrati und Manfred zu einer etwas weiter entfernten Therme gefahren,und wir hatten einen superschönen Tag , der mit einem leckeren Abendessen (mit Thüringer Rostbratwurst) ausklang. Doch das, was mir am allermeisten gut tut an diesem besonderem Platz hier, ist die Stille der Natur, die Ruhe des Waldes, das stetige Murmeln eines vorbeirauschenden Flüsschens und auch die Stille und der Frieden den so ein Buddhafeld mit sich bringt. Ich kann heute nicht sagen, ob ich für immer hierbleiben möchte, denn ich habe keinen Plan für die Zukunft, ich spüre nur, dass es mir gut tut j e t z t hier zu sein. Ich lerne im H i e r und J e t z t zu sein. In der Stadt wäre die Versuchung der Ablenkung von diesem einzig wahren Augenblick für mich viel zu groß. Ich habe nach einer schwierigen Zeit endlich wieder zu meiner Mitte gefunden, habe angefangen mein 2. Buch zu schreiben und wenn die Kommune in Kürze ein neues Keyboard bekommt, werde ich auch musikalisch wieder kreativ und produktiv sein. Ich jedenfalls bin diesem Ort, den Menschen die hier mit mir wohnen und auch Osho gegenüber voller Dankbarkeit. Für mich ist die Zeit, die ich hier in der Zschachenmühle verbringen kann, ein Geschenk der Existenz. Mir wurde tatsächlich ein neues Leben geschenkt. In“ Ein Kurs in Wundern “ findet sich folgende Formulierung für diese Phase in meinem Leben: Im Austausch für deine Welt (die Welt des Schmerzes, des Leidens und der Anhaftung) schenkt Gott dir eine neue Welt, die wirkliche Welt. Zwar ist auch diese Welt immer noch ein Traum (eine Illusion), jedoch wird dies ein glücklicherer und luftigerer Traum, kein Alptraum mehr sein.Und von diesem schöneren Traum aus ist es dann angeblich leichter den letzten Schritt zur “Erlösung“ (Erleuchtung) zu vollziehen. Und den letzten Schritt wird Gott selbst tun. . . . . .(Ich ahne, wie das gemeint ist) Ich werde sehen. . .(oder auch nicht).Ich jedenfalls wünsche Euch allen, die ihr diese Zeilen hier lest frohe und besinnliche Feiertage einen guten Rutsch ins neue Jahr (vielleicht ja sogar hier bei uns) und wer weiss, vieleicht sehen wir uns ja beim nächsten Sommerfest. Alles Liebe und Gute wünscht Euch allen Jürgen

Überraschungen jeder Art sind doch in Oshostadt noch an der Tagesordnung. Gestern Nacht fand ich ein hundert Jahre altes visonäres Gedicht von einem Feuerwehrlehrling, der in der Zschachenmühle seine Ausbildung absolviert hatte:

Zum Kameradschafts-Abend v.Kamerad Otto Wessel
1. Wenn man sich heute einmal unsere Welt beschaut
bekommt man unwillkürlich eine Gänsehaut.
Wenn man bedenkt, wie sich der Mensch vermehrt auf Erden
fragt man entsetzt, wie soll das später nur mal werden?
Schon jetzt ist ja das bisschen Erde viel zu klein
Ach Kinder, wie wird es in tausend Jahren sein?
2. In tausend Jahren ist die Erde stoppendvoll.
Da weiss kein Mensch mehr, wo er wohnen soll.
Es ist ein Kreuz, überfüllt sind alle Räume,
man klettert nachts zum schlafen auf die Bäume,
und wer auch dort nicht Platz hat als bescheidner Mann,
der schlägt nen Nagel in die Wand und hängt sich dran.
3. In tausend Jahren hat sich unsere Landwirtschaft
längst anderweitig Kolonien angeschafft.
Die alte Erde ist zum wohnen nur geblieben
und gegenüber auf dem Mond, da baut man Rüben.
Und in der Milchstrasse, gleich vorne; Nr. 3
hat Bimmel-Bolle eine grosse Molkerei.
4. In tausend Jahren gibts kein Pferd mehr auf der Welt.
Den letzten Gaul zeigt man im Zoo für schweres Geld
und auch die Spatzen sind vom Schicksal hart betroffen,
seitdem’s nur noch Benzin gibt sind sie dauernd besoffen.
Ach! klagt der Spatzenvater, Kinder gehts uns mies,
uns fehlt der Apfelbaum im Erdenparadies!
5. In tausend Jahren kleidet man sich einfach, schlicht.
Die vielen Stoffe, so wie heute, kennt man nicht.
Der Herr trägt nur Zylinder und ne Badehose
und seine Frau bedeckt sich stilvoll mit ner Rose,
So schreiten beide zum Theater dann hinab
and vorn am Eingang geben sie ihre Garderobe ab.
6. In tausend Jahren sind die Frauen schrecklich dran.
Da kommen immer hundert Stück auf einen Mann.
Der Herr der Schöpfung fühlt als Sultan der Türkei sich,
wenn man dran denkt, überläuft es einem eisig.
Die hundert Frauen, ja, die hält man schliesslich ab,
doch hundert Schwiegermütter, nee, da machste schlapp.
7. In Zschachenmühle , ei verdammt, da ist was los.
Da stürzen plötzlich auf uns neue 100 Lehrer los.
Um 6 gehts los, es ist kaum zu beschreiben
wie sie den Schlendrian aus unsern Knochen treiben.
Theorie und Praxis hagelt auf uns nun herab,
doch dabei brechen wir uns keine Verzierung ab!
8. Kopfjäger gab’s im Urwald noch vor hundert Jahren.
Doch eine Neuigkeit sollt Ihr von mir erfahren.
In Zschachenmühle wütet ohn Erbarmen
Kopfjäger Räder, wehe auch dem Armen,
der in die Hände dieses Wütrigs fällt!
Dio einzige Rettung - zücke schnell Dein Geld.
10. Der Lehrer Hatzky, das ist ne Kanone!
Und dessen Mundwerk, Mensch, das ist nicht ohne.
Den Schüler reisst's, wenn's los geht,
in den Knochen und manchem fängt’s im Kopfe an zu kochen.
Doch in der rauhen Schale steckt ein guter Kern
und deshalb haben wir Schüler auch don Hatzky gern.

Einladung zum Winterfest vom 20.12.08 – 6.1.09
Programmpunkte:

- Weihnachtsfest in der Family an Heiligabend
- Muneesh: Schwertschlucken und Qigong
- Vidata: Klassische Musik am Klavier
- Rolls Royce Enthüllung 31.12.08
- Sylvesterfeuer
- Singabend – Osholieder
- Tanzabende
- Talenteshow in der Tanzhalle
- Siddharthas Geburtstag 2.1.09

Wichtiger Hinweis für alle, die mit dem Auto fahren! Folgt der B90: Wenn ihr von Saalfeld kommt, ist das klar, aber wenn ihr aus der anderen Richtung kommt, fahrt über Lobenstein und Wurzbach und nicht über Eliasbrunn. Das kann im Winter gefährlich sein, wenn man sich nicht auskennt!

Was können wir euch heuer Schönes bieten?:
1. Schnee, Schnee, Schnee, Schnee, Schnee,
2. Unsere altbekannte freundschaftliche Art
3. Tanz um ein goldenes Kalb in Königsblau
Der Rolls Royce ist einfache Tatsache und
deswegen, weil er da nun mal steht und steht und
uns erfreut, erfreut, erfreut, erfreut, erfreut
4. Hurrah, hurrah, hurrah, Rauchertempel da.
Ein schnuckeliger Raum mit Ofen,
daran zu sitzen oder poofen
bei Flammen, die da knistern
für Brüder und für Schwistern
Nun kommt, ihr Scharen mit dem Rauch
Preisgewinne gibt es auch!
5. Eröffnung eines Museums für kuriose
Geschichten und Dinge aller Art.
6. Eröffnung des Siddhartha/Fongi – Kunstmuseums.

Unser Termin für das
Sommerfest 2009:
07.08. - 16.08. 09

Rundbrief nach dem Sommerfest 2008:

Liebe Freunde,

wir wollen euch gerne einen Eindruck von unserem Sommerfest im August geben. Dafür haben wir einige Beiträge von Freunden gesammelt, die dabei waren. Ausserdem gibt es einen Beitrag zu Sagar`s Geburtstag am 11.09. von Niseema. Während des Sommerfest fand am 16. 08. unsere alljährliche Vereinsversammlung statt. Es ergaben sich keine Veränderungen im Vergleich zum Vorjahr und der Vorstand wurde einstimmig entlastet.
Wir wünschen euch viel Spaß beim Lesen.
Liebe Grüße von den Freunden aus Oshostadt

Über das Sommerfest 2008 von Vidhata
Wenn man Musiker ist und manchmal öffentlich auftritt, weiß man ungefähr, welche Aufmerksamkeit man vom Publikum erwarten kann.
Im Sannyas-Umfeld ist die Konzertatmosphäre etwas anders. Jemand, der meditiert, kann sich gut und leicht in Stille versenken und das ist im Konzert eine wunderbare Schwingung.
Ich als Interpret empfinde es als anstrengend, wenn mich jemand mit den Augen fixiert und wartet, oder befürchtet, dass ich bald einen Fehler machen werde. Wenn mein Zuhörer aber z.B. die Augen schließt und sich entspannt, fühle ich mich sofort wohler. Das ist einer der Gründe, warum ich gerne in Osho-Stadt Thüringen/ Zschachenmühle etwas vorspiele.
Besonders zu Festival-Zeiten (Sommerfest im August) gibt es immer gute Gelegenheiten für Darbietungen aller Art.
Heuer fanden mehrere musikalische Vorträge klassischer Musik statt:
Ich habe einige Stücke von Bach gespielt. Scarlatti-Sonaten und sogar ein Haydn
Klavierkonzert mit playback-Orchesterbegleitung wurden von Ma Asupta zum Besten gegeben. Weiters gab es einen Abend mit französischen Chansons und deutschen Schlagern, gesungen von Samarpan Johanna und Janesha, bereichert durch Spontan-Auftritte von Mandir, Shunyam und Siddharta, welche auch dafür sorgten, dass dem Publikum bald die Lachtränen über die Wangen rollten.
Es gab ein Improvisationskonzert mit Shantiprem am Keyboard und Klavier, mit Osho-Texten gesprochen von Agneya. Dazu Spontan-Zen-Malereien von Shunyam. Jeden Tag wurde die abendliche White Robe Meditation von live Musik begleitet von solchen wunderbaren Musikern wie Rikta, Bodhi und Alok (und seiner Frau Chetna), Veetam an den Trommeln, Nedko am Bass, Janesha und anderen. Außerdem gab es einen Heart Dance Abend und einen Sufi Abend in roten Roben, die unsere Herzen höher schlagen ließen. Getrommelt wurde ums Lagerfeuer bei Cheshtas Schwitzhütte und am Platz vor dem Haus.
Es war ein wunderbares Festival. Vielen Dank an alle! Yahoo!
Ma Satyam Vidhata



Friends,
was soll man dazu sagen? Es hat sich einfach gut angefühlt mit und bei euch. Das Fest hat richtig Spaß gemacht. Der Klassik-Abend hat mich sehr beeindruckt. Auch die Chanson-Einlagen am Tag danach. - Also, die Kreativ-Ausflüge miteinander, das ist für mich "Heimat-Feeling". Wir waren wie abgefüllt von der Atmo, die sich über diese Woche ergeben hat. Danke also, rundum.
Shantiprem
ja, und da hab ich noch einen Nachtrag:
ich hab selten so wild wuchernd gesungen und gespielt, wie in der music group....das war ein Fest!


Liebe Agneya,
ich möchte nur ganz wenige zeilen schreiben, da ich ja nur wenige stunden/minuten bei euch war. aber etwas hat mich total begeistert. es heißt so schön viele köche verderben den brei, dieses galt wie viele sprichwörter nicht für euch. bei so vielen menschen und wenig platz (da es geregnet hatte) haben diese köche alles super gemeistert. es war sehr toll gemacht und geschmeckt hat es natürlich auch. die lockere und freundliche atmosphäre ist einfach immer toll. -das wars Martina


Liebe Sigari, lieber Siddharta, lieber Shunyam, liebe..., liebe...liebe
Freunde in der Zschachenmühle, ich möchte mich noch einmal herzlich für
die schönen Tage bei euch bedanken. Das Sommerfest war diesmal ganz
besonders schön: ein Highlight jagte das andere, die vielen netten
Menschen, das fantastische Essen, die viele musik.... ich wurde wie auf
einer Welle getragen von einem Event zum nächsten und dann wieder in
die Stille im Park und im nahen Naturschutzgebiet. Da ich mich nicht
trennen konnte bin ich ja dann gleich noch eine Woche geblieben und habe
mit Shunyam und anderen Künstlern die Pinsel geschwungen. Und auch der
Wettergott hat sein bestes gegeben! Und mit euch Lieben zusammen zusein,
ist jedesmal eine freude für mich. Wie gut, dass es euch gibt!
Leider gibt es eine Wehmutsträne: mein kleiner Unfall an der
Bordsteinkante bei euch stellte sich als ziemlich schlimm heraus, Kat
und Auspuff sind kaputt. Ich hoffe sehr, dass es sich noch reparieren
lässt. Für heute viele liebe Grüße und hugs von Samarpan Johanna


Liebe Freunde,

Ich wünscht, ich wär ne gute schreiberin und täts auch n bisschen mehr gerne......
Manchmal flutschts und manchmal garnicht...
Eines weiss ich, mich hat die zeit bei euch und während des Sommerfestivals sehr beflügelt, Menschen zu treffen die liebevoll und offen miteinander sind! Jedes mal , wenn ich da bin, habe ich das Gefühl, in meinem Leben mehr und mehr dazuzulernen, alte Dinge loszulassen und mich mit neuen Lebensgefühlen anzureichern (nicht im Haben-wollen-sinne), für ein neues "Sein-Gefühl"...hhhmmm , ob ich das so ausdrücken kann, wie es denn wirklich ist.....?!
Ich habe niemanden nörgeln hören, nur positiv gestimmte Stimmen, die in der vollkommenen Unvollkommenheit sich so Vollkommen fühlen können, Vollkommen für Entfaltung. Ich dank euch allen für das offene Spielfeld, wo ist das noch sooo möglich...!!!!? Es war ein einmaliges Fest!! freu mich wieder auf euch!! Fühlt euch inniglichst umärmelt von Rikta

Eindrücke vom Sommerfest in der Oshostadt
Eigentlich schreibe ich ja nicht so gern, und schon gar nicht öffentlich, aber die Eindrücke sind noch so lebendig und es war so eine reiche Zeit - ich probiere es einfach mal. Hier sind ein paar "Blitzlichter" vom Sommerfest 2008 in Oshostadt: Gemüse schnippeln in der Küche, mit einigen anderen gemeinsam, es ist warm und Musik läuft. Cheshta macht nebenbei die leckere vegetarische Leberwurst (danke, Cheshta, für das Rezept!). Elia ist auch da und schält Kartoffeln; er hatte als 18jähriger einen schweren Unfall und langsam kommen Motorik und Sprache wieder in Ordnung; er hat scharfe Mützen auf und bringt uns gern zum Lachen. Da lacht Cheshta: "Wisst Ihr, dass Elia auch Sessions gibt? Brustvergrößerung durch Handauflegen, 1 Euro!"Zen in der Kunst des Bogenschießens - vor ca. 20 Jahren habe ich das doch mal gelesen! Und nun gibt es hier die Gelegenheit zum Ausprobieren. Eine ganz schöne und meditative Sache, angeleitet von Shunyam, der auch vom Bogenschießen in Pune berichten kann und uns mit viel Geduld probieren lässt, wie es sich anfühlt. Ich profitiere von meinen Kung Fu-Kampfkünsten; Nedko denkt an Musashi und Samurai-Gemetzel. Aber wir schießen nur auf eine Rolle aus Schilfrohr, die ca. 10 cm von unserer Pfeilspitze entfernt ist, damit unsere Anfängerpfeile keinen Schaden anrichten können. Es ist eine große Freude, den Pfeil mit einem lauten "HA!" fliegen zu lassen - auch wenn er dann vor lauter Anspannung trotzdem neben der Schilfrolle landet. Mondfinsternis am Samstag, stundenlang draußen stehen in der sternenklaren Nacht und den Mond beobachten, der so einartig fremd wirkt, rötlich, mit einer schmalen strahlenden Sichel darüber; ich denke dabei an Münchhausen auf der Kanonenkugel :-). Durch das Fernglas sieht er wieder ganz anders aus, mehr als Einheit. Wunderschön. Und Shunyam beantwortet noch die wissbegierigen Fragen zu dem Phänomen. Dann eine Jam-Session im Tanzraum, die immer wieder auflebt, einlädt zum Tanzen, großartige Musiker. Und dann noch Trommeln am Lagerfeuer, stundenlang; die Nächte sind kurz in Oshostadt im Sommer. Aklank begleitet mich jeden Morgen bei der Dynamischen; ich genieße es, dass hier so viel Platz ist, keine Rücksicht nehmen müssen auf hellhörige Nachbarn, einfach loslassen, die Energie fließen lassen, so reinigend, so wohltuend, ich bin so dankbar. Und lasse es mir nicht nehmen, auch die Kundalini und natürlich die White Robe mitzumachen. Die White Robe Meditation, mit Lifemusik, Musiker aus dem Parimal, aus Köln, aus ganz Deutschland, Rhikta mit ihrem indischen Saiteninstrument - manches geht direkt ins Herz. Und Sagar lehrt mich, Hustenbonbons zu benutzen!Shantidharma, der mit uns Heart Dances macht, eine unglaubliche Energie - Gunageet sagt später dazu "Ich war so glücklich!" und spricht mir damit aus der Seele. Und Navino und Andres aus dem Parimal, die uns mit einem Sufi-Abend beglücken, WhirlingWhirlingWhirling und Kreistänze und Gesänge, heilsam und gar nicht auszudrücken wie schön. Es gibt noch so vieles: Der schöne große Garten; die Musik, die ständig präsent war (Adubhda, danke für die Klassik-Konzerte!); Begegnungen mit alten Freunden aus Commune-Zeiten; Sigari, die mir so liebevoll ein paar Heilsteine auspendelt in ihrer Schatzkammer; die morgendlichen Besprechungsrunden, die mit Leichtigkeit und gleichzeitig mit Offenheit und Klarheit daherkamen (ich staunte); Agneya, die neben der Arbeit Zeit für mich findet, als ich mal reden muss; Chandra, die mir gute Wünsche und Anregungen mit gibt für Poona und mir einen Teil meiner Angst nimmt; Devamani, mit der ich dort vielleicht ein Zimmer teilen werde und eine schöne Begegnung mit einem Mann...Und immer und überall das Gefühl, an einem Platz zu sein, wo Osho auf besondere Weise präsent ist.
Love, Pratiksho

Hallo ihr alle :
Also mir hat es bei euch echt gut gefallen, jeden Tag war in irgendeiner Ecke irgendwas:
Ob man nun zu einer der täglichen Meditationen geht, das Malatelier aufsucht, sich massieren lässt, die herrliche Mineraliensammlung bewundert, auf den Spuren der alten Japaner sich beim Kyudo versucht, oder einfach nur auf eurem herrlichen Gelände entspannt - das ist jeden Tag aufs Neue eine Qual der Wahl Der ereignisvolle Tag lässt sich dann noch gemütlich am Lagerfeuer ausklingen oder klingt nochmal bei der tollen Livemusik im Tanzsaal so richtig nach, es ist auf jeden Fall immer wieder schön - bis in die Nacht hinein. Aber alles könnte man nicht so gut genießen, wenn nicht immer so viele liebe Menschen um einen wären...
Meine besten Grüße an die Zschachenmühle, fühlt euch alle umarmt,
Lia 15 Jahre

Beitrag zu Sagar´s Geburtstag
Letzten Mittwoch bin ich mit Freunden (Raiyaj, Virag und ihren Schwestern Apramad und Deha) nach Osho Stadt gefahren. Sagar hatte Geburtstag und wir wollten mit ihm zelebrieren. Je näher wir waren, desto entspannter fühlte ich mich. Meine Nervosität in einer neuen Umgebung mit neuen Leuten und Gewohnheiten fiel langsam weg.
Bis jetzt hatte ich die Kommune nicht besucht, weil ich der Meinung war, daß dort nur ältere Leute wohnen. Meine Suche nach gemeinschaftlichem Abenteuer waren mit Gefühlen gemischt, daß es hier etwas Besonderes zu entdecken war.
Wir wurden fröhlich und herzlich empfangen.
Sagar zeigt uns unsere schönen Zimmer und plötzlich bekomme ich das Gefühl, als hätte ich einen Wochenende Workshop für "Spirituelle Zurückgezogenheit" gebucht. " Was mache ich hier? Ich brauche nichts von diesen Leuten und auch nichts von dieser Kommune - warum fühle ich mich dennoch gut hier?
Und ich stellte mir vor, wie ich hier leben könnte. Diese Zimmer und dieses Bild von Osho und die Geräusche von Gelächter und Aufgeregtheit hinter mir in der Halle. Zuerst sind wir durch das Gelände gelaufen und und haben alle anderen herzlich begrüßt, um darnach an den Meditationen des Nachmittags teilzunehmen.
Wir waren erstaunt, wie schön alles war, die Luft, bereichert durch Pinien, die Gärten mit frischen Tomaten, Kürbis und Roman Salat.
Vieles Obst und Gemüse war da.
Eine schnelle Dusche und dann ab in die White Robe Brotherhood Meditation. Dieses Gefühl von Kommune, Sanga und Dankbarkeit öffnete mir das Herz. Meine Berliner Freunde in der weißen Kleidung erkenne ich besonders jetzt als "fellow lovers" of Osho.
Wir unterstützen uns in allem. Neue Arbeit, Geliebte, vergangene und jetzige.
Unser Lebensstil, unsere Veränderungen usw. Für mich ist das pure Osho. Uns da beisammen zu sehen erweckt in mir Dankbarkeit für diese Kommunion. In der Osho Stadt fällt es mir einfach, mich daran zu erinnern, das wir alle auch Suchende und Jünger von Osho sind.
Unser Weg ist der Weg der Weißen Wolke. Grenzenlos.
Discourse mit Osho, gemeinsames Abendbrot, dann trommeln und singen am Feuer. Draußen unter der Himmel voll mit Sternen.
Fragen kommen hoch, die Möglichkeit zu bleiben analysierend, die Osho Stadt jetzt verlassen, aber irgendwie und irgendwann zurückkommen, vielleicht im Januar "endgültig" !
Am nächsten Morgen vor der Dynamischen Meditation btrachte ich die sich vom Winde bewegten Bäume und den Frühtau und meine Fragen fangen an zu verschwinden.
Die kritischen Betrachtungen zum Alter, Terminen und Geldverdienen entspannen sich.
Eine innere Ruhe kommt auf und die Erinnerung, daß wir Lebewesen sind ohne Namen, Alter oder Nationalitäten, die Erinnerung, daß wir Buddhas sind und die Weisheit, das wir nicht getrennt sind, sondern eins, verbunden in Zeitlosigkeit.
Die Natur und die Stille fühlt sich wie ein Geschenk an, ein Schatz in einem uralten Tal, eingewickelt vom Heiligtum der Bäume. Ich habe es geliebt, dort zu sein, die Leute, die Natur, das Essen, den Kaffee und die Küche und die
Schwingungen des Meisters.
Liebe zu allen !

Niseema

Rundbrief Sommer 2008:

Liebe Freunde,

einige von Euch haben sich vielleicht schon gewundert, wo unser Frühjahrsrundbrief dieses Jahr bleibt, doch keine Sorge........Es gibt uns noch!
Shunyam war ja den Winter über in Pune und Goa, hat aber inzwischen schon wieder seine Sommerakademie (Malen, Bildhauern, Bogenschießen) eröffnet, deren erste Teilnehmerin Uma aus Berlin gerade bei uns weilte.
Niris Buissiness (Scanservice) floriert - aber eigentlich macht er das fast schon nebenbei. Er ist ja der Träger unserer Holzwirtschaft und in tausend andere Kleinigkeiten des Alltags involviert. Und das alles neben den persönlich - spirituellen Prozessen, die ja auch immer ablaufen; mal stärker, mal nicht so stark.
Wir Frauen - Sigari, Gunageet und ich - wundern uns, weshalb keine Frauen für Immer herkommen. GästInnen und FreundInnen kommen schon. Im Meeting wurde spekuliert, dass es an dem gewissen Pioniergeist liegt, der hier herrscht. Ausdruck dessen ist z.B. unser bunt zusammengewürfeltes Mobiliar, Fensterrahmen und Türen, die gestrichen gehören, noch nicht renovierte Toilettenanlagen usw. Gerade heute habe ich mich mit Uma, die eine sehr gepflegte, gut angezogene Berliner Pflanze ist, beim Frühstückmachen über dieses Thema unterhalten. Also! Es kann einfach passieren, dass man in die Lage kommt, die eine oder andere Spinnenwebe selbst zu beseitigen, wenn man bei uns ist.
Siddhartha, unser Chief und konstruktiv-spiritueller Mittelpunkt (besonders beim Schlichten von (Ego)­problemen), hat geduldig drei Wochen gewartet, dass Wajid wieder auftaucht. Wajid fährt oft und gerne weg, ist aber unbedingt notwendig für bestimmte Tätigkeiten (Siddharthas Hinterlassen­schaft am Computer bearbeiten, Holz spalten und in den Keller bringen, Kochen usw.), so wie jeder Hier von uns nötig ist für den Fortbestand und die Weiterentwicklung dieser Commune.
Wir haben beschlossen, die alljährliche Vereins­versammlung, die bisher immer um Weihnachten stattgefunden hat, auf das erste Sommerfest­wochenende zu verlegen und wir wünschen uns, dass viele, viele Vereinsmitglieder daran teilnehmen. Dieser Verein ist nämlich kein Schrebergartenverein, dessen Hauptaufgabe es ist, Würstchen zu grillen, sondern ein Gremium, das die Existenz von Oshostadt im Materiellen verankert. Die zahlenden Vereinsmitglieder tragen dazu bei, dass Ihr - z.B. gegen Unfälle - versichert seid, wenn Ihr hier seid, dass der Fernseher im Meetingraum da ist, der von allen genutzt wird, dass Werbung bezahlt wird usw. (Die einzelnen Posten werden bei der Vereinsversammlung detailliert offengelegt). Also, warum nutzt Ihr nicht die 15% Ermäßigung für Euern Aufenthalt hier und kommt recht zahlreich. Denn die Hauptaufgabe unseres Vereins ist es, Oshos Spirit auf dieser Erde zu verankern, indem wir in Liebe und Bewußtheit Zeit zusammen verbringen und dabei viel Freude haben. Vielleicht überlegt Ihr Euch sogar, Euern Aufenthalt bis zum darauffolgenden Wochenende zu verlängern, an dem die Musiker hier sind und bestimmt der Bär los ist.
Also, bis dann! Alles Liebe von uns ..................Agneya

Hallo Liebe FreundInnen,
als "Träger der Holzwirtschaft" einige Anmerkungen zum Thema Frauen: Es gab mal eine Zeit als die Männer noch auf die Jagd gingen und wenn sie mit ihrer Beute im Lager der Horde ankamen wurden die tapfersten Jäger natürlich von den Frauen besonders bewundert ...
Heute wollen die Männer auch bewundert werden, wenn wir in Lärm und Staub Mauern einreissen, um sie neu wieder aufzubauen damit gemütlicheZimmer entstehen, Elektrik verlegen für behagliches Licht, Heizungsanlagen erweitern und Baum­stämme aus dem Wald holen für behagliche Wärme. Wir grübeln über Bauplänen, basteln an Computern. Wir legen Parkanlagen und Teiche an, renovieren Möbel, schaffen Skulpturen ... Ja wir bauen "Nester" damit ihr - liebe Frauen - euch darin wohl fühlen könnt. Kommt und schaut mal rein, es hat sich wieder viel getan im letzten halben Jahr!
Eigentlich gibt es die Trennung in "die Männer" und "die Frauen" in Oshostadt nicht, weil eh so viel zu tun ist, oder besser gesagt, dass sich JedeR seine/ihre Lieblingsarbeit(en) oder Kreativbereiche aus den vielen Möglichkeiten aussuchen kann.
Love, Niranjano

Leider gibt es bis ca. Ende August 2008 eine Umleitung: Die Strecke Lobenstein-Wurzbach ist gesperrt – siehe Karte unter "Wegbeschreibung".

Interview Shunyam aus der Oshotimes Mai 2008:
Shunyams Passion ist die Kunst. Der gelernte Steinmetz, Bildhauer, Maler und Grafiker war bis zu seiner Emeritierung Dozent an der „Akademie der Künste“ in Stuttgart. Jetzt hat er seine eigene Akademie gegründet: die Sommerakademie, die auch in diesem Jahr wieder vom 1.5. bis zum 1.9. in Oshostadt (Zschachenmühle) stattfindet. Mitten in der wunderschönen Umgebung des Naturparks „Thüringer Schiefergebirge“ residiert dort eine Osho-Kommune mit vielen Künstlern. Zum einen Siddharta, der in den Sechzigerjahren unter seinem Künstler namen „Fongi“ ein gefragter Pop-Art-Künstler war; dann Cheshta, der sich auf schamanische Kunst versteht, Mandir, der Schrottplastiken bastelt und schweißt, und nicht zuletzt Shunyam, der die Oshostadt-Sommeraka demie ins Leben rief.
Ich traf Shunyam in Pune, wo er gerne die Wintermonate mit seiner zweiten Leidenschaft, dem Zen-Bogenschießen, verbringt. Im sonnendurchfluteten Zorba-Cafe erklärte mir Shunyam, was in der Kunsterziehung unserer Schulen falsch läuft und inwiefern die Sommerakademie helfen kann, einen neuen Zugang zur eigenen künstlerischen Kreativität zu finden.
von Ishu
Wie kommt es, dass der kreative Impuls bei vielen von uns schon ziemlich früh verloren geht?
Der kreative Moment kann nur im Hier und Jetzt aus dem eigenen Innern entstehen. Genau das tut die Schule ja nicht, denn sie orientiert sich an einem vorgeschriebenen Lernplan, der zu erfüllen ist. So bekommt der Schüler meistens nicht den nötigen Raum, um das auszudrücken, was er gerade in sich spürt. Im Gegenteil: Man schreibt ihm vor, welche Leistung er zu erbringen hat, und benotet sie anschließend. Wer dem entsprechen will, muss außer sich sein, sonst kann er das vorgegebene Ziel nicht erreichen. Ein Mensch kann aber nur dann kreativ sein, wenn er bei sich ist, wenn er aus sich selbst heraus schöpft. Oft ist es also gerade das äußerlich vorgegebene Leistungssoll, das unsere Kreativität behindert oder zerstört. Zu unserer Sommeraka demie kommen ja auch Eltern oder Allein er ziehende mit ihren Kindern, und da ist es schön zu sehen, dass die Kinder meistens gar keine Angst vor dem leeren Blatt haben. Sie beginnen einfach an einer Ecke zu malen und hören an der anderen auf. Und immer kommt etwas dabei heraus, und zwar etwas sehr Individuelles. Sie wissen auch genau, was sie machen. Wenn sie einen Vogel malen, ist es eben ein Vogel, und die Frage: „Sieht das denn auch aus wie ein Vogel?“ – die stellt sich gar nicht. Wenn ein Kind sagt: „Ich wollte einen Vogel malen und habe es nicht hingekriegt“ – ist schon etwas schiefgelaufen. Dann haben sie in der Schule oder sonst wo schon etwas reingedrückt bekommen. Wenn von Kindern Vögel gemalt werden, sind sie immer schön, mögen sie auch noch so skurril aussehen.
Kinder sind also auch in eurer Sommerakademie willkommen?
Ja absolut. Ich arbeite sehr gerne mit Kindern, wobei ich ihnen so viel Freiraum wie möglich gebe. Wenn sie wollen, erkläre ich ihnen ein paar Maltechniken und passe nur auf, dass sie sich nicht verletzen. Es gibt bei uns wunderschöne Naturplätze zum Spielen. Die Kinder werden hier innerhalb kürzester Zeit selbstständig und lernen auf eine ganz natürliche Art mal etwas anderes kennen, statt den ganzen Tag am Computer zu verbringen. Denn meistens entdecken sie ziemlich schnell, wie viel Spaß es macht, einen Damm am Wasserlauf zu bauen oder einen Steinturm in die Landschaft zu setzen. Gerade Alleiner zie hende, die mit ihrem Kind in einer kleinen Großstadtwohnung sitzen, können bei uns mal so richtig auftanken. Bei uns leben ja auch viele Leute, die die Kinder gerne mal mit betreuen, sodass die Eltern dann die Chance haben, sich ein bisschen mehr um sich selbst zu kümmern.
Was hilft denn Erwachsenen, die vielleicht noch etwas vom Kunstunterricht her verstört sind, ihre eigene Kreativität wieder zu entdecken?
Das Besondere an unserer Akademie ist ja die Verbindung von künstlerischem Schaffen und Meditation. In unserer Osho-Kommune ist Meditation fester Bestandteil des Tages. Wir starten morgens mit der Dynamischen Meditation – gerade die kann eine Menge kreativer Energie freisetzen. Und dann haben wir nach dem Frühstück zwei bis drei Stunden künstlerische Praxis und nach dem Mittagessen noch mal zwei bis drei Stunden, in denen jeder frei entscheiden kann, mit welcher Technik er arbeiten möchte: „Will ich ein Bild malen, eine Skulptur meißeln oder lieber mit Ton modellieren oder eine Schrottplastik schweißen?“
Ich habe die Erfahrung gemacht, dass die verschiedenen Meditationen den Teilnehmern sehr helfen, die Angst vor dem leeren Blatt oder das Ich-bin-nicht-gut-ge nug- Gefühl zu überwinden. Schließlich fördern ja alle Meditationen die Selbst wahr nehmung und den Zugang zu sich selbst, aber auch die Erkenntnis des eigenen Wertes, der eigenen Individualität. Das Spielerische verdrängt die angstvolle Frage: „Kann ich das auch?“ Alle Teilneh mer stellen sehr bald fest, dass dann immer etwas Reizvolles entsteht. Etwas sehr Individuelles und Einzigartiges. Man kann sich dann auch ein eingeschränktes Thema vornehmen, wie zum Beispiel Die gelbe Dotterblume, und sieht:
Jeder malt eine völlig andere Dotterblume. Wahrzunehmen und zu erkennen, wie einzigartig unser Schaffen ist, ist schließlich eines unserer Lernziele. Frei nach Beuys: „Jeder ist sein eigener Künstler!“ Und wer das noch nicht weiß, soll die Chance bekommen, es zu entdecken.
Wie siehst du deine eigene Rolle in diesem Prozess?
Ich sehe mich weniger als Lehrer denn als jemand, der dort Hilfestellungen gibt, wo es vielleicht noch etwas schwerfällt, die Schwelle zu überwinden und den ersten Strich zu wagen. Ich sehe mich also eher als Anreger und Mutmacher. Natürlich kann ich darüber hinaus auch ganz praktisch in bestimmte Techniken einführen. Zum Beispiel Aquarell, Acryl- oder Ölmale rei oder wenn sich jemand lieber mal als Bildhauer versuchen möchte.
Den Interessenten an der Sommerakademie steht es frei, nur für ein paar Tage oder für länger teilzunehmen. Zusätzlich bieten wir allerdings auch Blockseminare an, die in spezielle Techniken einführen. Darin biete ich etwa Zen-Malerei an, wo die Teilnehmer die Möglichkeit haben, in Tusche mit den japanischen Originalpinseln die Kalligraphie oder die Zen-Malerei zu erleben.
Du bist ja auch ein passionierter Bogenschütze. Kann man diese Technik auch im Rahmen der Sommerakademie erlernen?
Das Zen-Bogenschießen ist auch eine der meditativen Techniken, die wir anbieten. Beim Bogenschießen verbinden sich Meditation und Selbstwahrnehmung mit einem komplexen Handlungsvorgang. Im Grunde ein ganz ähnlicher Prozess wie beim künstlerischen Schaffen, denn da geht es ja darum, sich ganz dem Tun zu überlassen und gleichzeitig bewusst zu sein.
Was hast du von den Teilnehmern der ersten Sommerakademie für eine Resonanz bekommen?
Das Feedback war durchweg positiv. Kreatives Schaffen weckt immer viel Lustgefühl in den Menschen. Etwa wenn sie etwas auf die Leinwand gebracht oder eine Skulptur geschaffen haben. Wenn man sich erst einmal der eigenen künstlerischen Energie anvertraut und sie zulässt in seinem Leben, kann das ein richtiger Selbstläufer werden. Dann ist es wie in der Liebe: Je mehr man aus Liebe etwas verschenkt, desto mehr bekommt man zurück. So ist es auch mit der eigenen Kreativität: Je mehr man seine Freude am eigenen Schaffen weckt, desto mehr will man sie auch ausdrücken. Für viele ist das der Anfang einer lebenslangen Beschäftigung mit der Kunst. Sie haben dann immer ihr Malzeug dabei oder gehen in den Wald, um Ästchen oder buntes Laub zu sammeln und ein Mandala zu legen. Solche Hier-und-Jetzt-Erlebnisse bescheren einen Moment lang große Freude. Sobald dann aber wieder Äußerlichkeiten ins Spiel kommen wie: Ich muss das verkaufen, ich will damit Erfolg haben, verfliegt die Freude ganz schnell wieder. Und dann ist es hilfreich, in einer Umgebung zu sein, die einen darin unterstützt von dem Außer- Sich-Sein wegzukommen und aus sich selbst heraus – in sich ruhend – Kunst zu schaffen.
www.shunyam-art.de

Von Siddhartha:
Sannyas Heute? Den inneren Guru finden?
Solche Fragen liebe ich über alle Maßen, sind sie doch von hohem spirituellen Niveau! Heutzutage stehen Gurus in jeder dunklen Ecke rum und springen dich an. Du brauchst nicht zu suchen. Schon gar nicht in Dir drin. Was Du in Dir spürst, ist ein Magengeschwür! Es ist auch nicht der gesuchte Ersatzpapi - der sitzt in der Kneipe nebenan und sucht seinen Guru im Schnaps. Warum bist du nicht einfach der, der du bist, sondern suchst nach einem Pappkameraden? Ich sagte: "Naja, ich kannte ja nichts anderes". Solchermaßen verblödet hatte ich lange in der ganzen Welt nach einem Guru gesucht, der so ist, wie ich ihn haben will. Ich fand nur Lackaffen und Heilige. Enttäuscht und erschöpft gab ich auf und beschloss, die Herren Gurus zur Audienz zu mir zu bitten. Da jedoch diese Audienz bei mir an bestimmte Bedingungen geknüpft war wie:Du-schen, kämmen, kein Parfüm, entlausen und Kau - und Pupgeräusche zu unterlassen, kam keiner. Weil sie nicht freiwillig folgten, errichtete ich eine Gurufalle. Eine weitreichende, kostenlose Telepati-Methode bot sich an. Ich spannte ein Fangnetz mit betörendem Duftstoff, knüpfte eine Reuse, grub eine Fallgrube voll mit Pralinen, lockte mit Nackedeis, vertrieb böse Geister - vielleicht auch gute, wer weiß - Bohnen über die Schulter werfend. Om!Om!Dazu intensives Tischrücken, Verstorbene rufen, mit Druiden reden, Götter channeln und sirenenartig süße Guru-Lockrufe intonieren. Wir sassen in unserer Guru-Fangstation und warteten. Sieh Da: Gurus, Besserwisser, Scharlatane, Aas-geier, Heilige, Alte und Junge standen Schlange. Zunächst einer von Maharishi "TM". Er zeigte uns Fotos mit den Beatles und von fliegenden Meditierern. Ich wollte ihn fliegen sehen, live,worauf unserer Guru in Weiß lieber weiter reiste. Der schwule Willi meinte, er könnte eine Krishnamurti-Kneipe oder einen Steiner-Gral auf-machen, der Papst würde einen Pillenvortrag halten. Der Turnverein entsorgte zwei "weiße Brüder", besonders christliche Christen. Scientologen be-suchten uns mit ihrem Vibrator. Da wußte ich, dass das eine Sekte ist, die so schlau ist wie Franken-stein. Mun war gekommen mich mit einer Chinesin zu verheiraten. Die Kinder Gottes mit ihrer Pio-niertruppe - schöne Mädchen - würden gern Liebe machen, wenn wir Mitglied würden. Die Zeugen Jehovas, die mit dem Wachturm in der Schlange standen, machten pünktlich Feierabend und der dicke Guru Maharaj - Ji (oder so), mit Bonbons im Haar und Haaren im Mund oder vice versa konnte nicht so lange auf den dünnen Beinen stehen. Lustig waren die Krishnas, die dauernd denselben Schlager grölten, wobei sie einen Höllenlärm auf Trommeln, Pauken, Becken, Bimbeln etc. veranstalteten. Gott selber war omnipresent und hatte sogar eine Rolle Klopapier geklaut, und ein Shiva fumelte an unseren Frauen rum, obwohl er Keuschheit predigte. Wir hatten fast 100 Kandidaten auf Tauglichkeit abgeklopft, für unmöglich befunden und zur "Persona non brauchbar" erklärt. Nun waren wir wieder mit uns allein ohne Guru, ohne Papi, noch ohne Osho. Weder innen noch außen war ein Guru zu finden. Man saß im Schatten und ließ die Gedanken ihre Wege spinnen. Erst bevölkerten Frauen mit großen Brüsten die Szene hinter den runtergelassenen Lidern, dann erschien die Jugendzeit, grün und bunt und mit ihr ein Ereignis, das sich wie ein roter Faden in meine Seele eingebrannt hat. Ein Leitfaden meines Lebens: Sannyas. Wie fast jeden Tag gehe ich mit Schulfreund Siegfried über die Wiesen zum Erlenwald. Alles ist wie immer. Heute aber stießen wir auf ein uns unbekanntes Dornengebüsch, geheim-nisvoll, dunkel und undurchdringbar. Neugierde ergriff uns. Es öffnete sich uns ein Durchschlupf. Hinter uns schloss sich die Hecke. Plötzlich ein Brunnen. Alt, kniehoch, rund, bemoost. Verwunschen. Sein Wasser glänzte tief unten im bleichen Mondlicht. Wir beugten uns vor, schauten hinein. Und suchten zu erkunden, was wohl drin sei, denn aus dem Dunkel kam es sehr lebendig, jedoch lautlos hervor. Ich löste mich aus meinem Körper, der gebeugt stehen blieb wie der Li-bellenpanzer, der gerade von der Libelle verlassen worden war. Ich wurde zur „Wahrnehmung", war gleichzeitig Auge, Ohr, Nase und drittes Auge. Ringsum Nebel, auch über mir. Oben wurde es dunkel, unten hell. Ich schwebte sanft nach unten, wie in einem beleuchteten Fahrstuhl, der im Dunklen in die Tiefe sinkt. Nach langer, vertikaler Reise sah ich eine weite Ebene unter mir, morastig wie eine Pfütze, deren Wasser gerade verdunstet war, deren Oberfläche noch glänzte. In diesem Wasserfilm lag ein großes Blatt, die Bauchseite im Wasser, die obere Hälfte, den Rücken trocken! Es war gleichzeitig halb frisch, halb moderig, ganz Blatt, ganz Auge. Halb Sein, halb Nichtsein. In dieses tauchte ich ein und breitete mich darin behutsam in alle Richtungen aus. Bis ich das große Wesen, welches nur aus Schauen und Wachheit zu bestehen schien, ausgefüllt hatte. Ständig begleitete mich sein beobachtender Blick, so als ob es sagt: "Mal sehen, was der Typ will." Als würde es Licht, hatte ich plötzlich ein phänomenales "Aha-Er-lebnis" und wußte sogleich um alle Geheimnisse dieser Welt. Ich habe das "Ur", das "Es" erkannt, mich selbst. Auf diese Erkenntnis, die schon Er-lebnis genug war, folgte, wie eine Explosion ein Rumms, Krach, Bums: Das "Ur" hatte sich ertappt gefühlt Ein abschließender Erkenntnisblitz erleuchtete alles, durchfuhr mich, kribbelte enorm und versetzte mich in einen Zustand heller Freude, als bestünde ich nur aus strahlendem Licht. Der Körper war leicht wie Luft. Ich wurde aus dem Brunnen katapultiert wie ein Korken aus der Sektflasche. Es zischte und leuchtete, und als ich draußen neben dem Brunnen landete, wurde dieser rasselnd mit einem Eisengitter verschlossen. "Bleib draußen." Definitiv konnte das nicht sein, denn ich hatte einen Fuß in der Tür stehen gelassen. Ich kann jederzeit eintreten. Ich war zurück in meinem Körper, neben mir noch immer Jung Siegfried. Der hat nix gesehen, gehört, gemerkt. Ich war so erfüllt und strahlend, dass ich mit ihm teilen wollte, machte jedoch keinen Versuch, weil ich verstand, daß er nicht verstand! High ich, normal er, gehen wir über die blühende Wiese. Ich stehe am Brunnen und sehe uns im Horizont verschwinden.
Dieses Ur-Erlebnis, diese offene Tür gibt mir den Blick frei auf den Horizont und auf weitere Horizonte. Es ist wie ein roter Faden durch das ganzes Leben mit mir gegangen, wie ein Stab, der mir stets den Weg weist und beleuchtet. Dieser rote Faden bin ich selbst. Das ist kein innerer Guru und auch kein Papi, nicht einmal Osho - der würdeganz sicher lieber draußen an der frischen Luft wandeln -wohl aber mein Sannyas. Das bin ich, leicht wie eine Feder, sorglos wie der Wind. Der Wanderstab ist meine Freiheit, meine Liebe; der innere Guru existiert nicht, denn ich habe kein Magengeschwür.
20 Jahre später erzählte ich Osho davon.
Oshos: "It was a beautiful experience, hm? You took a jump and faced yourself. Only when you forget yourself, then you can see yourself."
Jetzt, beim Schreiben, wird mir klar, warum der Ursprung "Ur Sprung" heißt und daß das Ei beim Eisprung den Ursprung macht, es entspringt dem Ur.

EINLADUNG zum
Oshostadt Sommer - Festival
8.-17.8. 2008

Freunde treffen, tanzen, singen, lachen, malen, zeichnen, bildhauern, schwimmen gehen, Musik machen, mal richtig lesen oder Musik hören, Tischtennis spielen, spazieren gehen, Pilze suchen, in die Stille gehen, saunieren in der Schwitzhütte, am Lagerfeuer feiern, und was noch alles in den Ferien Spass macht!

Special Events:
Feuer & Tanz
mit Uta Rolland,
Freitag 15.8. - wenn es dunkel ist
Klavier-Klassik
mit Asupta, und dem Background Orchestra ”Virtuale Classico”
Do.14.8. u. Sa.16.8., 17.30Uhr
“Percussionen in der Nacht”
Trommeln und Rhytmen mit Jembes, Congas, Fongilines und den Instrumenten aus unserem großen Bestand, kann täglich passieren.
Navino & Andrees
Sufimusic, Di.12.8. 20.30 Uhr
Live-Satsang
mit den Welt-Musikern unseres Freundeskreises, die anwesend sein werden,
sonntags 11.00Uhr
Shunyam & Shantiprem
“Wort-Klang-Farbe”meditative Mal- und Musik-Performance, Worte: Agneya
Fr. 15.8. 17.30 Uhr
“Behütungen”
Hutmodenschau mit Sandra
“BeStrickt”
Strickstruckturen in der Kunst
mit Heike Stephan
“Kann denn Liebe Sünde sein?”
Lieder von Gestern und Vorgestern,
mit Siddhartha am Klavier, Fr.15.8. 21Uhr
Bogenschieß-Turnament
um den Oshostadt-Cup
Für Kinder und Erwachsene,mit Shunyam, Einstieg tägl. 11Uhr, Finale So. 17.8. 15.00Uhr
Eröffnung
“Fongi`s permanent Kunstraum”
Sa. 9.8. 21Uhr

Tägliche Meditationen:
OSHO Dynamische Meditation 6.30 Uhr
OSHO Kundalini Meditation 17.00 Uhr
OSHO Abendmeditation in Weiß 19.00

Einladung zur Jahreshauptversammlung 2008
Samstag, 9. 8 .2008, um 15.00 Uh
Ort: Zschachenmühle, 07368 Remptendorf:
Begrüßung durch den Vereinsvorsitzenden;
TOP 1: Wahl des Versammlungsleiters;
TOP 2: Feststellung der Beschlußfähigkeit;
TOP 3: Rechenschafts- und Finanzbericht; 2007-08
TOP 4: Eventuelle Satzungsänderung - Anpassung
an unsere heutige Situation
TOP 5: Entlastung des Vorstandes;
TOP 6: Sonstiges

Rundbrief Herbst/Winter 2007:

Liebe Freunde,
jetzt, wo die Tage immer kürzer werden und es vor meinem Fenster auch um halb acht Uhr morgens noch stockdunkel ist, schaue ich auf das vergangene Jahr zurück um Euch, die Ihr an unserer Commune hier Anteil nehmt, einiges von unserem Leben zu berichten.
Das neue Jahr beginnt für uns immer mit Siddharthas Geburtstag am 2. Januar. Er ist in diesem Jahr 71 geworden und möchte am liebsten gar keinen großen Aufwand an diesem Tag, doch wir feiern Ihn unbarmherzig, genauso wie jeder Geburtstag in der Commune – ob von Residents oder von Gästen – gefeiert wird mit persönlichen Glückwünschen und Umarmungen, mit Geburtstagsliedersingen schon beim Morgenmeeting, mit – wenn´s geht – einem besonderen Mittagessen, mit ausuferndem Geburtstagsliedersingen in Anwesenheit von Nachbarn und Freunden zum Kaffeetrinken, zu dem sich das Geburtstagskind seinen Lieblingskuchen von Cheshta wünschen darf und mit Sektgelagen nach der White Robe. Ein besonderes Geburtstagsfest war in diesem Jahr der 65igste von Sigari am 13. November. „Meine Güte, jetzt gehe ich auch schon auf die 70 zu“, sagte sie strahlend um sich blickend und „Mein schönstes Geschenk ist, dass Ihr alle hier seid und mit mir feiert“, wobei sie keinen Tag älter als 40 aussah. Sie hatte sich beim Sommerfest in Naveenos Stimme verliebt und Andrees, Naveeno und Bodhi vom Parimal eingeladen und wir hatten einen wunderschönen Sufiabend zusammen. Veetam war auch da und hat getrommelt.
Das nächste große Ereignis des Jahres ist für mich immer der Garten, der jetzt unter einer Lage Mist aus Martin`s (unser Klettingshammer Freund und Nachbar) Schafstall überwintert, wobei man gerade heute nicht von Winter sprechen kann. Es ist warm und regnet ununterbrochen, doch wir hatten schon einen zweiwöchigen Wintereinbruch im November mit Schnee und Minustemperaturen, wo es mir gerade noch gelungen ist, den Zuckerhut (ein Wintersalat) rechtzeitig in´s Gemüselager zu bringen. Durch den Klimawandel ist auch bei uns das Wetter unvorhersehbar geworden. Dieses Jahr, z.B. musste ich kaum wässern, was gut war, denn die Pumpe hatte ihren Geist aufgegeben, während ich letztes Jahr viel Zeit mit wässern verbracht habe.
Dafür waren dieses Jahr die Schnecken dran. Habt Ihr schon mal ein wunderschönes Bohnenbeet angelegt, die Pflänzchen mit Freude keimen und wachsen sehen und dann! Im Laufe einer Nacht! Zweidrittel abgefressen! Ich war einen Tag und eine Nacht außer Gefecht gesetzt. Alles erschien mir sinnlos – selbst die Tatsache, dass biologische Bohnen, die wir für den Winter tiefgefrieren, ein wichtiges Nahrungsmittel für die Commune sind. Doch dann kam Rikta, Shunyams Tochter, und sammelte innerhalb eines Tages einen großen Eimer voller Schnecken, die wir in der Sormitz wegtreiben ließen. Ich muß gestehen, dass ich in meiner Verzweiflung sogar zu Schneckenkorn gegriffen habe, wobei natürlich am gleichen Abend Osho in der White Robe über „Reverenz for life“ sprach und ich am nächsten Morgen betroffen auf die elendiglich krepierten Schneckenleichen starrte, die zuhauf um die Hokkaidopflanzen lagen, während mir seine Worte im Kopf rumspukten.
Tja, liebe Freunde, das Leben ist eine permanente Herausforderung!
Die Zeit raste dahin und schon war das Sommerfest herangerückt, das dieses Jahr zeitgleich mit einem von Siddhartha, Mandir und Shunyam mitgestalteten Künstlerevent stattfand. In der Heinrichshütte (5km von uns entfernt) wurden Kunstwerke in Eisen und Aluminium gegossen. Dieses von Bertelsmann und der Vereinsbank gesponserte Event brachte Künstler aus Deutschland und Holland in unsere Gegend, von denen viele bei uns übernachteten. Zusammen mit schon bekannten und neuen Sommerfestgästen ergab dies ein hochenergetisches Gebräu unterschiedlichster Menschen, die sich für drei Wochen bei uns tummelten und anscheinend sehr wohlfühlten.
Auch einige Centerleiter kamen in dieser Zeit für ein Wochenende bei uns zusammen. Shaida und Prem Buddha, die in Vilnius ein Center leiten, scheuten die weite Reise von Litauen nicht, Ninado kam als Vertreter des Parimal, Laya als Leiterin des Ketan in Stuttgart und schließlich trafen noch Dhanya und Atman ein, die seit einigen Jahren mit viel Energie und Liebe ein Oshocenter in Chemnitz aufbauen.
Für einige Leute in der Commune war dieses Sommerfest das schönste seit einigen Jahren, was wir darauf zurückführen, dass bei uns viel Raum für Spontanität und Kreativität jedes Einzelnen ist. Manchen mag diese Haltung zu Beginn etwas verunsichern, doch immer entstehen wunderschöne Situationen daraus, so wie der Abend in der Tanzhalle, als viele der Gäste etwas vortrugen und von den anderen beklatscht und bejubelt wurden oder wie die Trommelsession, die spontan auf dem Platz vor dem Herzhaus entstand, als Bodhi und die Parimalis abfuhren. Alle versammelten sich in der Runde und trommelten sich die Seele aus dem Leib, während Tänzer in den Kreis sprangen und ihn wieder verließen.

Auch jetzt rufen die Leute wieder an und fragen nach dem Programm, das wir für Weihnachten und Sylvester haben. Wir haben natürlich eine gewisse Struktur; so treffen wir uns ganz traditionell am Weihnachtsabend gemütlich am Tannenbaum und bleiben auch in der Sylvesternacht beisammen. Am Feuerplatz lodert ein herrliches Feuer und auch die Schwitzhütte ist an. Man kann in der reinen Luft auf dem Gelände hin und herpendeln, da und dort Leute treffen und miteinander reden, Filme angucken, meditieren, tanzen, Sessions austauschen (Massage, Tarot, Heilsteine), Musik machen und singen, zusammen essen und zusammen kochen und sich was vorlesen. Man kann auch für sich sein und in die Stille gehen, wie die zwei Frauen, die sich für ein silent retreat angemeldet haben.
Es ist nicht das Programm, das den Reiz unserer Feste ausmacht. Es ist das Interesse aneinander, die Anteilnahme, die Freude an der Individualität des anderen, die Freude am gemeinsamen Menschsein. Wir sind nicht dazu geschaffen, einsam vor uns hinzuvegetieren. Deshalb leben wir hier zusammen in dieser Commune und wünschen uns, dass wir mehr werden. Vor allem jüngere Leute und Kinder sollten zu uns kommen, damit diese wunderbare Lebensweise Zukunft hat.
Es kamen in diesem Jahr viele Freunde zu Besuch und lebten einige Zeit mit uns, unter ihnen auch viele Kinder und Jugendliche. Fast immer waren Gäste da. So kam Rashmi mit ihren Töchtern Emma (4) und Zoe (1) für fast acht Wochen – am Wochenende kam auch ihr Lebensgefährte sodass wir uns ganz gut kennenlernen konnten. Auch Abirvan aus Dessau kam mit seiner Enkelin Miriam (4) für einige Zeit und verputzte unter anderem eine riesige Wand für das noch zu entstehende Museum, während wir auf Mimi aufpassten und viel Freude miteinander hatten. Susanne, die bei uns zu Ma Prem Nadeesha wurde, kam mit ihrer Tochter Zoe, die sich dann schnell mit Steffis Tochter Julia und Veetams Tochter Sophia anfreundete, da sie alle ungefähr im gleichen Teenageralter sind. Im Oktober feierten wir schließlich noch eine weitere Sannyaseinweihung. Barbara, die aus der Nähe von Frankfurt/Main kommt, wurde dabei zu Ma Deva Surta.
Zweierlei möchte ich Euch noch berichten:
Mandir strebt jetzt mit viel Enthusiasmus eine Sängerkarriere an. Er hat mit Musikern aus der Gegend, mit Janesha aus Nürnberg und mit Veetam eine Band gegründet, die sich ab und zu bei uns trifft und Musik macht. Auch wir werden mit einbezogen, wenn es um Hintergrundgeräusche geht. Wir treffen uns dann im Meetingraum und singen „A deep,deep,deep,deep,deep,deep, a welcome situation“ im Chor.
Und schließlich entsteht auch noch ein Hörbuch als gemeinsames Projekt. Siddhartha, der ja – wie Ihr sicher wißt – seit einiger Zeit an seinen Memoiren arbeitet, hat daraus ein Hörbuch zusammengestellt, das wir jetzt mit verschiedenen Vorlesern aufnehmen. Diejenigen von Euch, die lieber Geschichten vorgelesen bekommen, als sie selber zu lesen, können sich schon darauf freuen.
Zum Schluss möchte ich noch eine Liebeserklärung abgeben an meine Mitcommunarden, mit denen ich seit 6 Jahren hier lebe. Wir kennen uns so gut – von allen Seiten und können uns wahrscheinlich deshalb aufeinander verlassen. Aklank, Avrati, Bernhard, Cheshta, Gunageet, Mandir, Niranjano, Sagar, Sharan, Shunyam, Siddhartha, Sigari Ich danke Euch dafür, dass Ihr mir so treue Spiegel seid!
Alles Liebe von uns Agneya

Wo verbringe ich meinen Urlaub?
1. Ein Platz mit OshoSannyasins in Venedig, direkt am Meer, mit schöner Meditationshalle sehr heiß, sehr erfreulich.
2. Zu Hause : entweder Sorgen, Ängste (irgendwas wird kaputt), nicht sehr schön (laut, stinkend, irgendwie öde, trocken).
3. „bei Osho", nämlich in Oshostadt, Zschachenmühle, Thüringen. Das bedeutet: Eher kühl von der Lufttemperatur, aber ziemlich warm von der Herzenstemperatur. Auch wenn man nur kurz da ist, kann man sich zu Hause fühlen, weil die Menschen hier aufeinander schauen und Anteil nehmen. Bist du dick, dünn, blöd, gescheit, hier wirst du angenommen. Und: wirst du geliebt.
Was heißt denn das?! Das heißt, Oshos „unconditional love" beschenkt dich so wie Licht und Regenschauer auf die Erde kommen. Graue Theorie?
Wie schaut die Praxis aus: Du wirst behandelt wie ein Familienmitglied und nicht wie eine wildfremde Person, ein zahlender Gast. Hier gibt es keine geheuchelte Geschäftsfreundlichkeit, sondern hier „werden sie wirklich geholfen".
Kleines Beispiel: Stell Dir vor, Du bist hierhergekommen mit Deiner Scheuklappenmentalität wie ein kleines, eingesperrtes Perlhuhn. Da stehst Du jetzt da und schaust durch das Gitter Deiner Stalltüre ins Freie und kannst Dir eigentlich nicht helfen. Da kommt Siddhartha daher und nimmt Dir das Gitter weg. Jetzt hast Du die Freiheit. Aber, wiederum: Er warnt jeden, der vorbeikommt und zuschaut: „NICHT SCHIEBEN!" Du darfst nämlich auch im Stall bleiben, wenn Du willst.
Die neugierigen Thüringer spazieren hier herein in den Park, und was sehen sie: Einen Chef, der aussieht (und handelt) wie eine Verkörperung von Dumbledore und Miraculix, und ein Völkchen, das streitet, liebt und lacht, und um einen riesigen Festtagstisch sitzt wie das berühmte gallische Dorf.
Wenn Du hierherkommst, wird er Dir kaum entgehen: der Zauber. Ma Satyam Vidhata

Liebe Oshostädter,
einerseits kommt es mir schon wieder wie eine Ewigkeit vor, dass ich bei Euch Gast sein durfte, andererseits, wenn ich nach Innen schaue, halten sich herzlichwarme Eindrücke davon noch ganz und gar lebendig.
Es waren wirkliche „Ferien vom Ich", die ich bei Euch verbracht habe, da kaum hatte ich die Pforte der Zschachenmühle überschritten mein normaler, schon recht unbewusster Panzer Löcher bekam, und meine Lebensfreude sich wieder mal hinauswagte.
Alles, was ich lange vermisst habe, habe ich vorgefunden: ein freundliches, lebhaftes und gelassenes Miteinander, liebevolle Aufmerksamkeit aber auch das Zugestehen von Alleinsein und Alleingängen, stille Verbundenheit während der White Robe, lustige, kreative Abende voller Musik, intensiven Gesprächen am Feuer, erfrischende Dynamische am frühen Morgen, genüssliche Mittagessen in der Sonne, Abendspaziergang durch den blühenden Garten, Sternschnuppen erspähen am klaren Nachthimmel... Das Gefühl, zuhause zu sein.
Ihr alle, liebe Oshostädtler, habt euch in meinem Herzen eingenistet. Und Euch allen und auch vielen anderen Gästen möchte ich danken für diese heilsamen Wochen, und natürlich vor allem Osho, denn seine Vision nährt Euren Platz!
Jetzt wünsche ich mir, dass die Samen, die in diesem Sommer neu in mir ausgesät wurden, aufgehen und zu einer sichtbaren Pflanze werden.
Euch aber wünsche ich weiterhin viel Freude und Energie, um diesen Ort weiter gedeihen zu lassen, Besucher und Gäste, vielleicht auch weitere Mitbewohner, die Euch inspirieren und unterstützen.
Alles Liebe Kabira

Karla Bildhauerei Keramik Grafik
Meine Zeit in der Zschachenmühle
Im September 2007 konnte ich an einem EisengussSymposium in der Heinrichshütte Wurzbach teilnehmen. Eine sehr interessante Zeit für mich. Zehn Tage in denen das Modell einer Plastik in Sand abgeformt, die Form mit flüssigem Eisen ausgegossen, der Guss anschließend überarbeitet und für eine Ausstellung aufgesockelt werden musste.
In unmittelbarer Nähe der Gießerei konnte ich Quartier nehmen in der Zschachenmühle. Das kam mir ursprünglich vor allem deshalb günstig vor, denn bei einem Arbeitsbeginn von 6.45 Uhr in der Gießerei wollte ich keinen so langen Anfahrtsweg haben. Am Tag meiner Anreise, Sonntag, dem 23. Oktober wurde ich freundlich empfangen und konnte mir ein kleines Zimmer aussuchen. Der Steinladen weckte gleich mein Interesse und am Ende des Symposiums verließ ich ihn mit einer großen Tüte voller „Schätze". Die meisten Hausbewohner stellten sich gleich vor, fragten nach mir und beantworteten bereitwillig Fragen zur Kommune.
Nach meiner Arbeit hatte ich oft noch Zeit, das Anwesen zu besichtigen und immer wieder gab es interessante Gespräche, z.B. mit Aklank, der mir aus seinem Leben und einiges über Osho erzählte. Avrati zeigte mir das Haus, Sigari suchte Steine für mich aus und erklärte mir das Steinmuseum, Sagar lud mich zum Tee ein und Shunyam beeindruckte mich mit seiner Vielseitigkeit. Cheshta, den ich fast jeden Tag traf, hatte immer ein freundliches Wort oder ein charmantes Lächeln für mich und gewann meine Zuneigung durch die unwiderstehlichen „Datschi".
Besonders beeindruckte mich die Persönlichkeit von Siddhartha durch seine Offenheit, heitere Gelassenheit und sein erlebnisreiches Leben.
Am Tag meiner Abreise hatte ich das Gefühl meine Familie zu verlassen. Das Quartier für mein Symposium war inzwischen wie ein Zuhause geworden. Ich erinnere mich gern an diese Zeit und freue mich schon darauf, die Tage zwischen Weihnachten und dem Jahreswechsel 2008 mit meiner Freundin hier verbringen zu können.
Karla Gänßler

Liebe Freunde von der Zschachenmühle,
da wir heute erstmal seit unserer Rückkehr in Münster wieder die Sonne sehen, kommen wir dazu Euch einen kurzen Lobgesang zu singen. Vor allem vielen herzlichen Dank für Euere Freundschaft. Wir haben uns von Euch allen herzlich aufgenommen und liebevoll behandelt gefühlt. Wir erinnern uns gerne an das White Robe Evening Meeting in dem Raum mit OshoSessel, OshoRoben und OshoBildern. Wir waren ganz berührt. Wir sehnen uns nach der heilsamen, frischen Luft in der Zschachenmühle. Hier in der Stadtmitte kann man nur davon träumen. Wenn sich die Sonne hier überhaupt blicken lässt, gehen wir im Geiste in Euren »natürlichen Kunstgarten« (oder ,kunstvollen Naturgarten'?), wo wir auf einer von der Sonne bestrahlten Bank sitzen und sonnen konnten. Nachher waren wir richtig ,besonnen'.
Wir möchten noch kurz einige individuelle Lobgesänge hinzufügen. Nochmals herzlichen Dank, lieber Sagar, für deine heilsame Kristallsession. Deine kühlen von Oshoenergie geladenen Kristalle und deine heißen Heilhände führten zu einer ganz sanften Heilung meines ganzen Systems. Danke auch für die knoblauch und zwiebelfreien Speisen für mein , empfindliches' Mägelchen. Auch an die köstlichsten Kuchen erinnern sich unsere Zungen gerne, lieber Cheshta. Können alle Indianer so gut backen? Nur schade ist, dass unsere zweite Session nicht geklappt hat. Aber beim nächsten Mal schaffen wir es bestimmt. Deine Großzügigkeit, lieber Siddhartha, berührt uns jedes Mal. Es war schön, dass wir zusammen immer wieder lachen konnten. Hier fügen wir, wie versprochen, einige ,KrokodilGedichte' von Arpana hinzu:
Ein Krokodil fragt sich vergebens nach Sinn und Unsinn seines Lebens. „Mein Leben ist so öd und stumpf, ich sitze tief in meinem Sumpf. Warum mich noch mit Brüten plagen? Warum den zähen Flughund jagen?" Da ging der Himmel plötzlich auf, mit goldnen Lettern stand darauf: „Der Grund dafür, dass es dich gibt, ist der, dass Gott dich innig liebt." (Doch ach!) Der Aufwand war umsonst gewesen, Das Kroko konnte gar nicht lesen.
Ein Kroko aus Afghanistan biss kürzlich einen Taliban. Ein Ami sprach: "Eh, das war smart, dafür kriegst du das 'Purple Heart1 Ich kann dir höchsten Lohn verheißen, würd'st du für uns Bin Ladin beißen!" Das Kroko sprach: "Ich bleib so frei!" und biss als erstes den GI.
Ein Krokodil aus MünsterEifel, das hatte große Glaubenszweifel. „Ob es wohl Gott im Himmel gibt, und wenn, ob er mich dann auch liebt?" Um diese Zweifel zu vertreiben, wollt es dem Papst ein Briefchen schreiben: „Ich wohne hier in MünsterEifel und habe große Glaubenszweifel." Zu seinem allegrößten Glück, schrieb ihm der Papst auch bald zurück: „Ich wohne hier im Vatikan und glaube selber nicht daran."
Ein Kroko aus Gdansk in Polen, das wollt sich einen runterholen. Es fing schon flott zu nibbeln an, da dacht mit Schrecken es daran, die Handlung könnte Sünde sein und stellte schnell das Rubbeln ein. Als es zur nächsten Beichte kam, gestand das Kroko voller Scham, „Und einmal nachts, unter den Decken, wollte ich Sünder mich beflecken." Der Pater blickte tadelnd drein: „Mein Sohn, das sollte so nicht sein, das ist nicht recht, ist nicht zum Spaßen, lass dir doch lieber einen blasen!"
Seid alle von uns lieb umarmt Satyam & Arpana

Hallo Siddhartha
Du hast mich gebeten etwas über Oshostadt zu schreiben. Ich habe gezögert, da es schwierig ist, ohne zu wissen zu welchem Zweck dies geschehen soll, dem Thema gerecht zu werden.
Ich schreib einfach was mir einfällt.
Als ich vor vielen Jahren zum ersten mal in der Zschachenmühle war, hing noch in allen Ecken der NVA Mief, der Ort war grau und es war nur schwer vorstellbar, dass sich hier ein Platz entwickeln könnte, der licht und klar ist. Dies ist mittlerweile geschehen. Oshostadt ist ein Ort, wo tiefe Meditation passiert. „The rising of the essence" ist auch hier spürbar. Es ist ein Pionierplatz aber nicht mehr so feurig wie Purvodaya, es ist ruhiger.
Für mich als Architekt ist der Zustand der Gebäude, die Möglichkeit sie zu nutzen, der perfekte Ausbau ein Hauptfokus. Davon muss ich aber Abstand nehmen, da ein Versuch diesen Platz mit betriebswirtschaftlichen und gesellschaftskonformen Augen zu betrachten mich nur in eine Hoffnungslosigkeit bringt. Um den Platz so umzubauen wie ich den Anspruch hätte dies zu tun wäre uferlos viel Geld nötig, das vermutlich im Rahmen der von Euch gewählten Struktur nur schwer aufzubringen ist. Der Fokus um diesem Platz gerecht zu werden, muss somit hin zu den in Oshostadt lebenden Menschen gehen und deren Arbeit an sich. Das Werk ist nicht die Errichtung oder Sanierung von Gebäuden, was mein beruflicher Fokus ist, sondern das Schaffen eines Felds in dem innerer Friede und Wachstum möglich ist.
Im Rahmen eurer finanziellen Möglichkeiten habt Ihr viel erreicht. Ich sehe, dass über die Jahre sich langsam der Platz entwickelt hat, Raum geschaffen wurde für mehr Leute, ein bisschen Komfort Einzug gehalten hat. Der Garten ist ein Traum, der Spiegelsaal ein Raum des Innehaltens.
Ich bin dankbar für die Zeit, die ich in Purvodaya/ Rajneeshstadt war. Ich habe da viel gelernt. Ich bin auch dankbar für Oshostadt, wo ich das Gefühl habe willkommen zu sein. Ich bewundere den Mut von Dir und den Leuten die in Oshostadt leben, dieses Experiment zum Teil zum wiederholten Mal zu wagen.
Liebe Grüße Deepam

Die bisher am Jahresende stattfindende Vereinsversammlung wird verschoben auf voraussichtlich Pfingsten. Eine Einladung an die Vereinsmitglieder wird rechtzeitig verschickt.

Wir laden Euch alle herzlich ein für Weihnachten und Sylvester vom 22. 12. 7.1.08. Bringt Eure Kinder mit (falls vorhanden). Der Winter soll sich ja recht vielversprechend mit Schnee einfinden. Bei uns ist es dann immer gut geheizt und gemütlich. Weihnachtsbescherung, Klassisches Konzert am 30. um 16.00 Uhr mit Avrati und Sabine: Klavier und Flöten, Sylvesterfeuer, Wanderungen, Schwitzhütte, Thermalbad, Freunde treffen, White Robe und der spontanen Kreativität folgen.

VON MANDIR:
Hallo, Wiedergeburt durch durchfliesen lassen und Creativität
Aus ein paar Zeilen wurden rasch 12 brauchbare Songtexte, die meisten in Deutsch. Na ja, die Vorbereitungszeit von ca. 3000 Jahren nicht mit gerechnet.
Janesha, Veetam und Mandir begannen bereits während des Sommerfestes mit den ersten Spielereien. Kurz nach dem Sommerfest hatten wir bereits 2 mal eine dreitage Session mit komplettem transportablen Tonstudio.
Am Ende so einer Session gab es dann eine kleine Party mit allen für alle, die zuletzt auch mit der Unterstützung von SAMO von AFROTON ein energiegeladenes Highlight war. Er spendete 2 Riesenkisten mit Percussion und afrikanischen Trommeln. Samo hatte damals auch auf dem Schloß gelebt und war dort der Tonstudiomeister.
Mit befreundeten Musikern aus Jena, die das freie Improvisieren lieben, hat sich für diese Zeit eine Band zusammengefunden. Bandname: Das Oshoten. Diesen Bandnamen wollen wir auf alle Fälle lassen. Jeder, der daran interessiert ist, ist jederzeit willkommen. So konnte ich mich bestens hineinstürzen in ein neues Abenteuer; natürlich nicht ohne meine Freunde. Ich wurde recht schnell darauf aufmerksam, dass ich die noch weniger als wenig Töne traf. Dafür trafen mich Töne aller Couleur ungehindert, da wo ich jetzt meine Leberflecken habe. Ja, es ist schön! Bei der Betrachtung meines Spiegelbildes erkenne ich, dass mein stetiges Braunwerden genüßlich vorranschreitet. Kritik? Oh, davon bekam ich viel! „Du sprichst ja mehr als du singst!“
Das ist heilsam, so wie Balsam auch für mich. Nun weiß ich, da ist meine Möglichkeit..im Sprechgesang. Der kostenfreie Musikunterricht in Saalfeld wird mich sicher aufmöbeln, neubesohlen, mir den Staub von den Stimmbändern klopfen und anderen das Hara zu Berge stehen lassen.
Geplant ist ein Tonstudio. Wer Interesse hat, kann ja mithelfen. Anbei eine kleine Strophe aus dem Reggae. Es ist der zweite entstandene Song und es gibt ihn auch in einer deutschen Version, noch ohne Partitur.
TITEL: Do you Remember
1. Strophe
Intro: Nase putzen
oohhh.. what a glory satisfaction
By all this daily action
do you remember? Instrumente aus
Sprechgesang it is what is and aint what aint
AlleSingen this is a deep,deep,,deedep . deedep
a deep,deep,,deedep. . deedep
Sologesang A deep,deep,,deedep deedep deedep
Instrumente steigen ein A welcome situation
Mandir

Zum Höhepunkt der „Lobhudelei“ noch die Kurznachrichten von der Baufront 2007:
> Kristallkugel auf Sockel gestellt zum Sommerfest
> Carport an der Villa fertig mit Bernhards Fleiss
> Sitzgruppe vorm Herzhaus, auch Bernhard
> 2te Holzheizung in der Villa eingebaut
> alte Kohlenheizung unter Turnhalle abgebaut
> zwei süße Zimmerchen im Schloss renoviert
> u.v.m. …

* * * HERZLICHE EINLADUNG * * *
Kommt zu Siddharthas Geburtstag 1./.2. Januar 2008
Zum WeihnachtenNeujahrsFeiern 2. 12. – 7.1.08.
Weihnachtsbescherung, Klassisches Konzert am 30. 12. 16.00 Uhr mit Avrati und Sabine: Klavier und Flöten, Silvesterfeuer, Wanderungen, Schwitzhütte, Thermalbad, Freunde treffen, White Robe und ...


Es sind bisher folgende Filme auf DVD erhältlich:
1. Purvodaya – „Aufblühen des Wesentlichen“ DVD, 85 min
2. Schloss Wolfsbrunnen – „Der Beginn“ DVD, 70 min
3. Schloss Wolfsbrunnen – „Pioniere 1“ DVD, 45 min
4. Schloss Wolfsbrunnen – „Pioniere 2“ DVD, 40 min
5. Schloss Wolfsbrunnen „Die Eröffnung“ DVD, 50 min
6. Poona 1 und Oregon DVD, 45 min
7. Kristalle „Magie der Elemente“ DVD, 50 min

Preise: FilmDVD a 18 EUR, MusikCD a 13 EUR

Musik aus Purvodaya und Schloß Wolfsbrunnen – mit Joshua, Nishant, Hamido, Bodhi, Dhyanesh u.a.
1. Red Rocket – fetzig rockig, Flug nach Oregon
2. Quantum Leap – auch fetzig rockig Sannyasins in Oregon
3. Flute – Schöne Flöten und Gitarrenmusik von Nishant
4. ES – Siddharthaband mit berühmten Badewannensong
jeder Musiker hat einen Song komponiert
5. YMusik – aus Siddharthas Künstlertagen A und B
mit geschlossenen Augen auf Trip gehen!
6. „The Indian House“ Oshostadt live in


Auszug aus Siddharthas Hörbuch „Geschichten aus dem Nichts“:
10 CDs mit jeweils 15 abgeschlossenen Kurzgeschichten a 5 min vom Mittelalter bis Oshostadt, gelesen von Cheshta, Agneya etc: Preis pro CD 10,EUR:

InPoonausdemBahnhofkommenMeditation
Drei wunderschöne Mädchen in wallenden weißen Kleidern begrüßen mich wie einen alten Freund. Sie strahlen mich an, glückselig, wie Honigkuchenpferdchen. Ihre roten Wangen beben vor Inbrunst und Glück. Ich dachte: Oh, was für guten Haschisch gibt es hier, und: wieso sind hier die Sannyasin in Weiß? Sie sagen jedoch, daß sie glücklich seien, weil sie mich sehen. Ich käme doch sicher wegen der Meditation nach Poona, was ich nicht komplett bestreiten noch bejahen wollte. Ich wollte einfach keine Diskussion, sondern zur Sache kommen. Daraufhin wogten ihre Busen. Aber eine, die voran, faßte mich ganz zärtlich an, meine Gefühle stiegen in schwindlige Höhen, meine Hose beulte sich leicht. Die anderen sagten: “Wir lieben dich!” Gleich drei? Das haute mich um. Ich verlor den Boden unter den Füßen, wollte sie schon ankrabbeln, da sagten sie, ich sei willkommen bei den Kindern Gottes. Drei wären ja genug, aber noch mehr wären zu viel der Meditation. Und sogar Kinder? Ein bißchen zu alt dafür.
Ein Deutscher namens Sw. Prem oder so war zufällig da. Er sagte, er sei mein rettender Engel. Er könne sich als Freund empfehlen und würde mir ganz Poona zeigen. Ich sah sofort an der Art, wie er ein Taxi herbei orderte, daß er sich auskannte. Zunächst also würde er mir ein gutes Restaurant zeigen. Der ”Blaue Diamant” sei nach unseren Vorstellungen sehr billig.
Er bestellte auf Teufel komm raus. Auf der Rechnung fand ich dann, daß ein Bier 10,00 Mark kostete, 5 x so viel wie in Bayern und, daß die Rechnung so viel ausmachte wie die Hälfte meines mitgebrachten Budgets! Ich solle ein Doppelzimmer in diesem “Blauen Diamanten” nehmen. Ich fragte ihn, ob er das spendieren würde, denn ich sei jetzt ein armer Mann. Genüßlich erzählte er nun, daß er von Osho die BettlerMeditation bekommen habe, denn er sei in Düsseldorf ein Millionär, der mit Geld nicht umgehen könne und durch diese Meditation nach 3 Monaten Praktikum ein realistisches Verhältnis zu Geld und Erfahrung im Armsein bekommen könne. Er solle mal Elend und Hunger erleben, bewußt genießen und das verschwenderische Leben der Reichen von unten betrachten. Da habe ich ja gestaunt und mir vorgenommen, Bhagwan zu bitten, mir die “Ausarmmachreich”Meditation zu verschreiben, denn ich war jetzt kirchenmausarm. Lange schon hatte ich auf eine Million geschielt.

Rundbrief Frühjahr 2007:

Am 29. Mai wurde der von Shunyam neu eingerichtete Oshostadt Kyudojo mit einem Festakt feierlich eingeweiht. Landschaftlich an einer der schönsten Stellen unseres weitläufigen Geländes gelegen, steht nun einem Kennenlernen und Weiterbilden des Zen in der Kunst des Bogenschießens (Herriegel) nichts mehr im Wege Es steht Gerät für Anfänger und Fortgeschrittene zur Verfügung. Auf unserem anderen Bogenschießplatz ist das europäische Bogenschießen mit Langbogen, Recurve und Compoundbögen bis zu einer Distanz von 60 m ebenfalls möglich. In unserem sportlichen Angebot ist weiterhin eine neue TurnierTischTennisplatte dazu gekommen, und unser BadmintonCourt ist ebenfalls ein besonderes sportives Schmankerl. Einige weitere Gründe, unsere OshoKommune demnächst mit einem Besuch zu beehren.

Kyudo – Einführung in den meditativen und praktischen „Weg des Bogens“. Juni – August 2007 Mittwoch und Sonntag 1718:30, oder nach Anmeldung unter 036652 28036, shunyamart@oshoketan.de.

Eine Kristallkugel von Größe und Kraft!

Siddhartha immer noch von der schnellen Truppe, kam neulich von einer Traumreise mit einem verwirklichten Traum, einer schweren geheimnisvollen vernagelten Kiste zurück: Eine 500 Kilo schwere Bergkristallkugel mit fast 1 Meter Durchmesser. Seither befindet sich diese unglaubliche Kugel, wohl die größte, die man je gesehen, in unserem an außergewöhnlichen Energieplätzen reichen Park. Sie zieht uns und jeden Besucher in ihren Bann.
Der Kugel folgte folgerichtig die Vorstellung, dass man sie mit schönen Bänken umrunde und wunderbar verweilen und meditieren könne. Als die Frage der Bänkefinanzierung auftauchte, erschien, wie ein Engel Ma Pavitra mit der Idee, zwei dieser acht Bänke à 80 Euro zu sponsern und tat es auch. Als dann die Kugel ausgepackt war, legte sie nochmal zwei Bänke drauf. Seither hoffen wir auf weitere Sponsoren, die eine Bank übernehmen. Wir werden sie durch ein kleines Schild ehren und dieser Platz wird allzeit für sie da sein. Die Einweihung wird während des gesamten Sommerfestes stattfinden. Bis dahin wird Shunyam ihr einen Mamorsockel der feinsten Art geben und erhebende Worte des Dankes eingravieren.

Seminar Programm 2007

PendelTagesseminar mit Sigari Gartung, am
28.7.`07 und am 27.10.’07 von jeweils 10.00 bis ca.16.00 Uhr. Eine Einführung in das Pendeln (die Handhabung der Einhandrute). € 75,.

Steinheilkunde ist eine Kristallgruppe mit Sagar & Sigari, vom 21.9. – 23.9 ’07.
VorabBuchung 1 Monat im Voraus 10% Ermäßigung. (Ankunft am Vortag, Seminarbeginn um 17.00 Uhr mit der KundaliniMeditation.)
Der Mystic Circle ist eine intime Reise in die feinsinnigen Reiche der Kristallenergien. Für einige wird es die Wiederentdeckung einer Heilkunst sein, für andere ein Abenteuer, welches sie in unbekannte Stille und meditative Bereiche ihres Wesens führt. Für alle bereitet es eine Möglichkeit, mit Sagar und Sigari und ihren Kristallen, die sie auf der ganzen Welt gesammelt haben, eine Atmosphäre zu kreieren, in der ein tiefes Heilen sein kann.
Der Mystic Circle ist speziell für Menschen, die eine liebevolle innere Verwandtschaft zu Kristallen spüren und bereit sind, sich mehr und mehr deren magischen Qualitäten zu öffnen. Die Gruppe ist auch für diejenigen, die im Stress des Alltags den Weg des Herzens nicht verlieren möchten.
Sagar und Sigari haben seit vielen Jahren eine enge Verbindung mit dem indischen Mystiker Osho. In ihrem eigenen Leben haben sie entdeckt, dass die Energien der Kristalle eine wichtige Rolle spielen können in den Bereichen der Gesundheit, der Entspannung, der Meditation und der Liebe. Die Gruppe ist die erste von einer Reihe von Wochenenden, in denen wir diese innere Reise vertiefen werden.
Kristall Sessions: Mit einer wertvollen Kollektion von Kristallen und EnergieObjekten, gesammelt über viele Jahre, und einer großen Pyramide, ist ein mystischer Raum entstanden, in dem eine außergewöhnliche Stille herrscht. In dieser Atmosphäre ist es möglich, den Weg zu unserer eigenen inneren Ruhe und Ausgeglichenheit zurück zu finden. In der entstehenden Entspannung bringt Sagar seine intuitiven Kräfte zur Wirkung mit Hilfe von einem GanzkörperLayout von Steinen und Kristallen, Farbtherapie, Aura Soma, Reiki und vielem mehr.
Einzelsessions im Kristallzimmer, 90 min. € 60..

Hatha Yoga für Frauen, mit Vedanta Avrati.
Vom 24. 26.08 `07. und 5. 7.10.`07 € 150,
Wir erlernen leichte Körper und Atemübungen, die sanft und wohltuend auf das gesamte Körpersystem einwirken, Organe und Kreislauf stärken, die Konzentration fördern und mentale/emotionale Spannungen lösen können.
Frauengruppe, ebenfalls mit Avrati, vom 6.8.7. und 14.16.09.`07. € 150, Gemeinsam entdecken, spüren und feiern wir unser FrauSein, geben unserem natürlich kreativem Wesen Ausdruck durch freien Tanz, Musik, Lieder, versch. Meditationen, Yogaübungen. Eigene Ideen sind herzlich willkommen! Abschließend teilen wir unsere Erfahrungen in dieser Gruppe mit (wer möchte). Ich freue mich auf euch!
(Seminarbeginn samstags um 10.00)

Intuitive Körpermassage mit Gunageet.
Einzelsessions nach Anmeldung.
1 Stunde € 30.

Awareness, mit Aklank. The key to living in balance: witness You are not the body, witness You are not the mind, witness You are only this witnessing consciousness.
Reiki, Rebirthing, pränatale Massage, aktive und stille Meditationen, Beratung.
Einzelsitzung € 30.

LIVING FOR LOVE mit Agneya.
5.10 7.10. `07. Seminarbeginn ist um 18.00 Uhr. € 150,
In dieser Gruppe werden wir erforschen und erfahren, was Liebe ist. Liebe ist unser natürlicher, ursprünglicher Zustand, der sich von alleine entfaltet, wenn wir das aus dem Weg räumen, was den Fluß unserer Liebe verhindert, z.B. Wut, Angst, Haß, Trauer, Resignation, sich vergleichen usw. „Aus dem Weg räumen“ bedeutet einfach, uns diese Gefühle, die oft im Unbewußten vergraben sind, bewußt zu machen und zu erfahren, dass wir nicht diese Gefühle sind. Dadurch kommen wir ein Stück näher zu uns selbst, zu unserem Zentrum, unserem ursprünglichen Gesicht. Die Gruppe beinhaltet geleitete Meditationen, bioenergetische, gestalttherapeutische und tantrische Elemente, Schwitzhütte, Tarot, zusammen Feiern, (incl.Verpflegung, Unterkunft im GemeinschaftsSchlafraum), Einzelzimmer € 10. extra.

Tarot Spiegel deiner Seele, ebenfalls mit Agneya.
31.9 – 2.10 und 2.11. – 4.11 `07. Seminarbeginn ist jeweils um 18.00 Uhr. € 150,
In diesem Seminar nutzen wir das Tarot als Medium, um Klarheit in ungelöste Situationen zu bringen – sei es in der Partnerschaft, im beruflichen Bereich oder im alltäglichen Leben.
Offener Abend zum Kennenlernen am Freitag zum Gruppenbeginn. € 10,, Einzelsitzung € 40.

Schwitzhütte mit Cheshta. (Sweatlodge) non traditional. JEDERZEIT.
Individuell oder Gruppe. € 5. pro Person.

Kunst & Meditation mit Shunyam
Malen, Bildhauern in Holz und Stein mit der Kraft meditativer Techniken als Quelle der Inspiration. Die inneren Bilder sichtbar werden lassen, die inneren Formen im Aussen gestalten. Shunyam, langjähriger Dozent an der Staatlichen Akademie der Künste in Stuttgart, seit 25 Jahren Erfahrung in OshoMeditationen, wird Begleiter und Anreger sein für kreative Prozesse. Einstieg jederzeit während der SommerAkademieWochen. Tagessatz
€ 55., Blockseminare beim Sommerfestival, Mo. 13.8. So. 19.8.`07 €350. alles inclusive Unterkunft & Verpflegung, Materialgebühr nach Verbrauch

Geschweisste Kunst mit Mandir
Aus Eisen und Stahlschrott entstehen Figuren. Durch Schweißen, Schneiden, Sägen, Feilen, Schmieden, und es formt sich allmählich die Skulptur, wird unter den Händen des Künstlers gleichsam zu neuem Leben erweckt. Schon so mancher Gast hier bei uns hat überrascht festgestellt, welche kreativen Potentiale in ihm steckten, als er seine fertige Arbeit betrachtete. Mandir wird in die Technik einführen und Hilfestellung geben, es sind keine Vorkenntnisse nötig. Nach Anmeldung, Einstieg jederzeit. Material wird gestellt. Tagessatz € 55., incl. Essen und Unterkunft, Materialgebühr nach Verbrauch

Weitere Kurse (Termine auf Anfrage):

Ein Kurs in SilberSchmieden, mit Martin Seitzer, Schmuckdesigner. Wie fange ich an, wie gehe ich weiter? Ein EinsteigerSeminar mit langjähriger Erfahrung als Gold und Silberschmied, im Fassen von edlen Steinen, und im Gravieren und Ziselieren.... und Cheshta Hofmann, TribalArtKünstler mit langjähriger Erfahrung in der Herstellung von Schmuck und KultGegenständen in schamanistischen Kulturen. SilberschmuckStudium bei M. Seitzer.
Die sanfte Kraft der Kräuter in unserer direkten Umgebung. Ein Kurs in und mit der Natur, mit Stephanie Seitzer. Stephanie Seitzer führt ein kleinbäuerliches Unternehmen im Nachbarort Klettigshammer im Thüringer Wald, in dem sie auch Kräuter und Wildpflanzen anbaut, sammelt und verarbeitet. Ihre Erzeugnisse sind in der Region mittlerweile bekannt und beliebt, und werden von ihr auf regionalen Märkten angeboten. Kontakt und persönliche Beratung spielen dabei eine wichtige Rolle.
Mit einem Tagesseminar mit nur 35 Teilnehmern bietet Fr. Seitzer nun die Möglichkeit, in die Materie intensiv einzusteigen. Tagesablauf:
Bei einem gemeinsamen Frühstück wird eine theoretische Einführung stattfinden, im Anschluss daran werden die Kräuter gesammelt, die dann gleich zu einem gemeinsamen Mittagessen mit verarbeitet werden.
Bei einem gemeinsamen Tee oder Kaffee wird dann das Erlebte ausgetauscht, und zu guterletzt werden wir ein Kräutersalz zum Mitnehmen herstellen. Gesamtdauer ca. 7 Stunden, Kosten pro Teilnehmer Euro 20. incl. Essen u. Trinken und div. Material

Sharan hat zu einer seiner Wanderungen folgenden kurzen Erlebnisbericht geschrieben:

... wir hatten uns aufgemacht, zum altvaterturm zu wandern. mir ging es einzigst darum unterwegs zu sein, mich zu bewegen, natur zu sehen und zu hören, aber der altvaterturm ist eine art gedenkstätte für städte und gemeinden aus dem ehemaligen sudetenland, und avratis mutter stammte aus der gegend dort und hatte ihr oft vom altvatergebirge, von der geborgenheit die sie dort empfunden hatte, erzählt, und so war diese wanderung für sie auch eine gelegenheit an ihr herkommen, ihre vergangenheit anzuknüpfen ...
der himmel war grau verhangen, und es war feucht und kalt, aber wir waren unterwegs, gingen ... schritt für schritt. mal schweigend mal erzählend, mal hand in hand, mal hinter oder vor oder nebeneinander ... was da an weg unter unseren schuhsohlen war, war holprig, über weite strecken. meistens war es schottter, waren es steine, war es vermatschtes erdezeugs. ... 10 oder 12 km von der zschachenmühle dorthin und natürlich auch wieder zurück, was dann schon 25 km sind. ... anfangs hatten wir schwierigkeiten die route zu sehen. wir hatten eine wanderkarte, die den weg vorgab, und es gab hinweise und zeichen, die diesen weg markierten, aber die sehen zu lernen brauchten wir eine weile ...
durch wald zu gehen ist anders als wie wenn man über felder geht oder durch städte oder am strand entlang. der raum den man wahrnimmt, sieht hört riecht und fühlt, ist ein anderer, stimmt einen anders. ... ich nahm mir vor darauf zu achten was 'wald' mit mir macht. dieses hermetische. es ist baum neben baum. fichten meistens, in unserer gegend hier ... es gibt dort keinen horizont, keinen ort an dem himmel und erde aufeinandertreffen. viele märchen haben als ort an dem sie spielen den wald. wald ist synonym auch für weniger bewußte schichten in uns ...
tieren begegneten wir kaum. ein schwarm kleinerer vögel, ein kolkrabe der uns ankrächzte, ein schäferhund der erst tief heiser bellte und uns dann mit lieben augen ansah ...
wenn aber der kopf dann frei wird, der blick den raum gewinnt, wenn gegenwart, präsens, bewußtsein passiert. ... was ist es was das bewußtsein auslöst? ... einmal kam ich, stehend in kaltem wind und über ein feld auf einen waldrand vor dem horizont schauend, zu mir. ich sah den wind wolken über das feld treiben, hellgraue schleier aus feuchtigkeit. das hatte etwas befremdendes, etwas was mich innehalten ließ ... das so noch nicht gesehene, es machte mich ruhig, still, nachdenklich ...
der turm selber lag im nebel, und wir sahen ihn erst als wir so 40 meter davor standen. ein etwas tieferes grau im nebel, ein schemen ein schatten ... es gab eine gaststätte, die auch geöffnet hatte, und
was ... an den wänden hingen schilder mit den wappen und den namen einiger dieser ehemaligen ostdeutschen orte. darunter so schöne namen wie 'rotwasser' oder 'wiese' (eine stadt die 'wiese' heißt, das ist doch schön. oder?) ... im souterrain des turms eine kleine kapelle, mit altar, aufgeschlagener bibel und heiligenfiguren. die fenster waren nach art der kirchenfenster bleiverglast und mit religiösen motiven versehen. auf einem dieser fenster stand der spruch ’ja, ich will wieder heim und zu meinem vater gehn. mein vater wird verzeihn, er lässt mich nicht draußen stehn’.
einmal, auf dem weg zurück, sind wir vor einem wunderschönen schieferaufschluss gestanden, einer so 10 m hohen und 50 m breiten wand aus schiefer.
... einmal ... einmal ... einmal ... / es gab viele schöne und lichte momente auf dieser wanderung, momente, die en detail zu erinnern und in ihrer bedeutung zu begreifen und festzuschreiben mich reizt, und die zu sagen auch sinn macht, aber dieser eher kleine text im rahmen unseres rundbriefes ist nicht der ort dafür ...
auf den letzten kilometern war stille in uns, und wir lauschten. ... und vertrauten, wussten tief, daß wir uns nicht zuwider sind, daß wir einverstanden sind, daß es gut ist. das wenige licht im wald machte das, was noch zu sehen war, warm. es waren die farben, war dunkelrotes braun, tiefes dunkles grün und erde ... und es waren am ende dann die lichter der im dunkel schon liegenden oshostadt. oshostadt, das war nichts fremdes mehr, das kannten wir.

Vorankündigung

für den auslaufenden september beginnenden oktober irgendwann habe ich mir eine ostseewanderung vorgenommen. von kühlungsborn zum rügener kreidefelsen ... immer am strand entlang, nach möglichkeit, ... mit einigen kleinen abstechern hin zu orten die interesse kitzeln / der inneren stimme folgen. ungefähr 15 km strecke am tag, auf 8 oder auch 10 tage. wer spaß hat einzusteigen in diese gänge, ist willkommen. nähere informationen über unseren kontaktlink oder telefon.

Unser OshoStadtSommerFestival wird in diesem Jahr zwischen Samstag den 11.8 und Sonntag den 19.8 über die Bühne gehen. ... wie immer werden wir tanzen lachen lieben meditieren arbeiten kochen essen schlafen und und und ... wir wünschen uns natürlich dass sich möglichst viele von uns hier einfinden werden, weil: je mehr von uns, desto stärker das alles ...

Eine Woche vorher wird das 5te CenterMeeting in OshoStadt stattfinden, vom 3. bis zum 5. August. Dazu sind alle die mitwirken wollen herzlich willkommen.

Aus praktischen Gründen wegen der großen Entfernungen, wurde beschlossen, dass auch im Taban / Hamburg ein Treffen stattfindet. Datum 17.20.08. Am Schönsten wäre es, wenn unsere Freunde an beiden Treffen teilnehmen. Die Nordseeratten könnten dann dem Rest der deutschen Sannyasin (Oshostadt) berichten.

„The New Generation“ :

... die Kids der ersten OshoSannyasins sind mittlerweile Erwachsene und in der ganzen Welt verstreut. Akul, unter Sannyassins aufgewachsen, lädt alle Sannyassins der „New Generation“ zu einem Treffen in Oshostadt ein:
Akul (das bin ich!) und die Oshostadt laden ein zum YOUTH MEETING! Ein Fest für alle Kinder von Sannyasins und ihre Freunde, das Gelegenheit bieten soll, Sandkastenfreunde von "damals" wiederzutreffen, neue Kontakte zu knüpfen und gemeinsam zu feiern, aber auch Leidensgenossen mit ähnlich verrückten Eltern zu treffen. Stattfinden wird es vom 10. 12. 08. auf dem Gelände der Zschachenmühle in Thüringen, auf der großen Wiese am Fluß, rund ums Lagerfeuer.
Das Programm sieht folgendermaßen aus:
Wir tun, wozu Wir Lust haben und Alle bringen mit, was sie schön und gut finden (außer Hunde).
Platz ist reichlich vorhanden, sei es zum Toben, Musizieren, Spielen und Sporteln, oder auch, um "nur" in der Sonne zu liegen.
Wer ein Instrument spielt, oder sonstige Darbietungen auf Lager hat, sei hier eingeladen, zur gemeinsamen Unterhaltung beizutragen.
Natürlich sind auch Eure Freunde und Freundinnen, Kinder und Kegel sehr herzlich eingeladen, genauso wie die, die gerne kommen wollen, deren Eltern aber keine Sannyasins sind!
Wenn ihr kommen wollt, meldet euch bitte kurz an, damit genug zu Essen da ist.
Gekocht wird natürlich gemeinsam und für Alle, vegetarisch versteht sich. (Würstlfreunde müssen Würstl selber mitbringen;)
Übernachtung: Zelt/Matratzenlager und Verpflegung pro Person und Tag 20 €, Gästezimmer 30 €.
Kinder und Bedürftige zahlen weniger. Tiere können nicht mitgebracht werden.
SAGT ALLEN BESCHEID!!! Es soll schließlich ein ordentliches schönes Fest werden!
Anmeldung und Kontakt: rebelsdelight@gmx.net

Ein einzigartiges, einmaliges Ereignis: Die Einweihungsmeditation in der MandirHalle in Rajneeshpuram / Oregon 15.12.83.:

Siddhartha, der hauptamtlich unerwünschte Tonbänder zu löschen hatte, sollte auch das tape dieser fast 3stündigen Einweihungsmeditation mit Waduda und Turya löschen. Er tat es nicht, sondern bewahrte es auf – bis heute. Unerlaubt, illegal, riskant. Beim originalen Dokument (mit Ansagen von Waduda und Turya) aus der Zeit um 1983, als Tonbänder noch sehr schlechte Qualität hatten, konnte man kaum etwas verstehen oder Musik hören. Durch die Kratzer hindurch aber kamen schöne Meditationen. Heute, wo die Situation nicht mehr so gefährlich ist, haben Tobias und Ma Samvad mit großem Einsatz und mit Hilfe der Digitalisierung viele Störfaktoren entfernen können und Text und Musik, so wie die Stimmung der Umgebung (Baugeräusche, Flugzeuge, Vogelzwitschern etc.) herauszisiliert, Texte abgeschrieben und ins Deutsche übersetzt (18 DIN A 4 Seiten).
Es entstanden 4 CD`s mit 35/25/42/44 Minuten. Außer den reizvollen Meditationen, die durch Einmaligkeit glänzen und jedermann in Bann zogen, sind es vor allem die Ansagen von Waduda und Turya, die einen so richtig in die Welt eines OregonAlltags versetzen und das Kommuneleben und seine Atmosphäre miterleben lassen. Da wird erklärt, wann es Mittagessen gibt, dass man den und den Bus nehmen solle, wo man das Gepäck deponiert, dass man einen Hut gegen die Sonne kaufen solle, wo die Küche ist, wie man sich beim Drive by (Osho fährt vorbei) verhalten kann und wie nicht, dass Wasser gespart werden müsse, die Küche Hilfe brauche etc etc. Daneben die Tagesgeräusche von der Baustelle, eine Kuh muht….
Diese alltägliche Welt wird in keinem Buch, in keinem Film, in keinem tape, in keinem Video zu finden sein. Wer wissen möchte, wie es war, kann es durch diese CD´s nachempfinden. Für die, die dabei waren, sind es wehmütige Erinnerungen.
Brandneue Neuigkeit für Freund und NichtFeind: Das Hörbuch. Heute wollen wir die im Rundbrief vom Frühjahr 2005 begonnene Reihe wissenschaftlicher Artikel über das Verhältnis Chefs Nichtchefs ohne Gewähr aus anderer Perspektive fortsetzen, denn eine Münze hat Vor und Rückseite. Sogar eine Wurststulle ist interdependensives DaSein zweier sich ergänzender Teile. Würde die Rückseite, das Brot, nicht sein, müsste die Wurst ins Uferlose stürzen. Also liebe Freunde und Feinde, liebes Wurstbrot, gewöhnlich sind Menschen mit Augen und Ohren ausgestattet, die seitlich und vorn am Kopfe angebracht sind. Sie können tagsüber besser funktionieren als in stockdunkler Nacht. Nehmen wir ein Beispiel: Ein Buch kann man zwar nicht bei Dunkelheit lesen, aber man könnte es hören, wenn jemand es vorliest. Der kann bei Dunkelheit aber auch nicht vorlesen, deswegen hat Chesta eine CD in wunderbarem Niederbayrisch mit Texten aus Siddhartha`s noch unfertigen Büchern besprochen.
Die CD ist proppevoll mit höchstspannenden und witzigen Episoden, die mitten aus dem Leben auf die CD gesprungen sind: Für Faulenzer und Genießer ein ausgesprochener fantastischer Genuß und für uns ein kleiner finanzieller Beitrag für Oshostadt! (ca. 90 Minuten). Sonderpreis für Freunde der Oshostadt: Euro 10. auf das Konto der Kreissparkasse SaaleOrla, Empfänger: Gartung, Konto Nr.: 63193, BLZ: 83050505 oder am besten selber kommen.

Es ist schön, einen Chef zu haben,

Wir haben einen so lieben und allzeit fröhlichen Chef, der nie müde wird, uns immer liebt, unendlich tolerant und großzügig ist, uns jeden Wunsch erfüllt und uns nie an die Arbeit schickt, sondern alles für uns macht, den Hausputz, das Vieh füttern, den Stall ausmisten, Frühstück, Mittag, Abendessen bereiten, abwaschen, Wäsche waschen, bügeln, staubsaugen, Dach decken, Kohlen aus dem Keller holen, Babies wickeln, Auto waschen, Kohlrabis pflanzen, Schnee schippen, Kirschen ernten, zur Schule gehen.
Er weckt uns gegen Mittag, singt uns schöne Lieder, er steht für uns auf, geht für uns aufs Klo, damit wir vom Nichtstun ausschlafen können. Am Abend dann holt er ein paar Flaschen Sekt aus dem Keller des Nachbarn. Der hat so viel davon und wir haben kein Geld, weil wir es für schöne Kleider, neue Autos und für Feste brauchen. Geld holt der Chef von der Bank. Die hat so viel davon. Nach dem Abendessen massiert er uns und entspannt uns bis zur Glückseligkeit und, was eine Frau im Frühling träumt, das ist so schön und ungereimt: und nimmt uns das anstrengende Bumsen ab! Danach schlägt er ein gutes Buch auf und liest uns die Leviten. Das sind spirituelle Geschichten von Levi, der im Alten Testament der Sohn Jakobs und der Lea war. Ich glaube, Jakob war der mit dem Linsengesicht. Von dem stammt auch die Levitation, das Abheben des ganzen Körpers. Unser Chef ist so ein Abgehobener. Er schwebt so hoch über uns, daß er unerreichbar ist. Deshalb beten wir ihn an, wir Frauen vergöttern ihn den ganzen Tag. Trotz dieser nicht schlechten Eigenschaften hat er eine furchtbar menschenunwürdige Eigenschaft: Er liebt nicht nur eine, sondern alle.
Ganz unter uns: das Schönste ist, daß man sich so prima um ihn zanken kann. Es ist schon ein richtiges Ritual geworden. Es geht letztlich immer darum, wer die erste Sekretärin sei. Da können schon mal die Fetzen fliegen. Nicht nur in der Besenkammer. Gut, daß der Chef auch noch andere Frauen hat, die man beschimpfen kann, z. B. die blöde Ziege, die sich Mutter seiner Kinder nennt. Naja, die Pflaume fällt nicht weit vom Stamm, die Tochter nicht weit von der Mutter wie die da rumstiefelt! Als wäre sie die Königin von Saba. Das ist die mit den „hängenden Titten“. Die den Chef für sich gepachtet haben will. Aber letztlich ist es unser Chef. Darum, weil wir ihn auf einen Sockel heben können; man kann dann so schön anbeten und danach so schön von oben runter stürzen. Wenn er so süß hinter den Aktenbergen hockt, so hilflos dreinschaut, kann man so schön Mitleid haben, sodaß einem zwischen den Beinen so richtig schön warm wird und eine der zwei Hände unter den Rock zwischen die Oberschenkel fährt. Bis daß jemand zur Tür reinkommt und wissen will, ob es schon Mittagszeit sei. Wenn dann die Nacht ihre dunklen Flügel ausgebreitet hat, kommt der Chef unter den genüsslich geschlossenen Augenlidern, hinter dem Rücken seiner Frau in unser Bett und in unserem Traum wird die nächste Runde eingeläutet.
Das alles trifft natürlich nur zu, wenn ich eine Frau bin. Sollte ich ein Mann sein, kann ich nicht von all dem direkt betroffen sein, sondern nur indirekt. Z. B: sehe ich jetzt, daß meine Kolleginnen dumme Zicken sind, weil sie ihn und nicht mich anhimmeln. Aber es ist schön, einen Chef zu haben, weil er so eine gute Projektionswand für mich kaputten Psychologen ist, die sich automatisch einschaltet, wenn er Büro, Werkstatt, Hof oder sonstwo meinen Dunstkreis betritt! Naja und ach, wäre es schön, ein Chef zu sein!

Die Serie wird fortgesetzt mit den Artikeln „Ein Kreuz eine Frau zu sein, ein Kreuz ein Mann zu sein, ein Kreuz ein Huhn zu sein, ein Kreuz…


 

 

 

 

 

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